Sonntag, 30. Dezember 2012

Jahresrückblick 2012

Das Jahr geht nun langsam aber sicher zu Ende und ich möchte auch dieses Jahr wieder die Beiträge meines kleinen Food-Blogs Revue passieren lassen. Mit 126 Beiträgen habe ich 2012 zwar 15 Beiträge weniger verfasst als im Jahr davor, aber das ein oder andere Highlight war für mich dennoch dabei :)

Natürlich möchte ich diesen Beitrag aber vor allem nutzen, um Euch ein riesengroßes DANKEEEEEE zu sagen! Für Eure vielen, vielen lieben Kommentare und Emails, Eure Tipps und Anregungen, Euer Feedback zu nachgebackenen/-gekochten Rezepten, Eure tröstenden Worte, wenn mal ein Rezept nicht ganz so nach Plan lief und einfach dafür, dass Ihr hier vorbeischaut :) Was wäre mein Blog nur ohne Euch? Ich wünsche Euch jetzt schon ein wundervolles neues Jahr - ich hoffe, wir lesen uns auch nächstes Jahr wieder :)

Und nun meine persönlichen Highlights des Jahres 2012. Wie auch schon im letzten Jahr, habe ich unterschieden zwischen Optik und Geschmack - obwohl das eine das andere natürlich nicht ausschließt ;)

Ladies and Gentlemen, I proudly present..

Meine (zugegebenermaßen sehr cupcakelastige)
Top 10 in der Kategorie Optik 
(in beliebiger Reihenfolge - ein Klick aufs Bild bringt Euch zum Rezept)

Schokoladen-Eulen-Cupcakes
Schokoladen-Eulen-Cupcakes

Cupcakes³
Cupcakes³

Schachbrett-Torte
Schachbrett-Torte

Möhrchen-Cupcakes mit Frischkäse-Orangen-Frosting
Möhrchen-Cupcakes mit Frischkäse-Orangen-Frosting

Pasta mit Kürbis-Zimt-Sauce
Pasta mit Kürbis-Zimt-Sauce

Baby-Cupcakes
Baby-Cupcakes

Süßkartoffel-Schoko-Cupcakes mit Schoko-Frischkäse-Frosting
Süßkartoffel-Schoko-Cupcakes mit Schoko-Frischkäse-Frosting

Apfel-Rosen-Tartelettes
Apfel-Rosen-Tartelettes aus der Muffinform

Käfer-Cupcakes
Käfer-Cupcakes

Lila Gnocchi mit Kräuter-Parmesan-Sauce
Lila Gnocchi mit Kräuter-Parmesan-Sauce



Und nun meine 
Top 10 in der Kategorie Geschmack
(auch hier bringt Euch wieder ein Klick aufs Bild zum jeweiligen Rezept)

Süßkartoffel-Gnocchi mit Mango-Kokos-Sauce
Süßkartoffel-Gnocchi mit Mango-Kokos-Sauce

Mohn-Tartelettes mit Streuseln
Mohn-Tartelettes mit Streuseln

Himbeer-Brombeer-Tomaten-Ketchup
Himbeer-Brombeer-Tomaten-Ketchup

Pizza mit Kräuterquark, roten Zwiebeln, Trauben und Speck
Pizza mit Kräuterquark, roten Zwiebeln, Trauben und Speck

Espresso-Marsala-Cupcakes
Espresso-Marsala-Cupcakes

Pikante Apfelsuppe mit Speck und Majoran
Pikante Apfelsuppe mit Speck und Majoran

Tilapia-Filet mit Heidelbeer-Erdbeer-Limetten-Salsa
Tilapia-Filet mit Heidelbeer-Erdbeer-Limetten-Salsa

Schoko-Kaffee-Kuchen
Schoko-Kaffee-Kuchen

Nudelsalat mit Himbeeren und Minze
Nudelsalat mit Himbeeren und Minze

Pastinaken-Gnocchi mit Apfel-Lauch-Sauce
Pastinaken-Gnocchi mit Apfel-Lauch-Sauce



Und was war Euer kulinarisches Highlight 2012? Bei welchem Rezept - muss natürlich nicht von meinem Blog stammen, ich freue mich ja immer auch über neue Ideen :) - läuft Euch beim bloßen Gedanken daran immer noch das Wasser im Mund zusammen? Und was war so lecker, dass es auch 2013 wieder auf Eurem Teller landen wird?


