Donnerstag, 28. Februar 2013

Zimttorte mit Zwetschgen-Buttercreme


Diese Torte habe ich zur Taufe der Kinder von Freunden gebacken. Die Dekoration ist dieses Mal nicht essbar, aber dennoch niedlich :) Unter der Blumenwiese stecken drei Böden Zimtbiskuit gefüllt mit Zwetschgen-Buttercreme. 

Für die Deko habe ich aus je zwei Schaschlik-Spießen und fester Kordel zwei Wäscheleinen gebastelt und daran Babykleidung, die ich aus gemustertem Papier ausgeschnitten habe, mit kleinen Holzklammern befestigt. Die Torte selbst habe ich dann als Blumenwiese dekoriert und mich mal wieder an meiner Grastülle versucht - beste Freunde werden wir wohl nicht mehr, aber es bessert sich ;)


Die Blumenwiese habe ich aus Vanille-Buttercreme aufgespritzt, da die Zwetschgen-Buttercreme sich nicht gut bunt einfärben lässt. Wer keine bunte Deko möchte, kann auch einfach mehr Zwetschgen-Buttercreme machen und die Torte rundherum damit einstreichen bzw. nach Belieben verzieren. 


Für die Füllung und die Dekoration habe ich also zwei verschiedene Sorten Pudding gekocht (den Pudding am Besten schon am Vorabend kochen, mindestens aber ein paar Stunden vorher, da er auf Zimmertemperatur abkühlen muss): 

Für den Zwetschgen-Pudding 500 ml Zwetschgensaft abmessen. In einer Tasse 60 g Zucker mit 50 g Maisstärke mischen. Mit 5 EL des Zwetschgensafts glattrühren. Den restlichen Saft in einen Topf geben und aufkochen. Den Topf von der Platte ziehen, die angerührte Stärke mit dem Schneebesen einrühren, den Pudding unter Rühren nochmal kurz aufkochen und vom Herd nehmen. Den Pudding sofort mit einem Stück Frischhaltefolie belegen, damit sich keine Haut bildet. Den Pudding auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. 

Für den Vanille-Pudding 400 ml Milch (es geht auch Soja-, Reismilch o. ä.) abmessen. In einer Tasse 50 g Zucker mit 40 g Maisstärke mischen. Mit 4 EL der Milch glattrühren. Die restliche Milch in einen Topf geben. 1 Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Sowohl das Vanillemark als auch die Schote zur Milch in den Topf geben. Die Milch aufkochen und kurz vor dem Siedepunkt die Vanilleschote wieder entfernen. Sobald die Milch kocht, den Topf von der Platte ziehen und die angerührte Stärke mit einem Schneebesen einrühren. Den Pudding unter Rühren nochmals aufkochen, vom Herd nehmen und sofort mit einer Schicht Frischhaltefolie bedecken, damit sich keine Haut bildet. Den Pudding auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. 

Wer keine gesonderte Vanille-Buttercreme für die Deko der Torte möchte, kocht seinen Pudding einfach aus 900 ml Zwetschgensaft, 110 g Zucker und 90 g Maisstärke. 

Bevor die Buttercreme fertig gestellt wird, ist es wichtig, dass der Pudding die gleiche Temperatur annimmt wie die Butter. Die Butter wiederum sollte weich sein, also Zimmertemperatur haben. Ist der Pudding noch zu warm, kann die Butter ggf. beim Zusammenrühren schmelzen. Ist der Pudding zu kalt, kann die Buttercreme gerinnen. 


Während der Pudding abkühlt oder auch schon am Vorabend kann der Zimt-Biskuit für die Torte gebacken werden. 

Dafür 6 Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Währenddessen 200 g Zucker langsam einrieseln lassen. Die Eigelbe hinzugeben und auf niedriger Stufe vorsichtig unterrühren. 

120 g Mehl, 120 g Maisstärke, 1 TL Backpulver und 4 TL Zimtpulver mischen. Die Mischung auf die Eimasse sieben und nur so lange, wie unbedingt nötig auf niedriger Stufe unterrühren. 

Den Teig in eine gefettete und gemehlte Springform füllen, glattstreichen und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze für ca. 40 Minuten backen. Den Biskuit aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen, den Rand der Springform entfernen und den Biskuit vollständig erkalten lassen. 

Damit sich der Biskuit während des Backens nicht so stark nach oben wölbt sondern relativ gleichmäßig aufgeht, kann man die Springform mit in Alufolie gewickelten feuchten Küchentüchern umstellen. Wie das genau funktioniert, habe ich hier schon einmal beschrieben. 


Nun werden die beiden Buttercremes fertig gestellt: 

Für die Zwetschgen-Buttercreme 250 g weiche Butter mit 1 EL Puderzucker schaumig schlagen. Den Zwetschgenpudding esslöffelweise unterrühren. 

Für die Vanille-Buttercreme 200 g weiche Butter mit 2 TL Puderzucker schaumig schlagen und sodann den Vanillepudding esslöffelweise unterrühren. 

Wer nur Zwetschgen-Buttercreme macht, schlägt einfach 450 g weiche Butter mit ca. 2 EL Puderzucker schaumig und rührt den Zwetschgenpudding esslöffelweise unter. 


