Donnerstag, 30. August 2012

Ein Zucchini-Pistazien-Kuchen, eine Cake-Pop-Katastrophe und ein Hilferuf


Heute berichte ich Euch von meinem kläglich gescheiterten ersten Cake-Pop-Versuch *grummel*

Und dabei hatte alles so gut angefangen... Nämlich mit einem wirklich leckeren, fluffig weichen, saftigen Zucchinikuchen mit Pistazien und Zimt, den ich später zerkrümeln zu Cake-Pops verarbeiten wollte. 

Und bevor wir zum eigentlichen Desaster kommen, will ich Euch zumindest davon das Rezept verraten, denn der Kuchen war wirklich sehr lecker! Fotos vom Kuchen habe ich allerdings in optimistischer Vorfreude auf die Cake-Pops nicht gemacht ;)

Das Rezept reicht für eine normale Springform. 

Ca. 500 g Zucchini schälen, halbieren, die Kerne entfernen und fein raspeln. Übrig bleiben sollten 250 g geraspelte Zucchini. 

4 Eier mit 250 g Zucker und dem ausgekratzten Mark einer Vanilleschote sehr schaumig rühren. Unter Rühren langsam 200 ml geschmacksneutrales Pflanzenöl zulaufen lassen. Die fein geraspelte Zucchini sowie 90 g fein gemahlene Pistazien vorsichtig unterheben. 240 g Mehl mit 1 gestrichenen TL Zimt, 1 gestrichenen TL Natron und 1 gestrichenen TL Backpulver vermischen und auf kleiner Stufe unterrühren. 

Den Teig in eine gefettete und gemehlte Springform füllen und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze für ca. 50 Minuten backen. Nach 30 Minuten habe ich ein Stück Alufolie auf die Springform gelegt, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird. 

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und vollständig erkalten lassen. 


Soweit, so gut. Ich hatte den Kuchen bereits einen Abend vorher gebacken, damit er komplett auskühlen kann, und war voller Vorfreude auf die Cake-Pops, die ich daraus machen wollte. Aber dann fingen die Probleme an: Die Masse war - trotz Kühlung - viel zu weich, um sich anständig in Schokolade tauchen zu lassen. Ich habe genau drei Stück in weißer Kuvertüre hinbekommen, die anderen sind mir alle vom Stiel gebrochen *grummel* 

Ich hoffe deshalb auf Hilfe von den Cake-Pop-Experten unter Euch, damit mein nächster Versuch hoffentlich erfolgreicher wird. Ich beschreibe Euch am Besten mal nach und nach meine Leidensgeschichte, vielleicht kann mir dann jemand sagen, was ich alles falsch gemacht habe: 


Ich habe also den vollständig abgekühlten Zucchinikuchen zerbröselt und mit 275 g Philadelphia Milka und 175 g Frischkäse vermischt. Daraus habe ich ca. 50 Kugeln geformt und sie erst einmal für einige Zeit (ca. 2 Stunden) in den Kühlschrank verfrachtet. 

Dann habe ich weiße Kuvertüre geschmolzen, jeweils einen Lollistiel in die Kuvertüre getaucht und dann in das Teigbällchen gesteckt. Das habe ich dann erst einmal trocknen lassen. 

Eigentlich wollte ich die Cakepops dann in weiße Kuvertüre tauchen. Wie oben schon erwähnt, hat das genau bei drei Cake-Pops mit Mühe und Not funktioniert. Ich habe dann entnervt aufgegeben, weil die Cake-Pops einfach zu weich waren, um sie in der doch recht zähflüssigen Kuvertüre anständig tauchen zu können. 

Mir kam dann die Idee, dass ja weiße Schokolade vielleicht etwas flüssiger sein könnte als Kuvertüre. Ich habe dann also weiße Schokolade geschmolzen und es damit versucht - gleiches Ergebnis *grummel* 

Als letzte Rettung, um nicht alles vergebens gemacht zu haben, habe ich dann einfache Kuchenglasur geschmolzen. Darin ließen sich die Cakepops problemlos tauchen - die Glasur wird ja ziemlich flüssig. Allerdings blieb nur eine sehr dünne Schicht Glasur auf den Cake-Pops, da man sie sehr gut abtropfen lassen musste, sonst wäre die Glasur den kompletten Lollistiel herunter gelaufen. Dieses Schoko-Knacken beim reinbeißen fehlte dann also völlig. Und geschmacklich ist die Kuchenglasur natürlich auch nicht das absolute Highlight ;)


Nachdem es mittlerweile schon 1.00 Uhr nachts war *schnarch* hatte ich für großartige Dekoration allerdings keine Nerven mehr und habe die Cake-Pops nur noch mit Glitzerpulver bestäubt. Ich war dennoch einigermaßen erfreut, dass ich nach Stunden irgendetwas zustande bekommen hatte, das nach Cake-Pops aussah und ging endlich ins Bett. 