So, und nun schließe ich hier ab für dieses Jahr und wünsche Euch nochmal einen guten Start ins neue Jahr :)

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Apfel-Rosen-Tartelettes aus der Muffinform


Mit dem letzten Rezept in diesem Jahr lasse ich es nochmal krachen ;) Es gibt kleine Apfel-Tartelettes -  gebacken in der Muffinform - mit einer Rose aus Apfelscheiben. Ich liebe diese Tartelettes! Davon abgesehen, dass sie sehr lecker sind, sehen sie einfach wunderschön aus *schmacht* Es ist zwar einiges an Arbeit, aber für besondere Anlässe - vielleicht den Hochzeits- oder Valentinstag - lohnt es sich schon, sich daran zu versuchen. Das Rezept habe ich hier entdeckt und war gleich angetan von der Art, wie die Rosen hergestellt werden. Und das will ich Euch natürlich nicht vorenthalten: 


Das Rezept - das ich in den Mengenangaben etwas abgeändert habe - ergibt 24 Tartelettes. Eigentlich sollten es nur zwölf werden, aber ich hatte meine Apfelscheiben offensichtlich wesentlich dünner geschnitten, so dass ich nochmal Teig und Füllung nachgemacht habe, um alle Scheiben unterzubringen ;) Für 12 Stück kann man die Mengenangaben also natürlich auch halbieren. 


Für den Knetteig werden 500 g Mehl mit 150 g Zucker und dem Abrieb von einer Bio-Zitrone in einer Schüssel vermischt. 250 g kalte Butter in Stückchen dazugeben und mit den Fingerspitzen in die Mehlmischung einarbeiten, so dass viele, viele kleine Krümel entstehen ;)


2 Eier verquirlen und nach und nach in kleinen Portionen (je ca. 1 EL) mit den Knethaken des Handrührgeräts in die Krümel einrühren. Immer weiter rühren, bis sich der Teig zu einer Masse verbindet. 


Den Teig teilen und jeweils zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Das ist aber kein Problem, da man die Füllung und die Äpfel sowieso nicht in 30 Minuten schafft ;)

Nun die Äpfel für die Rosen vorbereiten:

Dafür benötigt man 12 Äpfel. Ich habe Gala genommen, aber grundsätzlich gilt: Je intensiver rot sie sind, umso besser. Die Äpfel waschen, halbieren, mit einem Kugelausstecher das Kerngehäuse entfernen und mit einem Messer den Stiel und den Strunk herausschneiden 


Die Apfelhälften in dünne Scheiben schneiden. Je Apfelhälfte sollte man 12 Scheiben heraus bekommen. Die Scheiben sofort in eine Schüssel mit Zitronenwasser legen, damit sie nicht braun werden. 


In einem Topf 1 Liter Apfelsaft mit 500 g Zucker aufkochen. Die Apfelscheiben aus dem Zitronenwasser nehmen und nach und nach jeweils wenige Minuten im Apfelsaft köcheln lassen. Die Scheiben sollen so weich werden, dass sie sich biegen lassen, aber natürlich nicht zu weich, damit sie nicht zerfallen. Wenn die richtige Konsistenz erreicht ist, die Scheiben mit einer Schaumkelle herausnehmen und in ein Sieb geben. Abtropfen und vollständig auskühlen lassen. 