Jetzt kann die Torte zusammengebaut werden: 

Den Biskuit zwei Mal waagrecht durchschneiden. Den untersten Boden auf eine Tortenplatte legen und mit einem Tortenring umstellen. Die Hälfte der Zwetschgen-Buttercreme gleichmäßig auf den Biskuit streichen. Hierauf den zweiten Boden legen und leicht andrücken. Die restliche Zwetschgen-Buttercreme gleichmäßig darauf verteilen und mit dem obersten Boden abschließen. Diesen ebenfalls leicht andrücken. 

Wer nur Zwetschgen-Buttercreme verwendet, sollte natürlich nicht alles für die Füllung verwenden, sondern einen guten Teil für außen aufheben ;)

Die Torte nun im Kühlschrank mindestens eine Stunde fest werden lassen. Sodann den Tortenring mit einem Messer vorsichtig lösen und abnehmen. 

Von der Vanillebuttercreme einige TL Beiseite stellen. Den Rest mit grüner Lebensmittelpastenfarbe einfärben und die Torte vorerst rundherum damit einstreichen (auch oben). Die übrige grüne Vanille-Buttercreme in einen Spritzbeutel mit Grastülle füllen und die Oberseite der Torte komplett mit "Gras" bespritzen. Ggf. auch am unteren Rand der Torte etwas Gras aufspritzen. 

Die noch weiße Vanille-Buttercreme in rot, blau und gelb einfärben. Hiermit mit einer Blümchentülle Blumen in rot und blau auf die Torte spritzen. Mit der gelben Buttercreme und einem Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle kleine gelben Tupfen in die Mitte der Blumen setzen. 

Zuletzt die vorbereiteten Wäscheleinen in die Torte stecken. 




Und wie immer alle Zutaten auf einen Blick:

Für den Zimt-Biskuit:
6 Eier
200 g Zucker
120 g Mehl
120 g Maisstärke
1 TL Backpulver
4 TL Zimtpulver

Für die Zwetschgen-Buttercreme:
500 ml Zwetschgensaft
60 ml Zucker
50 g Maisstärke
250 g weiche Butter
1 EL Puderzucker

Für die Vanille-Buttercreme:
400 ml Milch (auch Soja-, Reismilch etc. möglich)
50 g Zucker
40 g Maisstärke
1 Vanilleschote
200 g weiche Butter
2 TL Puderzucker

Außerdem:
Lebensmittelfarbpaste in grün, rot, blau und gelb




Dienstag, 26. Februar 2013

Foodblogger-Charts: Katharina kocht mit "Lemon Tree"



Herzlich Willkommen zu einer weiteren Ausgabe der Foodblogger-Charts!
Um was es geht, könnt Ihr hier nochmal nachlesen. 






Katharina kocht. Und Katharina bloggt. Und das macht sie so fantastisch gut, dass selbst ich als Zuckerjunkie ihren Blog einfach liebe! Denn Katharina verzichtet im Moment komplett auf Zucker. Dafür geht es bei ihr saisonal, regional, fast fleischlos und immer furchtbar lecker zu – und auch ohne Zucker manchmal süß :) Wer nicht die Willensstärke von Katharina (dafür hat sie übrigens meinen allergrößten Respekt!) hat, findet in ihrem Blog auch Rezepte  aus Tagen vor ihrer zuckerfreien Zeit wie z. B. Apfelkuchen in den leckersten Varianten oder ihre Plätzchen, die sie für das Online-Magazins "Hilda" an Weihnachten gebacken hatte. Das alles hält Katharina in wunderschönen Bildern fest. Wer außerdem lernen möchte, was ein LOHAS is(s)t, was bei einem Flexitarier auf den Tisch kommt, woher das Wort „Diät“ seinen Ursprung hat, wer eigentlich Lucia ist, worin der Unterschied zwischen Frikassee und Blankett oder zwischen Karotten und Möhren liegt, warum es bei Kaiser Franz und seiner Sissi nie Kaiserschmarrn gab, was das Alpha-Tierchen auf dem Wochenmarkt kauft oder was Eierlikör mit Avocados zu tun hat, sollte sich bei Katharina genauer umsehen. 

Kostprobe gefällig? 







Nachdem Katharina derzeit komplett auf Zucker verzichtet, habe ich für sie kein „süßes“, sondern ein „saures“ Lied herausgesucht. 


Was sich im ersten Moment vielleicht einfach anhört, ist eine echte Herausforderung. Denn die saure Frucht spielt doch hauptsächlich in süßen Rezepten die Hauptrolle. Trotz ihres Zuckerverzichts hat Katharina uns passend zum Lied ein Dessert gezaubert – ganz ohne Kristallzucker, dafür mit ganz hohem „Ich-lasse-alles-stehen-und-liegen-und-eile-sofort-in-die-Küche–Faktor“. 
 


Ooooh, die schlimmen 1990er Jahre. Mit amüsiertem Grauen betrachte ich Fotos von mir aus dieser Zeit: übergroße Pullis in schwierigen Farben, dazu wahlweise Leggings oder Karottenjeans und natürlich die mit viel Haarspray in Form gebrachte Stirntolle. Warum hat uns eigentlich niemand gesagt, wie albern wir ausgesehen haben?! Musikalisch teilten wir uns in zwei Lager: entweder dröhnten Dance- und Techno-Rhythmen aus dem Kassettenrecorder, oder man hörte Grunge. Boybands waren bei uns total verpönt, dazu waren wir einfach zu cool. (Hahaha. Als ob man mit Karottenjeans jemals cool sein könnte.) "Lemon Tree" von Fools Garden war irgendwas dazwischen, Gute-Laune-Pop, der landauf-landab in den Radiostationen dudelte und irgendwann sogar den Weg in die Liederliste unseres Musikunterrichts fand. Wir sangen "dap-da-da-DA-ra-dap-DI-dap-da" zur enthusiastischen Gitarrenbegleitung unserer Musiklehrerin und fanden es endspeinlich. Oh ja, die schlimmen 1990er.

