Sonntag, 10. Februar 2013

Backofen-Kreppel, gefüllt mit Apfelwein-Sahne und Aprikosen-Mohn-Creme


Einen wunderschönen guten Morgen und ein dreifach donnerndes 

Helau!

Eigentlich mag ich Fasching ja ganz gerne und muss zugeben, dass ich zumindest zu dieser Jahreszeit auf  Faschingsmusik stehe *hüstel* - allerdings bin ich ein Verkleidungsmuffel, muss da aber meiner Tochter zuliebe nunmal durch. Und ohne Verkleidung fällt man auf einer Faschingsfeier schließlich noch mehr auf als mit ;) 

Morgen ist in meiner Familie aber ein ganz besonderer Tag: Mein Mann und ich sind an einem Rosenmontag zusammen gekommen und auch meine Eltern haben sich an einem Rosenmontag kennengelernt :) Außerdem ist unsere Tochter an einem Rosenmontag ... okay, lassen wir das ... 

Für die gute Faschingsstimmung braucht es natürlich ein klitzekleines Schlückchen Alkohol *hüstel*. Und damit es vor den Kindern nicht gleich so auffällt, verpackt man diesen am Besten in einem leckeren Stück Teig ;) Da ich ganz am nördlichen Rand Bayerns und somit ganz in der Nähe der hessischen Grenze lebe, ist bei uns der Apfelwein (auch "Äbbelwoi" oder "Gud Stöffsche" genannt) allgegenwärtig. Ich habe ihn zu einer Apfelwein-Sahne verrührt und damit "Kreppel" aus dem Backofen (gebacken in einer Muffinform) gefüllt. Das Rezept für den Kreppelteig habe ich bei Sus vom CorumBlog entdeckt. 

Für Kinder gibt es eine alkoholfreie Variante mit Aprikosen-Mohn-Füllung. 


Das Rezept ergibt ca. 17 bis 18 "Kreppel" aus einer Standard-Muffinform. Ich habe einen Teil des Teiges als Minis gebacken und hatte zum Schluss 12 "Kreppel" in normaler Größe und 24 Minis. 

Für den Hefeteig 1 Würfel frische Hefe in 150 ml handwarme Milch bröseln. 75 g Zucker dazugeben und unter Rühren mit einer Gabel auflösen. 15 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. 

150 g weiche Butter, 500 g Weizenmehl, 2 Eier (Zimmertemperatur) und eine Prise Salz hinzugeben und alles mit einem Kochlöffel so lange verrühren, bis sich alle Zutaten einigermaßen verbunden haben. Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und mit bemehlten Händen mindestens für 10 Minuten kneten. Wenn nötig die Arbeitsfläche und die Hände erneut bemehlen. Dabei gilt: Soviel Mehl wie nötig, aber so wenig wie möglich ;) Der Teig ist anfangs recht weich und klebrig. 

Ich knete solch weichen Teige immer nach dieser Methode: Die Teigkugel von sich weg in die Länge ziehen, nach oben klappen und falten, andrücken und die ganze Teigkugel um 90 Grad drehen, dann wieder den Teig von sich weg in die Länge ziehen, zusammenklappen, andrücken, 90 Grad drehen usw. usf. 

Den Teig nach dem Kneten zu einer Kugel formen, zurück in die Schüssel geben, die Oberfläche ganz leicht mit ein wenig Öl bestreichen und den Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. eine Stunde gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. 

Nach der Gehzeit den Teig abschlagen, in gleichmäßige Stücke teilen - je nach Muffinblech ca. 17 bis 18 Teile für Standardgröße, ca. 70 bis 75 für Minis oder irgend etwas dazwischen ;) Die Stücke zu kugeln formen und in die gefetteten Vertiefungen eines (Mini-)Muffinblechs setzen. Die Teigkugeln nochmals abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen. 

Die Minis hatte ich nochmals ca. 15 Minuten gehen lassen, die Großen (dadurch, dass ich die Kleinen zwischendurch gebacken habe) 35 Minuten. 

Die "Kreppel" vorsichtig mit verquirltem Ei bestreichen und im vorgeheizten Ofen backen. 

Die Minis habe ich bei 150 °C Ober-/Unterhitze für 20 Minuten gebacken. Sie sind ziemlich hell geblieben, aber ich fand sie so super. Die großen habe ich wie im Orginalrezept bei 175 °C Ober-/Unterhitze für 20 Minuten gebacken, sie sind nach meinem Geschmack aber zu dunkel geworden. Ich würde sie daher beim nächsten Mal bei weniger Hitze und dafür lieber etwas länger backen. 

