Donnerstag, 10. Oktober 2013

Kürbis-Birnen-Suppe mit gebrannten Walnüssen


Eigentlich vermisse ich ja den Sommer und den Anblick von frischen Beeren im Supermarktregal - aber wenn ich nun die sich färbenden Blätter und die vielen Kürbisse sehe, ist der Herbst plötzlich mein Freund :) Auf die erste Kürbissuppe dieser Saison habe ich mich tierisch gefreut! Und bei dem Ergebnis darf der Herbst ruhig noch ein bisschen bleiben :)


Allerdings kann ich Euch nun auch Willkommen heißen in der Zeit der schlecht belichteten bzw. bei Kunstlicht aufgenommenen Fotos - zumindest wenn es dabei um unser Abendessen geht ;) Ich hoffe, das hält Euch nicht davon ab, diese unglaublich leckere Suppe zu probieren :)


Das Rezept reicht für vier bis sechs Personen als Hauptspeise. 

Für ein bisschen Geknusper habe ich die Suppe mit gehackten gebrannten Walnüssen serviert, die ich als erstes zubereitet habe: 

Dafür 100 g Walnüsse (ohne Schale abgewogen) zusammen mit 110 g Zucker, einer großzügigen Prise Meersalz und 60 ml Wasser in einen Topf geben. 

Alles zusammen bei mittlerer Hitze aufkochen. Dabei ab und zu umrühren. Den Sirup unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen, bis das Wasser komplett verdampft ist. Zum Ende hin solltet Ihr häufiger bis ständig rühren - auf jeden Fall aber, sobald kein Wasser mehr im Topf ist. Nun wird der Zucker zuerst krümelig, nach einer Weile aber wieder flüssig und karamellig. Immer weiter rühren, bis die Zuckerkrümel größtenteils geschmolzen sind und sich eine schöne Karamellkruste um die Nüsse gelegt hat. 

Die Walnüsse nun auf ein Backpapier geben und etwas verteilen, damit sie nicht zu sehr aneinander kleben. Sobald die Nüsse abgekühlt sind, werden sie mit einem scharfen Messer grob gehackt und erst einmal Beiseite gestellt. 


Für die Suppe ein bis zwei Hokkaido (insgesamt 1,2 kg in "rohem" zustand) halbieren, entkernen, die Schale dünn abschälen und in Stücke schneiden. 

800 g Birnen schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und ebenfalls in Stücke schneiden. 

2 Zwiebeln schälen und würfeln. 

Die Zwiebeln in etwas Öl in einem großen Topf glasig dünsten. Die Kürbis- und Birnenstücke hinzufügen und diese einige Minuten unter Rühren mit andünsten. Mit 1,5 Litern Gemüsebrühe ablöschen. 

Die Suppe aufkochen und köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist. Je nach Größe der Stücke geht das recht schnell - bei mir waren es ca. zehn Minuten. 

Die Suppe sehr fein pürieren, mit Salz, Pfeffer, Curry, Zimt und ggf. etwas gekörnter Brühe abschmecken. 


Die Suppe mit einem Klecks Schmand, Creme fraîche oder halbsteif geschlagener Sahne und den gebrannten Walnüssen servieren. 





Und wie immer alle Zutaten auf einen Blick:

Für die Suppe: 
1,2 kg Hokkaido (im ungeschälten Zustand abgewogen)
800 g Birnen
2 Zwiebeln
1,5 l Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Curry, Zimt, ggf. gekörnte Brühe

Für die gebrannten Walnüsse: 
100 g Walnüsse (geschält abgewogen)
110 g Zucker
1 großzügige Prise Salz
60 ml Wasser

Außerdem:
Etwas Schmand, Creme fraîche oder Schlagsahne

Kommentare:

  1. Wir lieben auch Kürbissuppe. Allerdings habe ich sie bisher immer nur mit Äpfeln gekocht, da finde ich dein Rezept eine tolle Alternative, die ich unbedingt mal ausprobieren werde. Vielen Dank dafür.
    Ich koche bei Hokkaido die Schale immer mit, das macht weniger Arbeit und schmeckt sehr gut.

