Mittwoch, 28. Dezember 2011

Gemüsebrühe mit Zitronengras und Rosmarin, Zitronen-Nudel-Sternchen und Zitronen-Grießklößchen

Ich hoffe, Ihr habt Weihnachten alle gut überstanden und das Christkind war brav zu Euch :) 

Wir hatten dieses Jahr an Weihnachten Gäste und ich möchte Euch noch unser Menü zeigen, das ganz im Zeichen der Zitrusfrüchte stand. Es gab: 


Vorspeise:
Gemüsebrühe mit Zitronengras und Rosmarin, 
Zitronen-Nudel-Sternchen und Zitronen-Grießklößchen



Hauptspeise:
Putenrouladen mit Orangen-Cashew-Füllung und Orangen-Bandnudeln



Dessert: 
Mandarinchen-Parfait mit Mandarinchen-Karamell-Kompott 


Um nicht den Rahmen des Beitrags zu sprengen, blogge ich die Rezepte nun nach und nach. Angefangen wird natürlich mit der Vorspeise, der Gemüsebrühe mit Zitronengras und Rosmarin, den Zitronen-Nudeln-Sternchen und den Zitronen-Grießklößchen.


Schon eine Woche vorher habe ich die Zitronen-Nudel-Sternchen gemacht. Die lassen sich super trocknen und somit schon einige Zeit vorher zubereiten. 

Für den Zitronen-Nudelteig 400 g Hartweizengrieß auf die Arbeitsplatte geben, eine Mulde in die Mitte drücken und 5 TL mildes Olivenöl, 160 ml Wasser und den Abrieb von 1 bis 2 Zitronen (je nachdem, wie zitronig das Ergebnis sein soll) hineingeben. Nun mit einer Gabel den Grieß vom Rand her in die Flüssigkeit einarbeiten, bis die Masse fest genug ist, um sich mit den Händen kneten zu lassen. Den Teig etwa 15 Minuten mit den Händen kräftig kneten. Bei Bedarf noch etwas Zitronensaft zugeben. Aber bitte vorsichtig dosieren, damit der Teig nicht klebrig wird. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank eine Stunde ruhen lassen. 

Den Teig nun portionsweise mit der Nudelmaschine zu Platten ausrollen (bei Bedarf die Teigplatten zwischendurch immer mal wieder mit Mehl bestäuben). Den gerade nicht benötigten Teig währenddessen wieder in Frischhaltefolie wickeln. Ich habe bis zur Stufe 5 von 7 ausgerollt. Aus dem Nudelteig Sterne ausstechen und zum Trocknen auf ein Küchenhandtuch legen. Die Nudeln während des Trocknens ab und an drehen. Wenn die Nudeln komplett getrocknet sind, können sie in einem Glas oder einer Dose bis zum Verbrauch aufbewahrt werden. 

Eigentlich reicht für die Menge an Suppe auch die Hälfte des Nudelteiges. Das ist aber so meine Standardmenge, die ich auch hier beibehalten habe. Aus der zweiten Hälfte des Teiges habe ich einfach Bandnudeln gemacht und diese ebenfalls getrocknet. Die wird es einfach demnächst mal zum Abendessen geben :)


Und nun zur Suppe: Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich vorher noch nie selbst eine klare Gemüsebrühe gekocht hatte. Ich achte zwar darauf, gekörnte Brühe ohne Geschmacksverstärker zu verwenden, aber es ist eben doch ein Fertigprodukt. Hier also meine Premiere :) Das Rezept zur Gemüsebrühe habe ich bei Kathie von Kochfrosch gefunden. Leider habe ich keine Petersilienwurzeln bekommen und habe daher eine Pastinake mehr genommen und zusätzlich noch zwei Zwiebeln mit reingegeben. 

Das Rezept ergibt etwa zwei bis drei Liter Gemüsebrühe, was für etwa 10 Vorspeisen-Portionen reicht. 

Für mich war die Zubereitung der Gemüsebrühe der Schönste Teil am Weihnachtsmenü :) Es soll ja Leute geben, denen das Schneiden von Gemüse lästig ist. Ich mag diese Schnibbelarbeit - das hat auf mich fast schon eine meditative Wirkung :)

Folgendes Gemüse wird geputzt und klein geschnitten: 4 Möhren, 1 Fenchel, 2 Stangen Lauch, 2 Pastinaken (oder 1 Pastinake und 2 Petersilienwurzeln), 1 Bund Staudensellerie, 1 Bund Petersilie und 2 kleine Zwiebeln. 