Die nächste "freudige Überraschung" erwartete mich allerdings am nächsten Morgen: Auf allen Cake-Pops mit Kuchenglasur hatten sich kleine Tröpfchen gebildet... Es sah aus, als hätten die Cake-Pops über Nacht geschwitzt (dabei war ich diejenige, die die viele Arbeit mit ihnen hatte *pah*). 

Lecker waren sie übrigens trotzdem, allerdings mit den Tröpfchen dann nicht mehr zum Verschenken geeignet - wofür ich sie eigentlich gedacht hatte :( 

Jetzt also meine vielen Fragen an Euch: 

  • Was habe ich falsch gemacht?
  • Ist vielleicht gar nicht jeder Kuchen für Cake-Pops geeignet? War mein Zucchinikuchen vielleicht zu weich und feucht dafür?
  • Lag es vielleicht daran, dass ich keine Butter, sondern nur Frischkäse zu den Kuchenkrümeln gegeben habe? Und war es davon abgesehen vielleicht zu viel Frischkäse?
  • Oder waren die Teigkugeln nicht lange genug im Kühlschrank? Oder hätte ich sie besser direkt ins Eisfach gestellt?
  • Geht es denn prinzipiell überhaupt, Cake-Pops in normale Kuvertüre oder Schokolade zu tauchen oder müssen es unbedingt Candy-Melts sein? Oder muss man zur Kuvertüre noch etwas Öl/Butter/Kokosfett o. ä. geben? Wird die Schokolade dann nicht zu weich?
  • Woher kommen die kleine Tröpfchen auf der Kuchenglasur? Wenn ich einen normalen Kuchen damit überziehe, ist mir das noch nie passiert. Bei den drei Cake-Pops mit weißer Kuvertüre sind auch keine Tröpfchen aufgetaucht, da ist alles schön trocken geblieben. 


HILFEEEEEEEEE!!!!!

Vielleicht sollte ich mich beim nächsten Experiment vorher genauer mit der Materie beschäftigen, anstatt einfach drauf los zu backen ;) 



Und nochmal alle Zutaten für den Zucchini-Kuchen auf einen Blick:

4 Eier
250 g Zucker
1 Vanilleschote
200 ml geschmacksneutrales Pflanzenöl
320 g geraspelte Zucchini
90 g Pistazien
1 TL Zimtpulver
240 g Mehl
1 gestr. TL Natron 
2 gestr. TL Backpulver

Mittwoch, 29. August 2012

Gastbeitrag von Karin zum Zweiten: Paprika-Wein-Pfirsich-Suppe mit Basilikum-Grieß-Klößchen


Und hier kommt das zweite Rezept, das Karin zum Blog-Event eingereicht hat: Die Gegensätze flüssig und fest finden sich in ihrer Suppe mit Einlage wieder! Und die Kombination von Paprika und Pfirsich ist sicherlich auch nicht alltäglich - gefällt mir sehr gut :)

Wer noch beim Blog-Event mitmachen möchte, kann noch bis Freitag um Mitternacht sein Rezept einreichen :)

Blog-Event: Ungleiche Duette – Gegensätze ziehen sich an


Hier nun das Rezept von Karin: 


Paprika-Wein-Pfirsich-Suppe mit Basilikum-Grieß-Klößchen
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Gut als Vorspeisen-Suppe für 4 Personen

Suppen-Zutaten
--------------
- 3 rote Paprikaschoten
- 1/2 Pfirsich
- 100 g Sahne
- 1/2 l Weißwein
- 50 ml Wasser
- Basilikum nach Geschmack (ganz oder in Streifen)
- Zucker
- Salz
- Pfeffer

Ofen auf 250°C vorheizen. Die Paprikaschoten auf ein Backblech legen und so lange  rösten, bis die Haut Blasen wirft und dunkel wird. Dabei regelmäßig drehen. Die fertige Paprika in eine Gefriertüte legen, diese verschließen und die Paprika ca. 10 min ruhen lassen.

Den Wein bei großer Hitze im Topf auf die Hälfte einkochen. 

Stiel, Kerne und Haut der Paprika entfernen und dann im Mixer pürieren. Das Paprikapüree zum Wein geben, Sahne und Wasser angießen, kurz aufkochen und dann bei kleiner Flamme ohne Deckel ca. 5 Minuten köchelnlassen. Mit einer Prise Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. 

In Tellern mit ein oder zwei Klößchen anrichten und mit Basilikum garnieren.


Klößchen-Zutaten
----------------
Den Rest der Klößchen kann man gut einfrieren.