Die 1990er waren aber auch das Jahrzehnt, in dem ich kochen lernte, in dem wir viel umherreisten und in dem sich dadurch für mich viele neue Geschmackswelten auftaten und die meine Liebe zu gutem Essen für immer prägten.


Das erste, was mir zu "Lemon Tree" in den Sinn kam, als Nina mich fragte, ob ich bei ihren Foodblogger-Charts mitmachen wollte (unbedingt!) und mir das Lied nannte, war witzigerweise genau das: Ein Zitronenbaum. In den 1990ern hatte ich nämlich einen italienischen Freund, dessen Eltern hinter ihrem Haus in Italien einen Zitronenbaum stehen hatten, der so voll von großen, saftigen und aromatischen Zitronen war, wie ich sie seither nie wieder gesehen habe. Zusammen mit der Tante meines Freundes rührte ich eine riesige Menge "Semifreddo al limone" aus einer einzigen Zitrone an und aß damit das herrlichste Dessert aller Zeiten, cremig-sahnig und gleichzeitig fruchtig und frisch. Die Beziehung hielt zwar nur kurz und das Halbgefrorene  verschwand lange aus meinem Speiseplan, aber wirklich vergessen wurde es nie, im Gegensatz übrigens zu dem Typen. ;-) Ein bisschen Internetrecherche zehn Jahre später brachte mich dann zu "meinem" Rezept, und das habe ich mittlerweile so verinnerlicht, dass ich es bestimmt nicht wieder vergessen werde!

Je nach Saison lässt sich die Zitrone durch Fruchtstücke oder –püree austauschen. Besonders mit Himbeeren ist es extrem köstlich, das Rezept findet Ihr auch auf meinem Blog.

Vielen Dank, liebe Nina, dass ich einen Gastauftritt in Deinen Foodblogger-Charts haben durfte! (Und gut, dass ich nicht singen musste. Das kann ich wesentlich schlechter als Kochen. Wesentlich.)



Semifreddo al limone
Dessert für 6

Da ich mich seit einer ganzen Weile zuckerfrei und fructosearm ernähre, habe ich den Kristallzucker hier durch Dextrose (Traubenzucker) ersetzt.  

3 Eigelb (Eiweiß lässt sich, so es nicht anderweitig  verwendet wird, super einfrieren)
150g Dextrose/Traubenzucker – alternativ 100g Puderzucker (Dextrose ist weniger süß als Zucker)
Fein abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone
100ml Zitronensaft
250ml Sahne

Eigelb und Dextrose bzw. Puderzucker) erst einmal langsam miteinander verrühren, am besten mit einem Löffel oder einer Gabel – wenn man sofort den Mixer ranlässt, spritzt erfahrungsgemäß alles in der Gegend umher. Die Masse dann über einem warmen Wasserbad etwa 5 Minuten lang aufschlagen, bis sich die Kristalle aufgelöst haben. Vom Wasserbad nehmen, den Wasserbad-Topf mit kaltem Wasser füllen und die Eigelb-Masse darauf noch einmal 3 Minuten kalt schlagen. Das Ganze sollte am Ende weißlich und dick sein.

Zitronenschale und –saft unter die Eigelb-Masse rühren.

Sahne steif schlagen und unterheben. (Probieren ist erlaubt – aber nicht alles wegschlecken!)

Das zukünftige Semifreddo auf 6 Tassen oder Schälchen verteilen und mindestens 4 Stunden frieren lassen. Alternativ eine Kastenform mit Frischhaltefolie auslegen (ich nehme dazu am liebsten eine Silikonform und spare mir die Folie) und die Masse dann einfüllen. Mindestens 6 Stunden durchfrieren lassen.

10 Minuten vor dem Servieren aus dem Tiefkühler nehmen und leicht antauen lassen. Wenn man Tassen zum Einfrieren benutzt hat, kann man diese auch kurz in ein warmes Wasserbad tunken, dann löst sich das Semifreddo besser. Kurz mit dem Messer um den Rand fahren ist auch hilfreich. Beim Gefrieren in der Kastenform die Form kippen und die Folie entfernen, dann das Semifreddo in Scheiben schneiden.


Und jetzt kommt das Fiese, das richtig Gemeine: Die knackige Schokoschicht (technisch: kakaohaltige Fettglasur.)

Dafür
2 EL Kokosöl (richtiges Kokosöl, kein Kokosfett oder Palmin)
auf kleiner Hitze schmelzen lassen und
1 EL guten Backkakao
½ TL Dextrose (oder eben Puderzucker)
einrühren. Ganz kurz kalt werden lassen und dann über das gestürzte und angerichtete Semifreddo gießen. Schnell noch mit etwas kunstvoll geriebener Zitronenschale bestreuen und in 2 Minuten ist die Schokoschicht fest und knackig.



Danke, liebe Katharina!