    Liebe Grüße Nicola

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Nicola,

      Danke :) Schreib mir doch, falls Du die Suppe probierst.

      Und vielen Dank für Deinen Tipp - ich wusste gar nicht, dass man bei Hokkaido die Schale mitessen kann :)

      Liebe Grüße

      Nina

      Löschen
  2. Eine neue Variante meiner Rezeptsammlung für Kürbissuppen, danke. Mache die Kürbissuppen meist mit Gemüse entweder mit Karotten, Kartoffel oder Sellerie. Mit Äpfel und Orangensaft habe ich sie auch schon probiert, dabei gebe ich immer unterschiedliche Gewürze z.B. mit Ingwer oder Meerrettich. Deine Variante werde ich heute probieren, da ich gestern meinen Birnenbaum leergeräumt habe.
    Danke nochmals für die Anregung.

    Libe Grüße Carola

    AntwortenLöschen
  3. Kürbissuppe ist einfach das Schönste am Herbst! Sie macht ihn auch jeden Fall deutlich leichter erträglich ;)

    AntwortenLöschen
  4. Ich gestehe: so einen lustigen Hokkaido-Kürbis habe ich noch nie gesehen. Meine sind immer "langweilig" orange. Die Knusper-Walnüsse als Topping finde ich ja sehr interessant.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Und ich gestehe: Es ist nicht immer das drin, was draufsteht ;) Die Suppe selbst ist aus ganz normalem orangefarbenem Hokkaido gekocht - angerichtet habe ich sie in diesem kleinen hübschen Kürbis, der bei Edeka als "Mikrowellenkürbis" verkauft wird.

      Liebe Grüße :)

      Löschen
    2. Oh Gott, da merke ich wieder, dass ich Kürbis zwar gerne esse, mich aber null mit dem Gewächs auskenne. Es gibt Mikrowellenkürbise - wieder was dazugelernt :o)

      Löschen
    3. Keine Sorge, ich habe ihn auch erst beim Einkauf für dieses Rezept entdeckt ;) Dafür habe ich ihn mittlerweile aber probiert und finde ihn seeeeehr lecker! Man schneidet den Deckel ab, holt die Kerne raus, setzt den Deckel wieder drauf und gart den Kürbis für einige Minuten in der Microwelle. Dann kommt etwas Creme fraîche und Gewürz ein und es wird direkt aus dem Kürbis gelöffelt :)

      Löschen
  5. Oh danke für das tolle Rezept, ich habe die Kürbissuppe bis jetzt weder mit Äpflen noch mit Birnen gekocht, das werd ich auf jeden Fall probieren;-)

    AntwortenLöschen
  6. Ich hab die Suppe heute ausprobiert und ist bei meiner Familie extrem gut angekommen!! Ich glaube, so viel Lob habe ich noch nie bekommen :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Vanessa,

      Danke für Deine Rückmeldung - toll, dass Euch die Suppe so gut geschmeckt hat!

      Liebe Grüße

      Nina

      Löschen
  7. Hokkaido Kürbisse schält man NICHT!!!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo lieber anonymer Leser,

      sicher ist Dir bekannt, dass ich nur Hobby- und kein Profikoch bin und hier lediglich das niederschreibe, was ich fabriziere - ohne dabei eine Garantie auf Richtigkeit/Vollständigkeit zu geben. Trotz größter Sorgfalt sind auch mir leider nicht sämtliche Informationen zur Verarbeitung sämtlicher Gemüsearten bekannt. Ich danke Dir jedoch für Deinen Tipp und werde ihn sicher beim nächsten Mal beherzigen.

      Viele Grüße

      Nina

      Löschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...