Sonntag, 29. September 2013

Rote-Bete-Quitten-Suppe und Griesklößchen mit Speck und Thymian


Ich entdecke immer wieder, welche Vorteile das Bloggen hat :) 

Vor dieser Suppe war ich der festen Überzeugung, keine Rote Bete zu mögen. Allerdings muss ich sagen, dass das einzige Gericht, dass ich bisher probiert hatte, Rote-Bete-Salat war - und der schmeckt mir nunmal nicht und das habe ich grundsätzlich auf die Rote Bete geschoben. Etwas betrübt hat mich das allerdings schon, denn zum Einen haben wir Rote Bete im Garten (ich bin die Einzige in der Familie, die sie bisher nicht gegessen hat), zum anderen wollte ich schon immer mal so eine tolle pinkfarbene Suppe kochen. 

Als ich nun das Rezept von Stephanie gesehen habe, die ebenfalls von einer Abneigung gegen Rote Bete berichtet, habe ich mir einen Ruck gegeben. Und ich wurde reich belohnt: Die Suppe sah nicht nur fantastisch aus, sie war auch unglaublich lecker! 

Ich habe die Rote Bete mit Quittensaft kombiniert und dazu kleine Grießklößchen mit Speck und Thymian serviert. 


Das Rezept reicht für drei bis vier Personen. 

Zuerst die Rote Bete - 950 bis 1.000 g, was etwa zehn Knollen entspricht - gründlich waschen. Die Knollen werden mit Schale gekocht und diese sollte auch noch unbeschädigt sein, da die Rote Bete sonst während des Kochens stark "ausblutet". Die Knollen in einen Topf geben, mit Wasser bedecken, salzen, aufkochen und in 30 bis 40 Minuten weiche garen. 

Die Knollen abschütten und etwas abkühlen lassen, dann schälen und in Stücke schneiden. Dabei sollte man möglichst Handschuhe tragen, da die Rote Bete stark abfärbt. 

Eine Zwiebel und zwei Knoblauchzehen schälen und würfeln. 

Etwas Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel sowie den Knoblauch darin andünsten. Die Rote Bete zugeben. Mit 350 ml Gemüsebrühe und 500 ml Quittensaft ablöschen. 

Die Suppe aufkochen, etwas zehn Minuten köcheln lassen, dann pürieren und mit Salz, Pfeffer und etwas Quittenessig (alternativ Balsamico) abschmecken. 


Für die Grießklößchen 250 ml Milch zusammen mit etwas Salz, etwas gekörnter Gemüsebrühe und 30 g Butter aufkochen. 100 g Hartweizengrieß unter Rühren einrieseln lassen. Weiter rühren, bis sich die Masse als Klumpen vom Topfboden löst. Den Topf vom Herd nehmen und den Grießbrei erkalten lassen. 

125 g Speckwürfel in einer Pfanne ohne Fett knusprig anbraten, dann zum Abtropfen auf ein Küchenpapier geben. 

Eine handvoll Thymianzweige waschen, trocknen und die Blättchen abzupfen. 

Wenn der Grießbrei erkaltet ist, 1 Ei, die Speckwürfel (einige ggf. zur Dekoration vorher weglegen) und die Thymianblättchen unterkneten. Mit Masse mit feuchten Händen zu Klößchen formen und in kochendem Wasser garen, bis die Klößchen oben schwimmen. 

Da sich von den Klößchen während des Kochvorgangs noch kleine Grießpartikel lösen, koche ich die Klößchen nie direkt in der Suppe (auch, wenn ich sie zu klarer Brühe serviere), sondern immer in einem gesonderten Topf. 

Wenn die Klößchen oben schwimmen, können sie mit einer Schaumkelle herausgeholt und zur Suppe serviert werden. 

Wer möchte, kann noch ein paar Ornamente in die Suppe malen, indem man kleine Kleckse Sahne mit auf die Suppe gibt und mit einem Zahnstocher durchzieht. 


Noch ein paar Worte zu meinem Zeitablauf: 

Während der langen Kochzeit der Knollen habe ich bereits den Grießbrei gekocht und zum Abkühlen in den Kühlschrank gestellt, die Speckwürfel angebrachten, die Thymianblättchen von den Stielen gezupft, die Zwiebel und den Knoblauch vorbereitet. 

Während der kurzen Kochzeit der Suppe habe ich den Teig für die Grießklößchen fertig gemacht, die Klößchen geformt und bereits das Kochwasser für diese aufgestellt. 

Die Klößchen selbst habe ich dann kurz vor dem Pürieren der Suppe ins Wasser gegeben. 




Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:

Für die Suppe:
950 - 1.000 g Rote Bete (ca. 10 Knollen)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
350 ml Gemüsebrühe
500 ml Quittensaft
Salz
Pfeffer
Quittenessig (alternativ Balsamico oder Condimento bianco)

Für die Klößchen:
250 ml Milch
Salz
gekörnte Gemüsebrühe
30 g Butter
100 g Hartweizengrieß
125 g Speckwürfel
eine handvoll Thymianzweige
1 Ei

Kommentare:

  1. Hallo,
    ich glaube, ich muss diese Suppe als Rote-Beete-Ablehner dann wohl auch mal probieren. Ich hoffe immernoch auf das Schmeckt-ja-doch-Erlebnis... Die Farbe ist ja wirklich genial.
    Ich habe mal eine Frage zu deinen wirklich schönen Fotos: Machst du die nach oder vor dem Essen und wenn vorher, wer darf dann die kalte Suppe auslöffeln? ^^
    Liebe Grüße,
    Katha

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    1. Hallo Katha!

      Ja, probier sie mal - ich war wirklich ganz hin und weg :)

      Es freut mich, dass Dir meine Fotos gefallen :) Ich mache die Fotos vor dem Essen. Mein Mann und meine Kleine fangen meist dann schon ohne mich an und ich komme dann dazu, sobald ich die Bilder gemacht habe. Meistens ist das Essen dann aber noch warm ;) Die Dekoration bereite ich vor, so dass ich dann nur noch das Gericht selbst anrichten muss - fotografieren geht dann in wenigen Minuten :)

      Liebe Grüße

      Nina

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  2. Sieht die lecker aus - bin ja ein totaler Rote-Beete Fan und die Klößchen sehen super aus. Mit dem Speck darin könne ich vielleicht sogar Bessere Hälfte überzeugen ;)

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  3. :) ich mag Rote- Beete so sehr, ich muss mal dieser Suppe probieren
    ^^^

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  4. Ich mach auch gern und häufig Rote Bete Suppe. Aber Deine ist wieder so unverschämt hübsch dekoriert......

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  5. wow! es hört sich lecker an! vielen Dank für dieses Rezept!

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  6. Ich verfolge deinen Blog schon etwas länger- Der Geschmack der Suppe ist toll, keine Frage- leider hat die Konsistenz nichts mit einer Suppe zu tun, sondern eher mit einem etwas sämigen Brei. Es bedarf deutlich mehr Flüssigkeit, damit es zu einer Suppe wird. ;)

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    1. Ich mag sie so :) Aber natürlich steht es jedem frei, ganz nach Geschmack noch weitere Brühe/Quittensaft zuzufügen.

      Liebe Grüße

      Nina

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  7. Ooooh liebe Nina,
    gerade freue ich mich über diese tolle Suppe ( die Farbe ist gigantisch ) als ich meinen Namen und den Link auf meine Seite entdecke.
    Und da war die Freude doppelt groß .. jippii!

    Lach, schön das es auch anderen noch mit der Roten Beet so wie mir ergeht/ging.

    Ganz liebe Grüße Stephie

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