Die "Kreppel" aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen. 


Die Füllungen habe ich in unterschiedlichen Mengen gemacht - der größere Teil der "Kreppel" wurde alkoholfrei, der kleinere Teil mit der Apfelwein-Sahne gefüllt. Ich schreibe Euch erst einmal die Mengen auf, die ich zubereitet habe, rechne aber unten nochmal für Euch um, falls Ihr nur eine Creme für alle "Kreppel" machen möchtet. 

Für die Apfelweinsahne 150 ml Apfelwein abmessen. In einer Tasse 2 EL Zucker mit 15 g Maisstärke mischen. 4 EL des Apfelweins dazugeben und glattrühren. Den restlichen Apfelwein in einen kleinen Topf geben und aufkochen. Den Topf von der Platte ziehen, die angerührte Stärke mit dem Schneebesen einrühren, den Pudding nochmals unter Rühren kurz aufkochen und vom Herd nehmen. Den Pudding sofort mit einem Stück Frischhaltefolie bedecken, damit sich keine Haut bildet. Den Pudding im Kühlschrank komplett abkühlen lassen. 

Sobald der Pudding kalt ist, 100 g Sahne mit einem Päckchen Sahnefest steif schlagen. Dabei etwas Vanillezucker mit echter Vanille einrieseln lassen. 

Den Pudding nun mit dem Handrührgerät cremig rühren. Die Sahne zugeben und mit einem Teigschaber unterheben. 


Für die Aprikosen-Mohn-Creme 250 ml Aprikosennektar abmessen. In einer Tasse 1 1/2 EL Zucker und 25 g Maisstärke mischen und mit 4 EL des Nektars glattrühren. Den restlichen Nektar zusammen mit 15 g gemahlenem Mohn in einen kleinen Topf geben und aufkochen. Den Topf von der Platte ziehen, die angerührte Stärke mit einem Schneebesen unterrühren, den Pudding nochmals unter Rühren aufkochen und vom Herd nehmen. Den Pudding sofort mit einer Schicht Frischhaltefolie bedecken, damit sich keine Haut bildet und im Kühlschrank komplett abkühlen lassen. 

Sobald der Pudding komplett kalt ist, 125 g Mascarpone hinzugeben und mit dem Handrührgerät auf niedriger Stufe nur so lange wie unbedingt nötig verrühren. 

Wer nur eine Sorte Creme auf die Menge an Teig machen möchte, kocht seinen Pudding aus 400 ml Apfelwein oder 400 ml Aprikosennektar (mit ca. 25 bis 30 g gemahlenem Mohn) und rührt 40 g Maisstärke mit 3 - 4 EL Zucker an. Zum Pudding kommen dann entweder ca. 250 g Schlagsahne (mit 1 bis 2 Päckchen Sahnefest aufgeschlagen) oder 200 g Mascarpone. 


Um die "Kreppel" zu füllen, werden sie einfach mit einem scharfen Messer in der Mitte quer durchgeschnitten. Die Creme in einen Spritzbeutel mit hübscher Tülle füllen und auf die untere Hälfte der "Kreppel" aufspritzen. Den Deckel wieder darauf setzen und leicht andrücken. 

Die "Kreppel" mit Apfelwein-Sahne habe ich einfach mit Puderzucker bestäubt. Die "Kreppel" mit der Aprikosen-Mohn-Creme habe ich mit Zuckerguss (angerührt aus 7 EL Puderzucker und 2 EL Aprikosennektar) besprenkelt. Dafür den Zuckerguss in einen Gefrierbeutel füllen und eine kleine Ecke des Beutels abschneiden. 




Und wie immer alle Zutaten auf einen Blick:

Für die "Kreppel": 
1 Würfel frische Hefe
150 ml handwarme Milch
75 g Zucker
150 g weiche Butter
500 g Weizenmehl
2 Eier (+ 1 zum Bestreichen)
1 Prise Salz

Für die Apfelwein-Sahne:
150 ml Apfelwein
2 EL Zucker
15 g Maisstärke
100 g Sahne
1 Päckchen Sahnefest
Vanillezucker mit echter Vanille

Für die Aprikosen-Mohn-Creme: 
250 ml Aprikosennektar
1 1/2 EL Zucker
25 g Maisstärke
15 g gemahlener Mohn
125 g Mascarpone


Kommentare:

  1. Uh das klingt gut(: Endlich mal ein Kreppel-Rezept, das nicht im Fett ausgebacken werden muss...
    Liebste Grüße,
    Fabienne♥

    (http://run-the-night.blogspot.de/)

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    1. Hallo Fabienne!