- 50 g Butter
- 100 g Grieß
- 1 Ei
- Basilikum nach Geschmack

Das Basilikum waschen und grob hacken. Ei mit Butter ca. 5 min schaumig schlagen. Grieß und Basilikum unterrühren und 25 min. ziehen lassen. Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Mit zwei Teelöffeln Klößchen abstechen und im heißen Wasser ohne zu kochen 20 min ziehen lassen. Herausnehmen und abtropfen lassen.


Auch für dieses tolle Rezept vielen Dank, liebe Karin :)

Gastbeitrag von Karin zum Ersten: Vanille-Himbeer-Millefeuilles


Die liebe Karin - manchen von Euch vielleicht besser als Zuckererbse bekannt - hat mir zwei wundervolle Beiträge zum Blog-Event "Ungleiche Duette - Gegensätze ziehen sich an" geschickt.

Blog-Event: Ungleiche Duette – Gegensätze ziehen sich an


Und da Karin keinen eigenen Blog schreibt, möchte ich die Rezepte hier als Gastbeitrag veröffentlichen. Schließlich sollt Ihr später in der Zusammenfassung nicht nur die Bilder sehen, sondern auch die Möglichkeit haben, die Leckereien nachzumachen :)

Los geht es mit Karins erster Einreichung: Cremig-knusprige Vanille-Himbeer-Millefeuilles: 




Nachdem ich vor kurzem in Frankreich wieder leckere Millefeuilles essen durfte, gibt es hier ein ganz eigene Variante. Und weil ich das einfach zusammengestückelt habe, kann ich leider keine Mengenangaben machen, bei denen alles aufgeht. Im Zweifelsfall muss man die Cremes so essen - oder einfrieren und Eis draus machen.


Vanille-Himbeer-Millefeuilles
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3 Scheiben TK-Blätterteig
Puderzucker
Crème Pâtissière und Chantilly Cream
Himbeer-Creme


Crème Pâtissière und Chantilly Cream nach Steph (www.kuriositaetenladen.com)
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160 ml Milch
2/3 Vanilleschote
20 g Zucker
15 g Maisstärke
2 Eigelb

160 ml Sahne
Mark 2/3 Vanilleschote
16 g Puderzucker

Die Vanilleschote längs aufschneiden und mit dem Messerrücken auskratzen. Das Mark zusammen mit der ausgekratzten Schote, der Milch und dem Zucker in einen Topf geben.

Etwas Milch zurückbehalten und damit jeweils die Maisstärke und die Eigelbe in zwei kleinen Schüsselchen glatt rühren.

Die Milch zum Kochen bringen und unter stetigem Rühren die mit kalter Milch verquirlte Maisstärke einrühren, anschließend die Ei-Milch ebenfalls einrühren. 1-2 Minuten köcheln lassen, dabei immer weiter rühren, damit die Crème nicht ansetzt, dann von der Platte ziehen und komplett auskühlen lassen.

Damit sich keine Haut auf der Crème bildet, entweder mit Puderzucker bestäuben oder Klarsichtfolie direkt auf die Crème-Oberfläche legen.

Sobald die Crème abgekühlt ist, die Sahne mit dem Mark einer Vanilleschote und Puderzucker schön cremig schlagen. Die Crème Pâtissière mit dem Mixer kräftig aufschlagen, so dass sie schön cremig wird und die Chantilly Cream behutsam unter die Crème heben.


Himbeer-Creme
--------------
125 g Himbeeren
125 ml Wasser
Zucker nach Geschmack
Zitronensaft nach Geschmack
2 EL Stärke
40 ml Sahne
1 TL Puderzucker
Mark 2/3 Vanilleschote

Stärke in etwas Wasser auflösen. Himbeeren mit Wasser und Zucker aufkochen, Stärke unterrühren und unter rühren aufkochen. Mit Zitronensaft abschmecken. Abkühlen lassen. Sahne mit Puderzucker und Vanillemark steif schlagen und unter die Himbeer-Creme ziehen.


Blätterteigböden
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Ofen auf 200°C vorheizen. Blätterteigböden leicht antauen lassen, mit Mehl bestäuben und sehr dünn ausrollen. Je nach Größe müssen die Böden der Reihe nach gebacken werden. Ein Backblech mit Mehl bestäuben, einen Boden darauflegen und mehrfach einstechen, Backpapier darüber legen und mit einem zweiten Blech dicht abdecken. 10-20 min (eher 10 min) backen. Dann oberes Blech und Backpapier entfernen. Dünn mit Puderzucker bestäuben und auf die oberste Schiene schieben. Den Zucker hellbraun karamellisieren lassen - dabei ständig in den Backofen schauen, dass geht ganz schnell.