Sonntag, 24. Februar 2013

Hefe-Streusel-Herzen mit Vanillecreme-Füllung


Dieses Jahr wollte ich meinem Mann zum Valentinstag nicht einfach irgendetwas Leckeres und Herziges backen, sondern etwas, das er richtig gerne mag, also richtig richtig gerne. Und richtig richtig gerne isst er die mit Vanillecreme gefüllten Streuselstückchen vom Bäcker. Pah, von wegen Bäcker - wenn der das kann, bekomme ich das doch auch irgendwie hin *mitdemfussaufstampf* Und tatsächlich: Mit dem Ergebnis war ich (bis auf die geringe Streuselausbeute vielleicht) sehr zufrieden. Und das Wichtigste: Mein Mann auch :)  Die Zubereitung verteilt sich allerdings auf zwei Tage, man sollte also etwas Zeit einplanen. 


Das Rezept ergibt 8 streuselige Hefeherzen. 

Das Rezept für den Hefeteig habe ich bei Zorra bei meiner Suche nach einem Rezept für die Backofen-Kreppel entdeckt. Für die Hefe-Herzen eignet sich der Teig aber auch ganz wunderbar. Aber bitte wundert Euch nicht: Der Teig ging bei mir erst beim Backen so richtig auf. Ich hatte schon bedenken, ob ich irgend etwas falsch gemacht hatte, dass der Teig während der Gehzeiten nicht so viel an Volumen zunimmt, wie ich das bei anderen Hefeteigen schon hatte. Im Backofen sind die Herzen dann aber quasi explodiert (keine Sorge: nur größenmäßig) und richtig toll geworden! 

Also los: 15 g frische Hefe in 70 ml lauwarme Milch bröseln und unter Rühren mit einer Gabel auflösen. 

250 g Mehl, 30 g weiche Butter, 20 g Vanillezucker mit echter Vanille, 40 g Zucker, 3 g Salz, 1 Ei und die Hefemilch in eine Schüssel geben. Da ich keine Küchenmaschine habe, wird Hefeteig hier prinzipiell per Hand geknetet, seit mich letztes Jahr ein Hefeteig ein Handrührgerät gekostet hat ;) Die Zutaten in der Schüssel mit einem Holzlöffel verrühren, bis sie einigermaßen verbunden sind. Nun die Masse auf die bemehlte Arbeitsplatte geben und den Teig 10 bis 15 Minuten kneten. Wenn nötig die Arbeitsfläche und/oder Hände nachmehlen. Dabei gilt: Soviel Mehl wie nötig, aber so wenig wie möglich verwenden. Der Teig ist relativ weich und klebrig. Ich knete ihn daher nach dieser Methode: Den Teig von sich weg in die Länge ziehen, mittig falten und festdrücken, um 90 Grad drehen, wieder von sich weg in die Länge ziehen, mittig falten, festdrücken, um 90 Grad drehen usw. Ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich. 

Nach dem Kneten den Teig in eine Schüssel geben und abgedeckt an einem warmen Ort zwei Stunden gehen lassen. Dann den Teig abschlagen, kurz durchkneten, wieder zurück in die Schüssel geben und abgedeckt über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. 


Am nächsten Tag sollte der Hefeteig 30 Minuten vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank genommen werden.

Den Teig nun in 8 etwa gleich große Stücke teilen und daraus Herzen formen. Das war für mich die kniffligste Arbeit an der Sache - irgendwie wollten einfach keine hübschen Herzen dabei herauskommen. Am Besten hat es bei mir dann so funktioniert: Die Teigstücke zu einem "Tropfen" formen, also so, dass eine Seite spitz zuläuft. Die breite Seite mit einem scharfen Messer einschneiden und noch etwas nachformen, so dass es in etwa nach Herzen aussieht. 

Die Herzen nochmals abgedeckt für 75 Minuten gehen lassen. 


Währenddessen wird der Vanillepudding für die Füllung gekocht. Das Rezept dafür habe ich von Maja und es bereits mehrfach für verschiedene Rezepte gekocht - der Vanillepudding ist einfach toll und dauert kaum länger als ein Pudding aus dem Tütchen. Schmeckt dafür aber um Welten besser ;) 

Dafür 40 ml Milch mit 1 Eigelb, 25 g Zucker und 20 g Maisstärke in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab gründlich aufmixen. 

1 Vanilleschote längs aufschlitzen, das Vanillemark herauskratzen und das Mark zusammen mit der Schote und 200 ml Milch in einen kleinen Topf geben. Die Milch aufkochen, von der Platte ziehen, die Vanilleschote entfernen, die aufgemixte Stärkemischung mit einem Schneebesen einrühren, den Pudding unter Rühren nochmals aufkochen bis er eindickt und vom Herd nehmen. Den Pudding sofort mit einer Schicht Frischhaltefolie abdecken, damit sich keine Haut bildet und im Kühlschrank (derzeit geht das auch gut auf dem Balkon) komplett abkühlen lassen. 

Außerdem kann man die Gehzeit nutzen, um die Streuselmasse vorzubereiten. Dafür 50 g kalte Butter mit 35 g Zucker, 1/2 TL Vanillezucker mit echter Vanille und 65 g Mehl verkneten. Die Masse in den Kühlschrank stellen, bis sie gebraucht wird. 


Rechtzeitig vor Ende der Gehzeit wird der Backofen - zusammen mit dem Backblech - auf 210 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizt. 