Wenn alle Äpfel durch sind, den Apfelsaft weiterhin köcheln lassen, bis er auf ca. 1/4 der ursprünglichen Menge einreduziert ist. Dann Beiseite stellen und abkühlen lassen. 

Mit den Apfelscheiben nun auf einem Backpapier von links beginnend überlappend Reihen zu je 12 Scheiben auslegen und mit Frischhaltefolie abdecken. 


Für die Füllung 150 g Zucker mit 2 Eiern (Größe L), 4 Eigelb (Größe L), dem Abrieb von 1/2 Bio-Zitrone und 1 EL Zitronensaft verrühren. 250 g Mascarpone unterrühren (bitte nicht zu lange rühren, da die Mascarpone sonst gerinnt). 

3 große Äpfel (ca. 770 g) fein reiben, ausdrücken und unter die Mascarponemasse heben. 4 gehäufte EL Maisstärke unterrühren. 

Nun sind alle Bestandteile vorbereitet und man kann die Tartelettes "zusammen bauen": 

Ein Muffinbackblech komplett mit Butter einfetten. In jede Vertiefung einen dünnen Streifen Backpapier legen, der an beiden Enden etwas aus der Vertiefung herausschaut. Diesen streifen könnt Ihr später als "Hebe-Hilfe" verwenden, um die Tartelettes aus den Vertiefungen zu holen. 

Den Teig portionsweise auf gut bemehlter Arbeitsfläche unter einem Stück Frischhaltefolie ca. 3 mm dünn ausrollen. Mit einer Tasse, die im Durchmesser etwas größer ist als die Vertiefungen der Muffinform, Kreise ausstechen und die Vertiefungen des Muffinbackblechs damit auskleiden. Mit einer Kuchengabel den Boden der Tartelettes ein paar Mal einstechen. 

In jede Vertiefung nun 1 großzügigen Löffel der Füllung geben.

Nun kommen die Apfel-Rosen darauf:

Dafür die Apfel-Reihen von links her aufrollen, dabei gut festhalten und vorsichtig mit der Schale nach oben auf die Tartelettes setzen. Die Scheiben können dann noch etwas in die Creme gedrückt und in Form gebracht werden. 


Die Tartelettes im vorgeheizten Ofen bei 200 °C Ober-/Unterhitze erst ca. 12 Minuten backen, dann das Muffinbackblech einmal herumdrehen und nochmals 12 Minuten backen. 

Die Tartelettes aus dem Ofen nehmen, ca. 5 bis 10 Minuten abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und vollständig erkalten lassen. 


Während die erste Fuhre der Tartelettes im Ofen ist, kann - sofern man zwei Muffinbackbleche hat - schon das zweite Blech vorbereitet werden. Ansonsten muss man eben abwarten, bis das Blech wieder frei ist ;) 


Nach dem Erkalten die "Rosenblätter" mit einem Pinsel mit dem Apfelsirup (also der einreduzierte Apfelsaft) bestreichen, so dass sie schön glänzen. 




Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:

Für den Knetteig: 
500 g Mehl
150 g Zucker
1 Bio-Zitrone
250 g kalte Butter
2 Eier



Für die Apfel-Rosen:
12 rote Äpfel
1 Liter Apfelsaft
500 g Zucker


Für die Füllung:
150 g Zucker
2 Eier (Größe L)
4 Eigelb (Größe L)
1/2 Bio-Zitrone
250 g Mascarpone
3 große Äpfel (ca. 770 g)
4 geh. EL Maisstärke




Dienstag, 25. Dezember 2012

Bruchschokolade mit Kaffee und Zimt


Heute kann ich Euch ja verraten, was ich unter anderem aus meiner Küche zu Weihnachten zu verschenken habe: 

Mit Kaffee und Zimt aromatisierte Bruchschokolade :)


Damit die Schokolade auch optisch weihnachtlich aussieht, habe ich kleine Bäumchen aus Schokolade aufgelegt. 