Der Zusammenbau
---------------
Die Böden auf die gewünschte Größe zuschneiden. Da man das Gesamtwerk nur noch schlecht schneiden kann, sollten die Böden die Größe einer Portion haben. Dann einen Boden mit Vanillecreme bestreichen. Den zweiten Boden darauf legen. Diesen mit Himbeer-Creme bestreichen und den dritten Boden darauf legen. Mit Puderzucker bestäuben und mit einer Himbeere garnieren.



Vielen Dank für Deinen leckeren Beitrag, liebe Karin!


Sonntag, 26. August 2012

Abgelichtet - Demeter-Hof "Hofgut Oberfeld" in Darmstadt

Heute gibt es kein Rezept, sondern viiiiieeeeele Fotos :) 


Während sich am letzten Wochenende wahrscheinlich der komplette Rest der Republik ins Schwimmbad oder an den Badesee gelegt hat, waren wir bei brütender Hitze auf dem Hofgut Oberfeld in Darmstadt zelten... Trotzdem hätte ich nicht tauschen wollen und das Schwitzen hat sich gelohnt - wann hat man schon mal die Gelegenheit, auf einem Demeter-Hof zu zelten? 


Auf dem Hofgut Oberfeld in Darmstadt fanden am letzten Wochenende zum vierten Mal die "Historischen Landarbeitstage" statt. Man konnte nicht nur den Hof besichtigen, im Hof-Café einen Cappuccino trinken und Kuchen essen und im Hofladen einkaufen, es gab noch jede Menge mehr zu sehen: Oldtimer-Traktoren, historische Maschinen und Geräte, alte Handwerke wurden vorgestellt, einige Landmaschinen auf dem Feld in Aktion vorgeführt, es gab frisch gebackenes Brot aus dem Holzbackofen und für die Kinder Ponyreiten und Toben im Stroh! 


Das ganze in der traumhaften Kulisse des Hofguts - die ersten Gebäude des Hofes wurden bereits 1892 gebaut, weitere folgten im Jahr 1902. Die Gebäude stehen zum Teil unter Denkmalschutz. 


Dass der Hof überhaupt noch bewirtschaftet wird, ist der Initiative Oberfeld zu verdanken. Die Initiativ hat den Hof - auf dem zu diesem Zeitpunkt lediglich noch zwei Männer arbeiteten - zum Bio- und Lernbauernhof umstrukturiert. Seit 2006 wird dort nun ökologische Landwirtschaft betrieben. 


Derzeit wird am Hof auch kräftig angebaut. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite entstehen weitere Gebäude, in denen später u. a. die Kühe und eine Käserei untergebracht werden sollen. 



Hier zwei Bilder vom Hof-Café, das in der alten Schmiede untergebracht ist. 



Auf dem Hof wird frisches Brot im Holzbackofen gebacken - aus eigenem Getreide :)




Wie oben schon erwähnt, gab es nicht nur den Hof an sich zu besichtigen, sondern auch alte Traktoren, Gerätschaften, Maschinen und Handwerke. 

Man konnte z. B. seine Wäsche wie anno dazumal waschen - entweder per Hand mit Waschbrett und Wäschestampfer, in einer per Handkurbel zu drehenden Waschtrommel oder einer - man sieht sie hier im Hintergrund mit dem offenen Deckel - mit Motor betriebenen Waschmaschine aus den 20er Jahren  - und danach geht die Wäsche natürlich noch durch die Mangel :)


Die passende Wäsche gab es natürlich auch zu sehen ;)


Der Schmied hatte bei ohnehin schon über 30 °C wohl den schlechtesten Job an diesem Wochenende ;) Den Besuchern hat es natürlich trotzdem gefallen, dass sie ihm über die Schulter schauen durften. 


Ich fand diese Messer - aus alten Ketten geschmiedet - ziemlich genial, wobei ich nicht sicher bin, ob sie jetzt unbedingt für die Küche geeignet sind ;)


Außerdem vor Ort waren ein Holzschuhmacher...


... und zwei Schreiner. 


Es gab noch mehr Aussteller (z. B. einen Hufschmied), aber ich möchte nicht völlig den Rahmen sprengen ;)


Unsere Kleine wurde übrigens schwer beneidet an diesem Wochenende: Während alle vor sich hin schwitzten, saß sie mit Badeanzug in einer alten Zinkwanne und hat geplanscht ;) Zumindest, wenn sie nicht gerade im Stroh herumgetobt ist...