Die Hefeherzen nun mit verquirltem Ei bestreichen, aus der Streuselmasse Streusel krümeln, auf den Herzen verteilen und vorsichtig leicht andrücken. Das ist etwas knifflig, denn die Streusel halten auf den runden Herzen nicht besonders gut, man sollte sie aber auch nicht zu fest andrücken - schließlich hatte der Hefeteig gerade erst 75 Minuten Arbeit damit, aufzugehen ;) Versucht einfach irgendwie, so viele Streusel wie möglich auf die Herzen zu packen ;) denn durch das Aufgehen beim Backen "verteilen" sich die Streusel noch auf den Herzen. 

Die Hefeherzen nun auf das vorgeheizte Blech geben und für 12 Minuten backen. 

Ich hatte die fertig geformten Herzen bereits auf ein Backpapier gegeben, dort gehen lassen und mit Streuseln belegt. So konnte ich einfach das Backpapier von der Arbeitsfläche auf das vorgeheizte Blech ziehen und musste die Herzen nicht nochmal hochnehmen und riskieren, dass sie sich wieder verformen und sämtliche Streusel wieder herabfallen. 

Nach der Backzeit die Herzen aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen. 



In dieser Zeit kann die Füllung fertig gemacht werden: Dafür 100 g Sahne mit 1 Päckchen Sahnefest steif schlagen. Dabei etwas Vanillezucker mit echter Vanille einrieseln lassen. 

Den Vanillepudding mit dem Handrührgerät cremig rühren, die Sahne zugeben und mit einem Teigschaber vorsichtig unterheben. Die Vanillesahne ggf. nochmal im Kühlschrank zwischenlagern, falls die Herzen noch nicht kalt genug sind. Sie sollten wirklich komplett ausgekühlt sein, denn sind die Herzen noch zu warm, verläuft natürlich die Vanillesahne ;)

Die Hefe-Herzen nach dem Abkühlen jeweils einmal quer durchschneiden. Die Vanillesahne in einen Spritzbeutel füllen und auf die unteren Hälften der Herzen spritzen. Die oberen Hälften darauf setzen und ganz leicht andrücken. Die Herzen zum Schluss mit Puderzucker bestäuben. 





Und wie immer alle Zutaten auf einen Blick:

Für den Hefeteig: 
15 g frische Hefe
70 ml Milch
250 g Mehl
30 g weiche Butter
20 g Vanillezucker mit echter Vanille
40 g Zucker
3 g Salz
1 Ei
1 weiteres Ei zum bestreichen

Für die Vanillecreme:
40 ml + 200 ml Milch
1 Eigelb
25 g Zucker
20 g Maisstärke
1 Vanilleschote
100 g Sahne
1 Päckchen Sahnefest
etwas Vanillezucker mit echter Vanille

Für die Streusel: 

50 g kalte Butter
35 g Zucker
1/2 TL Vanillezucker mit echter Vanille
65 g Mehl

Außerdem: 
Puderzucker zum Bestäuben

Freitag, 22. Februar 2013

Pasta mit Tomaten-Apfel-Zimt-Sauce


Ich müsste mich eigentlich viel intensiver um meine Nachkoch- und -backliste kümmern. Sooo viele fantastische Rezepte warten dort nur auf ihren Einsatz, aber irgendwie kommen immer schneller neue Rezepte hinzu als das ich die bestehenden "abarbeiten" kann. Geht es Euch auch so? 

Wenigstens um ein Rezept ist meine Nachkochliste jetzt aber ärmer - und ich um eine Geschmackserfahrung reicher: Tomate, Äpfel und Zimt passen ganz hervorragend zusammen :)

Danke liebe Christina für das leckere Rezept! :)


Ich habe Christinas Rezept hochgerechnet für 4 Personen: 

2 rote Zwiebeln fein würfeln. 3 Äpfel (in Durchschnittsgröße) schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und würfeln. 

In einem Topf etwas Öl erhitzen und die Zwiebeln darin andünsten. Die Äpfel sowie 2 gehäufte TL Zimt hinzugeben und kurz mitdünsten. 

2 Dosen Tomatenstücke (á 400 g) hinzugeben, aufkochen lassen, die Hitze reduzieren und die Sauce bei mittlerer Hitze zehn Minuten köcheln lassen. 

Mit Salz, Pfeffer, Chili, ggf. noch etwas Zimt und einer Prise Zucker abschmecken. 


Dazu Pasta ganz nach Eurer Wahl :) 

Bitte fragt mich nicht nach der Menge - bei uns bleibt prinzipiell was übrig, weil ich immer zu viele Nudeln koche ;) Stört mich aber nicht. Wenn auch noch Sauce übrig ist, werden am nächsten Tag einfach die Reste aufgewärmt. Ansonsten liebe ich in der Pfanne gebackene Nudeln mit Apfelmus - das gab es früher bei meinen Großeltern immer aus Nudelresten ;)


Die Sauce ist wirklich lecker und ratz-fatz fertig. Allerdings braucht es nach meinem Geschmack dann eine Prise Zucker zum Abschmecken. Die könnte man sich durch längere Kochzeit ersparen, denn dabei verlieren die Tomaten ihre Säure und die Sauce wird milder. Dann sollten aber die Äpfel erst später zugegeben werden, damit sie nicht zermatschen ;) 



Und nochmal alle Zutaten für die Sauce auf einen Blick:

2 rote Zwiebeln 
3 Äpfel
etwas Öl
2 gehäufte TL Zimtpulver
2 Dosen Tomatenstücke (á 400 g)
Salz
Pfeffer
Chili 
ggf. etwas Zucker




Mittwoch, 20. Februar 2013

Foodblogger-Charts: Kuchenherzerl mit "Another cup of coffee"



Herzlich Willkommen zu einer weiteren Ausgabe der Foodblogger-Charts!
Um was es geht, könnt Ihr hier nochmal nachlesen. 