Dafür hatte ich im Vorfeld ca. 150 g weiße Schokolade geschmolzen (wie es funktioniert, ohne dass ein grauer Schleier entsteht, habe ich zuletzt hier beschrieben), grün eingefärbt, und mit sehr kleiner Lochtülle zu Bäumchen auf Klarsichtfolie gespritzt. Das funktioniert ganz einfach, indem man ein immer breiter werdendes Zick-Zack-Muster spritzt und unten mit einem "Stamm" abschließt. Die noch feuchte Schokolade habe ich mit essbarem grünem Glitzerpulver bestreut. Beim Einfärben von Schokolade bitte darauf achten, geeignete Lebensmittelfarbe zu verwenden. Normale flüssige Farbe oder herkömmliche Farbpasten sind dafür nicht geeignet, man benötigt spezielle Farben für Schokolade. 

Die Bäumchen habe ich dann eine Nacht komplett aushärten lassen, bevor ich die eigentliche Bruchschokolade gemacht habe. 


Ich habe gleich eine größere Menge Bruchschokolade gemacht, da ich sie insgesamt an drei Personen verschenkt habe. Man kann die Mengen natürlich auch reduzieren. 

Ich habe 700 g dunkle Milchschokolade verwendet. Die Schokolade fein reiben, schmelzen und impfen (auch hier wieder der Link zur genauen Erklärung, damit kein grauer Schleier auf der Schokolade entsteht: Klick). Ich habe die Schokolade mit 3 gehäuften TL gemahlenem Zimt und löslichem Espressopulver für 2 1/2 Tassen aromatisiert. Aber die Mengen sind natürlich Geschmacksache - einfach nach eigenem Gusto abschmecken :) 

Die Schokolade dann mit Hilfe eines großen Spatels auf ein Backpapier streichen und sofort die Bäumchen in die noch flüssige Schokolade drücken. Dabei muss man bei so großen Mengen Schokolade wirklich flott sein, da die Schokolade sonst bereits fest wird und die Bäumchen nicht mehr so gut halten. 

Die Schokolade nun komplett aushärten lassen (ggf. über Nacht), in Stücke brechen und hübsch verpacken :)

Wer genau aufgepasst hat, kann auf den Bildern übrigens sehen, dass das mit dem Schokolade impfen bei mir auch nicht immer einwandfrei funktioniert ;) Hier hatte ich leider etwas zu viel gemahlene Schokolade zur flüssigen Schokolade gegeben, so dass es nicht mehr komplett geschmolzen ist und kleine Schoko-Klümpchen entstanden sind. Da das allerdings nur eine optische, keine geschmackliche Beeinträchtigung ist und ich finde, dass Hausgemachtes durchaus auch kleine Schönheitsfehler haben darf, habe ich die Schokolade aber trotzdem gerne so verschenkt :) 



Und was hat Euch das Christkind gebracht?

Sonntag, 23. Dezember 2012

Topinambur-Gnocchi mit Apfel-Malzbiersauce


Mein heutiger Blogeintrag hat im Moment Seltenheitswert, denn es gibt *trommelwirbel* tatatadaaaaaa

Ein Hauptgericht :)

Das muss ja zwischen den ganzen süßen Geburtstags- und Weihnachtsleckereien der letzten zwei Monate auch mal wieder sein. 

Einen Schönheitspreis wird dieses Gericht zwar nicht gewinnen - wie Ihr seht ;) - und das fehlende Tageslicht ist auch nicht gerade hilfreich beim fotografieren, schmecken tut es aber sehr lecker! 


Die Topinambur-Gnocchi sind mir vielleicht einen Ticken zu fest geraten, daher würde ich beim nächsten Mal vielleicht ein klein wenig die Grießmenge reduzieren. 

Das Rezept reicht für ca. fünf Personen. 

Für die Gnocchi 1,4 kg Topinambur schälen, in einen Topf mit Wasser geben, aufkochen und weich garen, abschütten, etwas abtropfen lassen und in eine große Schüssel geben. Die Topinambur fein pürieren und etwas abkühlen lassen. 