Donnerstag, 23. August 2012

Pasta mit Kürbis-Zimt-Sauce, oder: Kürbiskopf mit Spaghetti-Frisur :)


Eigentlich müsste es bei diesem Wetter nur Sommerküche geben, aber in (zumindest kulinarischer) Vorfreude auf den Herbst gab es hier neulich Pasta mit Kürbis-Zimt-Sauce, als ich endlich den ersten deutschen Hokkaido erstehen konnte :) Meine Tochter hat sich darüber besonders gefreut: Kamen die Spaghetti doch als lustige Zöpfe einer kleinen Kürbis-Dame daher :) Aber ich möchte die Mamas und Papas unter Euch vorwarnen: Noch viel lieber als Spaghetti essen wollte meine Kleine den Kürbis-Kopf umfrisieren und ihm die Haare neu richten ;)


Das Saucen-Rezept reicht eigentlich für ca. 750 bis 1.000 g Pasta. Soviel brauchen wir natürlich nicht an einem Tag ;) Da ich den Hokkaido aber komplett verwenden wollte, habe ich mehr Sauce gemacht und wir haben am nächsten Tag nochmal davon gegessen. 

Die Spaghettimenge, die in den ausgehöhlten Hokkaido passt ist eigentlich zuviel für ein Kleinkind, man sollte also nicht einen Kürbiskopf pro Kind rechnen ;) Wenn man mehrere Kinder verpflegen möchte, könnte man allerdings auch einen größeren Kürbis nehmen und eben einen großen Kürbiskopf für alle machen. 

Natürlich kann man den Kürbiskopf auch komplett weglassen und nur Pasta mit Kürbis-Zimt-Sauce servieren ;) 

Das Originalrezept stammt aus diesem Pasta-Kochbuch*, ich habe es allerdings - wie soll es anders sein ;) - nach meinen Vorstellungen abgeändert.   


Wer die Pasta im Kürbiskopf anrichten möchte, sollte den Kopf schon vorher vorbereiten: Dazu von einem Hokkaido (oder einem anderen geeigneten Speisekürbis) einen Deckel abschneiden und den Kürbis gründlich aushöhlen, so dass alle Kerne und Fasern entfernt sind. Mit einem spitzen Messer ein Gesicht in den Kürbis schnitzen. Damit dem Kürbis die Spaghetti später nicht aus der Nase herauskommen, habe ich das Gesicht nicht wie bei einem Halloween-Kürbis komplett herausgeschnitten, sondern nur die Schale und ca. 1 mm des Fruchtfleischs herausgeschnitzt. 

Nun aber an die leckere Sauce: 

Einen Hokkaido (950 g) entkernen, schälen und in Stücke schneiden. Übrig bleiben sollten etwa 650 g Kürbisfleisch. Dieses in Wasser weich kochen, abschütten und pürieren. Erst einmal Beiseite stellen. 

3 Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, eine Knoblauchzehe schälen und fein reiben, 125 g Mozzarella (Abtropfgewicht) in sehr kleine Würfel schneiden. 

25 g Butter in einem Topf schmelzen. Die Frühlingszwiebeln darin andünsten. Den Knoblauch zusammen mit 1 gestrichenen TL Zimtpulver zugeben. Etwa eine Minute unter Rühren weiterdünsten. Mit 300 ml Sahne ablöschen. 1 EL Honig und das Kürbispüree unterrühren. Die Sauce nun mit einem kräftigen Schluck Apfelsaft verdünnen. 

Leider habe ich nicht abgemessen, wieviel Apfelsaft ich zugegeben habe, aber das ist ohnehin etwas abhängig davon, wie die Sauce verwendet werden soll: Wenn man - wie ich - einem Kürbiskopf damit Haare verpassen will, sollte die Sauce etwas dicker bleiben, damit sie später nicht von den Zöpfen tropft. Wer einfach die Pasta mit der Sauce anrichten will, kann sie natürlich etwas dünnflüssiger machen. Wem die Sauce mit mehr Apfelsaft zu süß wird, der kann natürlich auch Gemüsebrühe angießen. 

Die Sauce nun mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Sauce vom Herd nehmen und den Mozzarella unterrühren. 

Währenddessen die Spaghetti nach Packungsanleitung kochen, abschütten, zurück in den Topf geben und mit der Sauce vermengen. 


Die Spaghetti nun erst einmal ganz normal in den ausgehöhlten Kürbis füllen. Dann habe ich jeweils gabelweise Spaghetti auf einem Teller der Länge nach ausgelegt (einfach mit einer Gabel aus dem Topf ziehen, so dass die Spaghetti von beiden Seiten gerade von der Gabel herunterhängen). In der Mitte habe ich mit jeweils einem Schnittlauchhalm die Spaghetti zu Zöpfen gebunden und die Zöpfe dann mit Hilfe zweier Gabeln auf den Kürbiskopf gelegt. Die Zöpfe habe ich dann mit einer Schere (natürlich vorher und hinterher gründlich reinigen!) auf die passende Länge gebracht. Für die Pony-Haare habe ich ebenfalls kleine Stücke aus den Spaghetti geschnitten und sie auf den Kürbis-Kopf gelegt. Zuletzt wird der Deckel wieder aufgesetzt. 