Meine Liebe zu Chatharinas BlogKuchenherzerl – der am 2. Februar seinen ersten Geburtstag feierte - habe ich der Aktion "Post aus meiner Küche" zu verdanken, denn Catharina war unter dem Motto „Schokoladiges“ meine Tauschpartnerin – was für ein schönes Losglück, denn Catharina backt genauso leidenschaftlich gerne Cupcakes wie ich :) Seit dem schaue ich immer liebend gerne bei ihr vorbei, wenn sie uns wieder mit Kuchen, Cupcakes, Keksen, Törtchen und anderen Leckereien ein kleines Stück vom Glück gezaubert hat.


Bei dieser Gelegenheit – da ich bei Catharina gerade wieder vor der Qual der Wahl sitze – möchte ich Euch verraten, was der schwierigste Teil für mich an den ganzen Foodblogger-Charts ist: Wie soll man sich aus der Fülle an Lecker-Lecker-Rezepten für nur drei entscheiden, um sie Euch als „Kostprobe“ zu zeigen, wo man doch unzählige Tabs mit „Das-muss-unbedingt-mit-rein-Rezepten“ offen hat? Ich hoffe, Euch gefällt meine Auswahl, durch den Rest des Blogs zu stöbern lohnt sich aber auf jeden Fall! 

Kostprobe gefällig? 




In meine “Wunsch-Hitliste” musste unbedingt Musik zum Thema Kaffee mit rein! Denn obwohl ich keinen Kaffee trinke (er ist mir einfach zu bitter und ich sehe nicht ein, zehn Stück Zucker in die Tasse zu hauen, nur damit ich ich ihn trinken kann, ohne das Gesicht verziehen zu müssen) liebe ich sämtliche Süßspeisen, die Kaffee enthalten und bin immer offen für entsprechende Rezepte. Und wie Catharina „ihren“ Titel umgesetzt hat, freut mich wirklich sehr – denn Parfait steht auf meiner Lieblings-Dessert-Liste ebenfalls ganz weit oben! 




Als mich Nina gefragt hat, ob ich mit meinem kleinen Blog bei ihren Foodblogger-Charts mitmachen möchte, habe ich mich erst riesig gefreut und dann ohne zu zögern zugesagt. Die Idee, nicht nur etwas Leckeres zu zaubern, sondern ein musikalisches Thema umzusetzen, finde ich irre gut. Nach meiner Zusage habe ich ganz gespannt auf Ninas Email mit dem Titel gewartet – und muss sagen, ich habe Glück gehabt!


























Auch wenn mein Lied „another cup of coffee“ von Mike and the Mechanics nicht zu meinen persönlichen Lieblingsliedern gehört, so summe und singe ich es doch seit geraumer Zeit vor mich hin. Ich habe definitiv einen Ohrwurm!

Während ich also summend und singend bei einer Tasse Kaffee über meinen Beitrag zu Ninas toller Idee sinniere, landen meine Gedanken immer wieder bei einem Schokoladen-Kaffee-Parfait, dass ich vor Jahren mal für eine Freundin gemacht habe. Das Rezept hat uns damals unfassbar gut geschmeckt und ich habe es in zig Varianten seit dem immer wieder gemacht. Und weil ich fest glaube, dass die von Mike and the Mechanics besungene „cup of coffee“ auch ganz wunderbar durch eine „cup of parfait“ ersetzt werden könnte, habe ich für Nina und euch das Rezept aufgeschrieben. Die Menge reicht für ein sehr großzügiges Dessert für zwei Personen.



Die Zutaten für zwei Gläser Schokoladen-Kaffee-Parfait:

    -         1 Eigelb
-         30 g Zucker
-         1 EL Kaffeelikör (oder Amaretto, Baileys, gar kein Alkohol)
-         8 EL starken Kaffee (oder Espresso)
-         1 TL Kakaopulver
-         100 g Sahne

Über einem warmen Wasserbad (aufpassen, dass es nicht zu heiß wird, sonst stockt das Ei) das Eigelb mit dem Zucker schaumig rühren, das kann einige Minuten dauern. Aber nur Mut, das wird. Das Kakaopulver, den Likör und den etwas abgekühlten Kaffee dazugeben und nochmal kräftig aufschlagen.

Jetzt übergebe ich die Masse vertrauensvoll in die Hände meiner Kitchen Aid und lasse sie dort unter rühren abkühlen. Ohne Kitchen Aid (oder natürlich jede andere Küchenmaschine) könnt ihr die lauwarme Masse auch über einem Eiswasserbad kaltschlagen.

Zuletzt noch die Sahne steif schlagen und unter die Masse heben. Ganz nach Geschmack könnt ihr noch Schokoladenstückchen, Karamell, Baiser, Nüsse, Kekse, Orangenzesten oder was auch immer Phantasie und Gaumen sich vorstellen können, zur Masse geben. Wenn sich alles schön verbunden hat, in zwei große oder vier kleine Gläschen füllen und für einige Stunden (mindestens 3) in den Tiefkühler geben.