Außerdem braucht man 3 Stängel Zitronengras - das in Stücke geschnitten und mit einem Stösel oder Mörser  angedrückt wird - sowie 3 Zweige Rosmarin. 


Etwas Olivenöl in einem wirklich großen Topf erhitzen und das klein geschnittene Gemüse (bis auf das Zitronengras und den Rosmarin) darin ein paar Minuten anbraten. 


Nun das angequetschte Zitronengras dazugeben und untermischen. Dann kommen die Rosmarinzweige sowie 1 1/2 TL Meersalz und 1 1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer dazu und werden ebenfalls untergemengt. 

Zuletzt werden 3 Liter Wasser hinzugegossen. Aufkochen lassen, dann mit geschlossenem Deckel bei geringer Hitze für eine Stunde köcheln lassen. 

Nach der Kochzeit die Suppe durch ein Sieb gießen und wieder zurück in den Topf geben. Bei offenem Deckel nochmals etwa eine halbe Stunde köcheln und reduzieren lassen, so dass die Gemüsebrühe nochmal aromatischer wird. Bei Bedarf nun nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Theoretisch kann man das Gemüse nun noch weiter verarbeiten, z. B. pürieren und daraus einen Dip zubereiten. Wie Kathie aber schon schreibt, ist das Gemüse ziemlich totgekocht und ich habe deshalb auch auf eine Weiterverarbeitung verzichtet ;)

Ich hatte die Gemüsebrühe übrigens schon am Tag vorher fertig gekocht. So musste ich sie am Weihnachtstag nur nochmal aufkochen und die Nudeln darin garen. 


Als Einlage gab es neben den Nudeln außerdem Zitronen-Grießklößchen. Für 35 bis 40 kleine Klößchen 250 ml Milch zusammen mit einer Prise Salz, etwas Muskat und 30 g Butter in einen Topf geben und aufkochen. 100 g Hartweizengrieß langsam unter Rühren zugeben und weiterrühren, bis sich die Masse als Klumpen vom Topfboden löst. Vom Herd nehmen und vollständig auskühlen lassen. 

Dann 1 Ei sowie 1 bis 1 1/2 gehäufte TL gemahlene Zitronenschale zugeben und gründlich unterkneten. Mit feuchten Händen kleine Klößchen formen. Die Klößchen in kochendem Wasser garen, bis sie oben schwimmen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und zusammen mit der Suppe in einem Teller anrichten. 

Man kann die Klößchen natürlich auch in der Suppe garen, allerdings lösen sich während dem Kochen kleine Grießteilchen ab, was die Suppe eintrüben würde. 




Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:

Für die Gemüsebrühe:
4 Möhren
1 Fenchel
2 Stangen Lauch
2 Pastinaken (oder 1 Pastinake und 2 Petersilienwurzeln)
1 Bund Staudensellerie
1 Bund Petersilie
2 kleine Zwiebeln
3 Stängel Zitronengras
3 Zweige Rosmarin
1 1/2 TL Meersalz
1 1/2 TL Pfeffer
3 Liter Wasser
Olivenöl

Für die Zitronen-Nudel-Sterne:
400 g Hartweizengrieß
5 TL mildes Olivenöl
160 ml Wasser
Abrieb von 1 - 2 Bio-Zitronen
Mehl zum Bestäuben 

Für die Zitronen-Grieß-Klößchen:
250 ml Milch
1 Prise Salz
1 Prise Muskat
30 g Butter
100 g Hartweizengrieß
1 Ei
1 - 1 1/2 gehäufte TL gemahlene Zitronenschale

Kommentare:

  1. das hört sich alles super lecker an, schön wie du es geschafft hast das sich durch alles dieser faden der zitrusfrucht zieht, gefällt mir richtig gut..

    liebe grüße

    trina

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  2. Danke Euch :)

    @trina: Ich mag solche "Ton-in-Ton-Gerichte" gerne und habe so lange getüftelt und gesucht, bis ich alles so zusammen hatte :) Aber es hat sich gelohnt - war wirklich lecker :)

    Liebe Grüße

    Nina

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  3. Zitronen und Rosmarin? Ganz ganz :-)! Sternen? :-)

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