Und wie immer alle Zutaten auf einen Blick:

Für die Sauce (reicht insgesamt für ca. 750 bis 1.000 g Pasta):
1 Hokkaido (ungeschält und mit Kernen ca. 950 g)
25 g Butter
3 Frühlingszwiebeln 
1 Knoblauchzehe
1 gestr. TL Zimtpulver
300 ml Sahne
1 EL Honig
Apfelsaft (Menge nach Bedarf)
Salz
Pfeffer
125 g Mozzarella (Abtropfgewicht)

Für den Kürbis-Kopf:
1 Hokkaido (oder ein anderer geeigneter Speisekürbis)
2 Schnittlauchhalme


Sonntag, 19. August 2012

Gestrudelter Nusskuchen


Endlich kann ich wieder Gugelhupfe (ja, das ist der korrekte Plural, ich habe extra im Duden nachgeschlagen *g*) backen! Das muss natürlich gleich ausgenutzt werden und so habe ich mich an diesen Nusskuchen gemacht. Die Nüsse kommen hier allerdings nicht in den Teig, sondern die Nussmasse wird mit dem Teig - ähnlich wie bei einem Marmorkuchen - mit einer Gabel verstrudelt. 


Für die Nussmischung 175 g gemahlene Nüsse (die Sorte kann man ganz nach Geschmack wählen, ich hatte noch Erdnüsse da und habe deshalb diese genommen und selbst fein gemahlen) in einer Schüssel mit 10 EL Milch und 100 g Schoko-Nuss-Aufstrich glattrühren. Erst einmal Beiseite stellen. 


Für den Rührteig 250 g weiche Butter mit 250 g Zucker und 2 TL Vanillezucker (mit echter Vanille) sehr schaumig schlagen. 4 Eier (Zimmertemperatur) einzeln unterrühren. 4 EL Milch (ebenfalls Zimmertemperatur) unterrühren. In einer Schüssel 300 g Mehl mit 75 g Maisstärke und 2 gestr. TL Backpulver mischen. In drei Teilen unter den Teig rühren. 



Die Hälfte des Rührteiges in eine Gugelhupfform füllen. Die Hälfte der Nussmasse darauf verteilen. Nun erst den Rest des Rührteiges, dann die restliche Nussmasse daraufgeben. Den Teig mit einer Gabel - wie bei einem Marmorkuchen - spiralförmig strudeln. 

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 170 °C für ca. 70 Minuten backen. Damit der Kuchen nicht zu dunkel wird, habe ich ihn die letzten 15 Minuten mit Alufolie abgedeckt. 

Die Backtemperatur und -zeit bezieht sich auf die von mir verwendete Silikonform. Bei einer Gugelhupfform aus Metall sollte man die Temperatur um 10 °C erhöhen und den Kuchen ca. 10 bis 15 Minuten früher aus dem Ofen holen (Stäbchenprobe machen!)

Wer in einer Silikonform backt, sollte den Kuchen vor dem Stürzen komplett auskühlen lassen. 



Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:

Für die Nussmasse: 
175 g gemahlene Nüsse (z. B. Erdnüsse)
10 EL Milch
100 g Schoko-Nuss-Aufstrich

Für den Rührteig: 
250 g weiche Butter
250 g Zucker
2 TL Vanillezucker mit echter Vanille
4 Eier
4 EL Milch
300 g Mehl
75 g Maisstärke
2 gestrichene TL Backpulver

Donnerstag, 16. August 2012

Brombeer-Oreo-Parfait als Gastbeitrag bei Miss Blueberry Muffin


Die liebe Katharina von Miss Blueberrymuffin´s kitchen hat mich eingeladen, auf ihrem Blog einen Gastbeitrag zu veröffentlichen  - wie spannend, ich habe noch nie für irgendwo einen Gastbeitrag geschrieben :) Dass "mein erstes Mal" dann gleich auf einem Blog passiert, den ich ohnehin so gerne mag, hat mich riesig gefreut - und erst die lieben Worte, die Katharina zur Einleitung geschrieben hat *hüpf* Vielen, vielen Dank dafür, liebe Katharina :)

Natürlich sollte es für den Gastbeitrag etwas Süßes sein ;) Also ran an die Rührlöffel! Es gab Brombeer-Oreo-Parfait - lecker!