Nun 1 Ei, 400 g Mehl und 100 g Hartweizengrieß (oder ggf. etwas weniger) hinzugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles mit einem Löffel oder einer Gabel zu einem glatten Teig verarbeiten. 

Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche portionsweise zu Rollen von ca. 1 1/2 cm Durchmesser formen. Dabei gilt: So wenig Mehl wie möglich, soviel wie nötig verwenden ;) Die Rolle mit einem Messer in Stücke á ca. 2 cm schneiden. Die Gnocchi können nun einfach in dieser Form belassen werden, man kann mit einer Gabel Rillen hineindrücken oder sie nochmal etwas rund drücken und dann über ein Gnocchibrett rollen. Die Gnocchi auf einem mit Mehl bestäubten Backblech, Brett o. ä. zwischenlagern. 


Für die Sauce 2 rote Zwiebeln schälen und würfeln, 3 Äpfel (insgesamt ca. 400 g) schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in Würfel schneiden. Ein Stück Knollensellerie (ca. 100 g) schälen und ebenfalls würfeln. 

Die Zwiebel in einem Topf in etwas heißem Öl glasig dünsten. Äpfel und Sellerie hinzugeben und andünsten. Mit 400 ml Malzbier und 250 ml Gemüsebrühe ablöschen. 1 Zimtstange, 1 Sternanis und 1 Lorbeerblatt hinzugeben und die Sauce 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. 

Währenddessen einen großen Topf Salzwasser für die Gnocchi aufkochen. 

Zimtstange, Sternanis und Lorbeerblatt aus dem Topf entfernen und die Sauce fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und warmhalten. 

Die Gnocchi ins Salzwasser geben und garen. Das dauert nur wenige Minuten. Wenn sie fertig sind, schwimmen sie oben und können mit einer Schaumkelle abgefischt werden. Wer möchte, kann sie nun noch kurz in einer Pfanne mit zerlassener Butter schwenken. 

Die Gnocchi zusammen mit der Sauce servieren. 



Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest und ein paar stressfreie Tage mit Euren Lieben :)


Und wie immer nochmal alle Zutaten auf einen Blick:

Für die Gnocchi:
1,4 kg Topinambur
1 Ei
400 g Mehl
100 g Hartweizengrieß
Salz
Pfeffer

Für die Sauce:
2 rote Zwiebeln
3 Äpfel (insgesamt ca. 400 g)
1 Stück Knollensellerie (ca. 100 g)
400 ml Malzbier
250 ml Gemüsebrühe
1 Zimtstange
1 Sternanis
1 Lorbeerblatt
Salz
Pfeffer 

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Hefeteigschnecken mit Lebkuchenfüllung


Nachdem ich letzten Monat die Hefeschnecken mit Quittenfüllung gebacken hatte, hatte sich mein Patenkind für Nikolaus weihnachtliche Schnecken gewünscht. Solche Wünsche nehme ich natürlich gerne an und nachdem meine Plätzchenbäckerei für dieses Jahr nun abgeschlossen ist, möchte ich Euch das Rezept kurz vor Weihnachten noch schnell verraten. 

 Mein erster Gedanke war, in irgendeine Füllung einfach etwas Lebkuchengewürz zu machen. Aber das erschien mir dann doch zu simpel ;) Daher dachte ich mir, warum nicht gleich "richtige" Lebkuchen zur Füllung verarbeiten. Gesagt, getan: Also habe ich die Schnecken mit Lebkuchenteig gefüllt. Genauer gesagt mit der Masse dieser Lebkuchen. Heippa, falls Du das liest: Ich bin Dir immernoch sooo dankbar für das Lebkuchenrezept :) Sowohl als Lebkuchen als auch als Füllung für die Schnecken schmeckt der Teig einfach toll!