      Zugegeben: Die Kreppel schmecken schon anders als normale Kreppel - seeeeehr lecker, aber eben anders ;)

      Liebe Grüße

      Nina

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  2. Sieht sehr sehr lecker aus! Danke für das Rezept!
    Liebe Grüße und einen schönen Tag, Marie

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  3. Uii wie lecker!! Ich teste das auch mal. Schau doch mal bei mir vorbei :) Hab als letztes auch einen Food-Post gemacht :)

    Love, Jamie

    awesome

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  4. "Ofenkreppel" hatte ich auch vorhin gemacht. Soooo lecker! Mein Rezept ist ein bisschen anders, deshalb werde ich dein Rezept auch ausprobieren. Deine Füllungen lesen sich super! Bei mir gab's einfach ungefüllte und mit Erdbeermarmelade gefüllte :-)

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  5. Wat peinlich. Ich musste tatsaechlich einen Moment lang darueber nachgruebeln, was wohl ein "Kreppel" sein soll. Man merkt, dass ich in unserem schoenen Land noch nicht sehr weit herumgekommen bin. Diese Scham wuerde ich jetztr SEHR gerne mit ein wenig Apfelwein-Sahne heruterspuelen!

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    1. Hallo liebe Persis!

      Peinlich braucht Dir das nicht zu sein - Kreppel haben ja so viele Namen; ich bin sicher, ich kenne auch nicht alle deutschen Bezeichnungen dafür ;) Aber Wiki hilft uns weiter:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Pfannkuchen

      Ich glaube, ich werde sie jetzt nur noch "Puffel" nennen - das hört sich so niedlich plüschig an <3

      Liebe Grüße

      Nina

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  6. Die sehen ja mal wieder herrlich aus!

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  7. Uiuiui... Kreppel mit Apfelwein-Sahne. Das klingt für mich als Hessin im bayerischen Exil, wie Musik in den Ohren. :-)

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  8. Das sieht und hört sich so lecker an /aus ;-))

    Liebe Grüße,
    Jenny

    PS: Toller Blog. Vielleicht hast du Lust auf gegenseitiges Verfolgen?

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  9. Uhhh...ich habe das WOrt Kreppel zwar noch nie gehört, finde zudem Karneval und die bei uns heimischen fettausgebackenen Gebäckstück bähbäh ;) und verkrieche mich bei Karnevalsmusik unterm Sofa...aber DAS muss ich versuchen.
    Hört sich unheimlich lecker an!

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    1. Hallo Laura!

      Mit den in Fett ausgebackenen Kreppeln (oder Krapfen oder Berlinern oder Puffeln <3 haben die Ofen-Kreppel eigentlich nur gemeinsam, dass sie aus Hefeteig sind, gefüllt und lecker - zumindest nach meinem Geschmack, ich mag nämlich beides :) Das könnte also genau die richtige Alternative für Dich sein. Und schmeckt natürlich auch außerhalb der fünften Jahreszeit :)

      Liebe Grüße

      Nina

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  10. Danke Euch für die netten Worte - freut mich, dass Euch die Kreppel gefallen! Die Apfelwein-Sahne kann ich jedem besonders ans Herz legen, sooo lecker!

    Liebe Grüße

    Nina

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  11. Hallo Nina,

    das sieht sehr sehr lecker aus. Da bekommt man ja glatt wieder Hunger. ;)
    Ich kenne bisher auch nur die Variante aus der Frittöse. Aber im Backofen gefällt es mir wesentlich besser. Ich werd's demnächst mal ausprobieren und dir dann berichten.

    Viele Grüße
    Oliver vom (Backofen reinigen Blog)

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  12. Hallo Nina,

    ich habe für mich seit kurzem das Backen entdeckt und mal vor einigen Tagen dein Kreppel-Rezept in meinem neuen Backofen gleich mal ausprobiert.
    Ich muss dir ein großes Kompliment für deine detaillierte Beschreibung geben, die mir (als "eher Anfänger") doch deutlich leichter gefallen ist und super gelungen sind :).

    Mach weiter so. Ich freue mich bereits auf weitere leckere Rezepte.

    Beste Grüße
    Paul

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