Das Rezept dazu findet Ihr bei Katharina: 




Sonntag, 12. August 2012

Espresso-Marsala-Cupcakes


Ich habe es ja schon mehrfach hier im Blog erwähnt: Ich trinke zwar keinen Kaffee oder irgendwelche Kaffeegetränke, aber in Süßkram liebe ich Kaffeegeschmack! Leider kann ich - meine Kleine protestiert sonst ;) - nicht sonderlich oft etwas mit Kaffee backen. Diese Cupcakes hatte ich für die Geburtstagsfeier von meinem Mann und mir (die nun schon wieder etliche Wochen zurückliegt) gebacken - und da noch genug anderweitige und kinderfreundliche Kuchenauswahl vorhanden war, konnte ich endlich mal wieder Cupcakes mit Kaffee machen :)

Das Frosting-Rezept ist von Maja abgekupfert. Unten drunter sind allerdings meine Lieblings-Vanille-Cupcakes. Nicht, dass ich Majas Cupcakes nicht hätte backen wollen, ich wollte es mir nur etwas leichter machen und da ich ebenfalls für unsere Geburtstagsfeier die Erdbeer-Vanille-Cupcakes gebacken hatte, habe ich für diese Espresso-Cupcakes einfach den gleichen Teig genommen. Seitdem ist ja nun schon einige Zeit vergangen, aber diese Cupcakes sind - völlig zu Unrecht und durch andere Rezepte mit saisonalen Zutaten - immer wieder in der Warteschleife nach hinten gerutscht. Nun wird´s aber endlich Zeit ;)


Das Rezept hat bei mir 18 Cupcakes ergeben. Allerdings waren die Papierförmchen recht groß, bei Förmchen in normaler Größe bekommt man wahrscheinlich mindestens 20 Cupcakes heraus. 

Für die Vanille-Cupcakes 120 g weiche Butter mit 250 g Zucker gründlich verrühren. 3 Eier einzeln unterrühren. 2 Vanilleschoten auskratzen und das Mark ebenfalls untermengen. 360 g Mehl mit 1 1/2 Päckchen Backpulver vermischen und abwechselnd mit 300 ml Milch unterrühren. Dabei mit Mehl beginnen und auch mit Mehl wieder aufhören. Bitte darauf achten, dass alle Zutaten die gleiche Temperatur haben - die Butter, die Eier und die Milch also schon rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. 

Den Teig bis zur Höhe von 2/3 bis 3/4 in Papierförmchen (am Besten in ein Muffinbackblech gestellt) füllen und nacheinander im vorgeheizten Backofen bei 180 °C für ca. 25 Minuten backen. Herausnehmen und vollständig abkühlen lassen. 


Die Cupcakes werden dann - wie auch Maja es in ihrem Rezept macht - getränkt. Dafür 6 EL abgekühlten Espresso mit 3 EL Marsala vermischen. Nun kann man entweder die Espresso-Marsala-Mischung in einer Plastikspritze aufziehen und in die Cupcakes spritzen (Fotos davon könnt Ihr auch bei Maja sehen). Da ich allerdings keine Spritze zu Hause hatte, habe ich eine kleine Lochtülle genommen, sie wie eine Art Trichter an mehreren Stellen in die Cupcakes gesteckt und die Espresso-Marsala-Mischung mit einem Teelöffel in das hintere Ende der Tülle gefüllt. Natürlich kann man die Espresso-Marsala-Mischung auch einfach mit einem Löffel auf die Cupcakes träufeln, aber es ist einfach schöner, wenn die Cupcakes von innen getränkt sind. 

Für das Frosting 375 g Mascarpone mit 100 g Puderzucker, 3 EL abgekühltem Espresso und 3 EL Marsala cremig rühren. 200 g Sahne mit einem Päckchen Sahnefest steif schlagen und unterheben. 

Das Frosting in einen Spritzbeutel füllen und auf die Cupcakes aufspritzen. Vor dem Servieren die Cupcakes mit Kakao bestäuben. Ich habe außerdem auf jeden Cupcake eine Kaffeebohne gesetzt. 

Und so sehen die Cupcakes dann von Innen aus :)


Und wie immer alle Zutaten auf einen Blick:

Für die Cupcakes:
120 g weiche Butter
250 g Zucker
3 Eier
2 Vanilleschoten
360 g Mehl
1 1/2 Päckchen Backpulver
300 ml Milch

Zum Tränken:
6 EL abgekühlter Espresso
3 EL Marsala

Für das Frosting:
375 g Mascarpone
100 g Puderzucker
3 EL Espresso
3 EL Marsala
200 g Sahne
1 Päckchen Sahnefest

Für die Deko:
Kakaopulver
Kaffeebohnen 

Donnerstag, 9. August 2012

Tilapia-Filet mit Heidelbeer-Erdbeer-Limetten-Salsa


Heute kommt der Sommer auf den Teller :)