Wer mag gibt vor dem Servieren noch ein wenig halbsteif geschlagene Sahne aufs Parfait und einen Hauch Kakao. Im Glas angerichtet erinnert mich das Parfait ein klein wenig an einen Cappuccino.

Liebe Nina, vielen Dank, dass Du bei Deinen Foodblogger-Charts an mich gedacht hast. Mir hat´s Spaß gemacht und ich bin gespannt, welche Blogs Du uns in den kommenden Tagen und Wochen noch zeigen wirst!





Danke, liebe Catharina!

Montag, 18. Februar 2013

Foodblogger-Charts: Käfers-Chaos-Küche mit "Sweets for my sweet"






Herzlich Willkommen zu einer weiteren Ausgabe der Foodblogger-Charts!

Um was es geht, könnt Ihr hier nochmal nachlesen. 




Lauras Blog Käfers-Chaos-Kücheist noch relativ jung – er feiert nächsten Monat seinen ersten Geburtstag. Lesenswert ist er aber seit dem ersten Beitrag! Bei Laura geht es süß zu – geschmacklich und bildlich. Sie backt nicht nur fantastische Kalorienbomben in Form von Cupcakes, Keksen, Torten, Kuchen und anderem Süßkram, sie setzt sie auch so toll ins Bild, dass selbst die Fotos wahrscheinlich zu viele Kalorien für jede Diät haben ;) Für einen wahren Zuckerrausch ist Laure keine Mühe zuviel und sie stellt sich auch mal 12 Stunden in die Küche, um wundervolle Cupcakes für eine ganze Hochzeitsgesellschaft zu backen – wie schade, dass meine eigene Trauung schon hinter mir liegt. Wer genau hinsieht, findet dann aber doch ein herzhaftes Rezept in Lauras Chaos-Küche ;)


Kostprobe gefällig?






In Lauras Musiktitel musste es natürlich – wie in ihrem Blog – süß zugeben. Ein süßeres Lied habe ich nicht auftreiben können, denn wo sonst kommen in einem einzigen Lied über dreißig Mal die Worte „Süßigkeiten“, „Süße“, „Zucker“ oder „Honig“ vor? 


Und mehr als süß hat Laura den Titel auch umgesetzt. Ich habe mich auf den ersten Blick in ihre kleinen Piepmätze verliebt!



„Sweets for my sweet, sugar for my honey…“
Die Sechziger! Pastellfarben, Petticoats und Polkadots….
Entweder hat Nina meine Neigung zu diesem Jahrzehnt erahnen können, oder ich hatte bei der Musiktitelwahl einfach nur unverschämtes Glück!

Es passt doch einfach perfekt, süß und pastellig muss es sein, retro und fast schon kitschig.
Käfers-Chaos-Küche macht sich zu diesem besonderen Anlass einmal extra schick und präsentiert euch stolz die vielleicht frühlingshaftesten Cupcakes die ich je zustande gebracht habe.


Auch der Inhalt ist bewusst retro gehalten oder kommt es mir nur so vor, als seien Nüsse in den letzten Jahren schwer aus der Mode gekommen?
Es entstanden also an diesem grauen Februarmorgen hübsche kleine Nusscupcakes mit Vanillebuttercreme.


Die Deko ist genau das, was mir bei „Sweets for my sweet“ in den Kopf gekommen ist, oder sind die kleinen blauen Vögelchen nicht einfach nur Sechziger Jahre pur? Zusammen mit der vanilligen Buttecreme macht sich der saftige Nussteig mit gerösteten Haselnüssen ganz besonders gut.



Nusscupcakes (für ca. 10 Stück):

100g gemahlene Haselnüsse
150g Mehl
2 Eier
125g Butter
125g Zucker
50ml Milch
1 Tl Backpulver
1Tl Natron

Die Haselnüsse auf milder Hitze ohne Zugabe von Fett anrösten bis sie zu Duften anfangen. Eier und Zucker schaumig schlagen, die Butter verflüssigen und alle Zutaten vermengen. In Muffinförmchen füllen und bei 180 Grad ca. 20 Minuten backen.
Die Stäbchenprobe lässt euch sicher sein, dass die Törtchen durchgebacken sind.

Vanillebuttercreme:

500ml Milch
3 Packungen Vanillezucker
4 EL Puderzucker
50g Speisestärke
250g Butter

Von der Milch ein paar EL abnehmen und mit der Stärke verrühren. Die restliche Milch mit der Vanillezucker aufkochen, vom Herd nehmen, die Stärkemischung darunterrühren und unter ständigem Rühren noch mal aufkochen. Den so entstandenen Pudding gleich mit einer Schicht Fischhaltefolie abdecken um die Bildung einer Haut zu verhindern.

Die zimmerwarme Butter mit dem Puderzucker weiß-cremig schlagen und die abgekühlte Puddingmasse darunterschlagen.

Meine Swirls sind mit der 2D Tülle von Wilton entstanden. Die Vögelchen und Blümchen bestehen aus Fondant.


Viel Spaß beim Nachbacken und ein herzliches Dankeschön an Nina, die mich zu dieser tollen Aktion eingeladen hat!




Danke, liebe Laura!