Das Rezept ergibt 24 - 28 Lebkuchen-Schnecken. 

Schon am Tag zuvor wird die Lebkuchenfüllung zubereitet: 

Dafür 4 trocken gewordene Crossaints zerkrümeln und in einer Schüssel mit 250 g gemahlenen Mandeln oder Nüssen (ich habe Mandeln und Haselnüsse gemischt), 250 g Zucker und 3 g Hirschhornsalz vermischen. 

2 Eier, 125 ml lauwarme Milch und 1 gehäufter TL Lebkuchengewürz dazugeben und alles gründlich verkneten. Die Schüssel abdecken und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. 


Für den Hefeteig 120 ml Milch mit 100 g Zucker 1/4 TL Salz und 80 g Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und die Butter geschmolzen ist. Von der Platte ziehen und etwas abkühlen lassen. 

1/2 Würfel frische Hefe zerkrümeln und in 2 EL handwarmem Wasser unter Rühren auflösen. 

430 g Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die angerührte Hefe hineingeben und mit einer Gabel mit wenig Mehl verrühren. Diesen Vorteig abgedeckt an einem warmen Ort für 20 Minuten gehen lassen. 

2 Eier in einer Tasse verquirlen. 

3/4 der verquirlten Eier (das restliche Ei in den Kühlschrank stellen für später), das ausgekratzte Mark einer Vanilleschote und die Milchmischung in die Schüssel geben und alles mit einem Holzlöffel vermengen, bis das Mehl in den Teig eingearbeitet ist. 

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und mit bemehlten Händen für ca. zehn Minuten kneten. Bei Bedarf die Arbeitsfläche und die Hände nachmehlen. Dabei gilt: So wenig Mehl wie möglich, aber so viel wie eben nötig verwenden ;)

Den Teig zu einer Kugel formen, zurück in die Schüssel geben und abgedeckt an einem warmen Ort für ca. 70 Minuten gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat. 


Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche rechteckig auf eine Größe von ca. 55 x 25 cm ausrollen. 

Nun die Lebkuchenfüllung auf dem Teig verteilen. Da die Masse recht fest ist, kann man sie nicht verstreichen. Ich habe quasi kleine Stücke "gezupft" und auf der Teigplatte verteilt, dann die Füllung etwas angedrückt. Das ist eine ziemlich klebrige Angelegenheit und man sollte sich nicht davor scheuen, sich die Hände schmutzig zu machen ;) 

Den Teig nun von der langen Seite her aufrollen. Die Rolle in ca. 1 1/2 bis 2 cm dicke Scheiben schneiden und in die gefetteten (auch die oberen Ränder sollten mitgefettet werden!) Vertiefungen zweier Muffinbackbleche setzen. 

Die Schnecken abgedeckt an einem warmen Ort nochmals für 35 Minuten gehen lassen, dann mit dem restlichen Ei bestreichen und im vorgeheizten Ofen nacheinander (immer nur ein Blech!) bei 175 °C Ober-/Unterhitze für 18 - 20 Minuten backen. Herausnehmen, kurz auskühlen lassen und die Schnecken vorsichtig aus der Form lösen. Dann vollständig abkühlen lassen. 


Ich habe die fertigen Schnecken noch mit etwas Zuckerguss besprenkelt. Dafür 7 bis 8 gehäufte EL Puderzucker mit 2 EL Milch glattrühren, in einen Gefrierbeutel füllen, eine kleine Ecke abschneiden und die Schnecken mit dem Zuckerguss besprenkeln. 



Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:

Für den Hefeteig: 
120 ml Milch
100 g Zucker
1/4 TL Salz
80 g Butter
1/2 Würfel frische Hefe
2 EL handwarmes Wasser
430 g Mehl
2 Eier 
1 Vanilleschote

Für die Füllung:
4 trockene Crossaints 
250 g gemahlene Mandeln oder Nüsse
250 g Zucker
3 g Hirschhornsalz
2 Eier
125 ml lauwarme Milch
1 geh. TL Lebkuchengewürz

Für den Zuckerguss: 
7 - 8 geh. EL Puderzucker
2 EL Milch 

Dienstag, 18. Dezember 2012

Schokoladenplätzchen


Heute kommt das letzte Rezept in meiner diesjährigen Plätzchenbäckerei. Das hat es dafür aber in sich! Denn  die 44 Plätzchen, die das Rezept bei mir ergeben hat, enthalten insgesamt 500 g Schokolade und 90 g Kakaopulver - man könnte sie also auch als gebackene Pralinen bezeichnen ;) 

Das Rezept habe ich hier entdeckt. Als ich das Bild mit dem Plätzchen im Anschnitt gesehen habe, war es sofort um mich geschehen. Offensichtlich hat Amira die Plätzchen noch warm fotografiert, da auf ihrem Foto die Schokolade im Inneren noch flüssig ist (auf meinem Foto oben sind die Plätzchen schon vollständig ausgekühlt). Ich finde, das sieht sooooo lecker aus! Mein Mann fand die Plätzchen auf dem Bild allerdings kein bisschen appetitlich - sie würden ihn an ein Hundehäufchen erinnern ;) Als ich letzte Woche dann diesen Blogeintrag von Persis gelesen habe, musste ich sehr grinsen - das hat mich doch sehr stark an meinen eigenen Mann erinnert ;) Mittlerweile hat mein Mann seine Meinung übrigens geändert und diese Plätzchen zu seinen Favoriten der diesjährigen Plätzchenbäckerei erklärt ;)


Nun aber zurück zum Wesentlichen: Diesen Schokoladenplätzchen. Das Rezept hat bei mir 44 Stück ergeben. 

340 g Zartbitterschokolade grob hacken und im Wasserbad schmelzen. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen. 

6 Eiweiß (Größe L, Zimmertemperatur) mit dem Handrührgerät schlagen, bis sich Spitzen bilden. Dann nach und nach insgesamt 115 g Puderzucker unter Rühren einrieseln lassen. 

In einer weiteren Schüssel 165 g Puderzucker, 90 g Kakao, 35 g Maisstärke und 1/2 TL Salz gründlich vermischen. 

Nacheinander unter Rühren auf niedriger Stufe die trockenen Zutaten, die lauwarme Schokolade sowie 160 g Zartbitter-Schokotropfen zum Eischnee geben und unterrühren.


In eine kleine Schüssel 60 g Puderzucker geben. 

Nun wird es knifflig ;) Aus der Masse sollen Kugeln gerollt werden. Da das wirklich eine riesige Schweinerei wäre und ich danach schlimmer ausgesehen hätte als wenn meine Tochter fünf Schokoküsse hintereinander isst, habe ich etwas improvisiert ;) 

Ich habe esslöffelgroße Portionen der Masse abgestochen und diese dann direkt in den Puderzucker plumpsen lassen. Während des im-Puderzucker-wälzens habe ich den Teig dann so gut es ging in eine einigermaßen runde Form gedrückt. 

Der Teig wird aber mit der Zeit immer fester und es funktioniert immer besser. Man könnte den Teig vielleicht auch einfach etwas ruhen lassen und zum Kugeln rollen Einweghandschuhe tragen ;)

Die in Puderzucker gewälzten Kugeln jedenfalls mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und blechweise im vorgeheizten Ofen bei 175 °C Ober-/Unterhitze für jeweils 10 Minuten backen. Die Plätzchen aus dem Ofen holen, noch 10 Minuten auf dem Blech ruhen lassen (sie wären ohnehin viel zu weich, um sie vorher vom Blech zu nehmen), dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. 



Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:

340 g Zartbitterschokolade
6 Eiweiß (Größe L)
340 g Puderzucker
90 g Kakaopulver
35 g Maisstärke
1/2 TL Salz
160 g Zartbitter-Schokotropfen

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