Für ein Rezept mit Erdbeeren bin ich ja eigentlich schon fast zu spät. Aber ich habe letztes Wochenende  noch deutsche Erdbeeren kaufen können und auch in unserem Garten wächst noch die ein oder andere Erdbeere, wenn auch nicht in ausreichender Menge, um daraus etwas anständiges kochen zu können ;) 


Eigentlich bin ich ja nicht der allergrößte Fisch-Fan. Ab und an esse ich Fisch ganz gerne, aber ich brauche es jetzt nicht jeden Tag ;) Die Kombination mit der leckeren Salsa war allerdings der Knüller - sooo lecker! Dass die Salsa nach Sommer schmeckt, erkennt man sofort anhand der Zutaten: Heidelbeeren, Erdbeeren und Limetten. Das Rezept habe ich bei how sweet it is entdeckt. Die Salsa habe ich leicht abgewandelt. Zum einen habe ich leider keinen frischen Koriander bekommen und ihn deshalb durch Minze und Zitronenthymian ersetzt, zum anderen habe ich die Mengenverhältnisse etwas abgeändert. Nur beim Limettensaft habe ich gedankenlos die komplette Menge des Originalrezepts hinein gegeben. Meine Limetten scheinen aber wohl die doppelte Saftmenge in sich gehabt zu haben, da meine Salsa doch sehr flüssig war ;) 


Das Rezept ergibt vier Portionen.

3 Bio-Limetten waschen, abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. 4 Tilapia-Filets waschen, trocken tupfen, mit Salz und Pfeffer würzen und in eine flache Schale legen. 2 EL Olivenöl, 2 EL Honig, 2 EL des Limettensafts, 1/4 der abgeriebenen Limettenschale und 2 gehackte Knoblauchzehen verrühren und über den Fisch gießen. Den Fisch ca. eine Stunde im Kühlschrank in der Marinade ziehen lassen. Nach 30 Minuten habe ich die Filets gewendet. 


Währenddessen die Salsa zubereiten: Dafür 150 g Heidelbeeren und 125 g Erdbeeren waschen und trocknen. Die Erdbeeren in Stücke schneiden. 1/2 rote Zwiebel würfeln. 7 Blatt Minze hacken und von 6 Zweigen Zitronenthymian die Blätter von den Stielen Zupfen. Heidelbeeren, Erdbeeren, Zwiebel, die Hälfte der Limettenschale, etwas Limettensaft und die Kräuter in eine Schüssel geben. Mit dem Stabmixer kurz mixen, allerdings nur sehr grob, so dass die Salsa noch stückig bleibt. 

Wie oben schon erwähnt, hatte ich den kompletten noch übrigen Limettensaft zur Salsa gegeben mit dem Ergebnis, dass sie nach dem pürieren doch sehr flüssig war. Ich empfehle Euch daher, erst einmal nur einen Spritzer Limettensaft hinzuzugeben und nach dem pürieren nach Bedarf und Geschmack noch nachzugießen.

Im Originalrezept werden die Zutaten übrigens nicht mit dem Pürierstab, sondern im Mixer grob zerkleinert. Da ich aber nur einen Mini-Mixer habe und da bei weitem nicht alle Zutaten hinein gepasst hätten, habe ich den Stabmixer genommen. Wer die Salsa im Mixer zubereiten will, sollte auch hier darauf achten, dass die Impuls-Taste nur wenige Male kurz gedrückt wird, damit die Salsa noch schön stückig bleibt.

Nun aber weiter im Rezept: Je nach Geschmack 1/2 bis 1 Avocado aufschneiden, den Kern entfernen und das Fleisch mit einem Löffel herauslösen. Mit einer Gabel zerdrücken und unter die Salsa rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 


Für die Panade der Tilapia-Filets 3 EL Mehl, das restliche Viertel der Limettenschale, Salz und Pfeffer vermischen. Die Filets aus der Marinade nehmen, gründlich in der Panade wenden und in einer großen Pfanne in heißem Olivenöl braten - von jeder Seite etwa drei bis vier Minuten. Den Fisch aus der Pfanne nehmen und kurz auf Küchenkrepp abtropfen lassen, dann zusammen mit der Salsa servieren. 

Bei uns gab es dazu Reis.




Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:

3 Bio-Limetten
4 Tilapia-Filets
2 EL Olivenöl (+ Olivenöl zum Braten)
2 EL Honig
2 Knoblauchzehen
3 EL Mehl
150 g Heidelbeeren
125 g Erdbeeren
1/2 rote Zwiebel
7 Blatt Minze
6 Zweige Zitronenthymian
1/2 - 1 Avocado
Salz
Pfeffer
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