Sonntag, 17. Februar 2013

Haselnuss-Kaffee-Schoko-Kuchen mit Rotweinsahne


Letzten Monat wurde mir testweise eine Gourmetbox zur Verfügung gestellt. Normalerweise lehne ich ja 99 % solcher Anfragen ab, aber hier war ich neugierig und der Test der Box war ausdrücklich nicht mit der Verpflichtung gekoppelt, etwas darüber zu bloggen. Außerdem fand ich den Kontakt so freundlich :) Also habe ich zugesagt und bekam einige Tage später die Box geschickt. Wer mehr über die Gourmetbox wissen möchte, kann das z. B. bei Charlotte erfahren - ich kann mich ihrer Meinung eigentlich komplett anschließen: Die Box war ganz nett (positiv vor allem die teils regionalen Produkte und die umweltfreundliche Verpackung ohne Plastikgedöns), hat mich aber nicht vom Hocker gerissen, denn irgendwie hat mir ein "Highlight" gefehlt. 

Eine uneingeschränkte Empfehlung habe ich heute aber dennoch für Euch - dazu unten mehr :)

Natürlich möchte ich Euch aber in erster Linie nicht von der Box erzählen, sondern von dem Kuchen, den ich aus zwei der Box-Produkte gebacken habe ;) Aus dem Haselnuss-Kaffee und dem Rotwein wurde ein Haselnuss-Kaffee-Schoko-Kuchen mit Rotweinsahne. Anstatt des Haselnuss-Kaffees aus der Gourmetbox kann man natürlich auch ganz normalen Kaffee verwenden.


Zuerst wird für die Rotweinsahne folgender Pudding gekocht: 

200 ml Rotwein abmessen. In einer Tasse 50 g Zucker und 20 g Maisstärke mit 4 EL des Rotweins glattrühren. Den restlichen Rotwein in einen kleinen Topf geben, aufkochen, von der Platte ziehen und die angerührte Stärke mit einem Schneebesen einrühren. Den Pudding nochmals unter Rühren aufkochen lassen, bis er eindickt, dann vom Herd nehmen und sofort mit einer Schicht Frischhaltefolie bedecken, damit sich keine Haut bildet. Den Pudding im Kühlschrank komplett abkühlen lassen.



Dann geht es an den Kuchen: 

125 g weiche Butter mit 90 g Zucker und dem ausgekratzten Mark einer Vanilleschote schaumig schlagen. 2 Eier (Zimmertemperatur) einzeln unterrühren - jeweils mindestens 60 Sekunden. In einer Schüssel 175 g Mehl mit 100 g gemahlenen Haselnüssen und 1/2 Päckchen Backpulver mischen. Außerdem 75 ml Milch (Zimmertemperatur) mit 75 ml etwas abgekühltem (Haselnuss-)Kaffee mischen. Die Mehlmischung abwechselnd mit der Kaffee-Mischung unter den Teig rühren. Dabei mit Mehl beginnen und auch mit Mehl wieder aufhören. Zuletzt 50 g Schokotropfen unterheben.

Eine 18-cm-Springform fetten und mehlen. Den Teig einfüllen und glattstreichen und den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 175 °C Ober-/Unterhitze für ca. 60 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.



Zur Fertigstellung der Rotweinsahne 200 g Sahne mit einem Päckchen Sahnefest steif schlagen. Dabei langsam etwas Vanillezucker mit echter Vanille einrieseln lassen. Den kalten Pudding mit dem Handrührgerät cremig rühren, dann die steif geschlagene Sahne mit einem Teigschaber vorsichtig unterheben.


Den Kuchen selbst habe ich nur mit Puderzucker bestäubt und dazu die Rotweinsahne serviert - lecker :)




Und nun nochmal zu meiner Empfehlung: 


Kennt Ihr schon die Schmausepost? Das ist eine Presse- und Blogzusammenfassung rund um das Thema Essen in Form eines wöchentlich erscheinenden Newsletters. Die Schmausepost wird von Patrik Stäbler, Journalist, Autor und Liebhaber von gutem Essen, herausgegeben und fasst wöchentlich interessante Presseartikel und Blogeinträge auf einen Blick zusammen. Außerdem gibt es Verweise auf Rezepte, Apps, Bücher etc. Und jede Woche stellt Patrik in seiner Schmausepost einen Blog näher vor. Diese Woche hatte ich die Ehre - vielen Dank Patrik für die netten Worte :) Zur Blogvorstellung mit kurzem Interview geht es hier entlang.





Und wie nochmal alle Zutaten für den Kuchen auf einen Blick:

Für den Haselnuss-Kaffee-Schoko-Kuchen:
125 g weiche Butter
90 g Zucker
1 Vanilleschote
2 Eier
175 g Mehl
100 g gemahlene Haselnüsse
1/2 Päckchen Backpulver
75 ml Milch
75 ml (Haselnuss-)Kaffee
50 g Schokotropfen

Für die Rotweinsahne:
200 ml Rotwein
50 g Zucker
20 g Maisstärke
200 g Sahne
1 Päckchen Sahnefest
etwas Vanillezucker mit echter Vanille

Donnerstag, 14. Februar 2013

Küken-Cupcakes


Ist bei Euch die letzten zwei Wochen auch irgend etwas seltsam? Bei uns spinnt das Radio total. Es macht ständig komische Tiergeräusche und mein Kind ruft dann immer ganz hysterisch: 

"MAAAAMAAAA: 

Dem kleinen Küken im Radio habe ich jedenfalls einen fürchterlichen Ohrwurm zu verdanken. Das Küken sitzt in meinem Ohr wenn ich morgens aufwache und immer noch, wenn ich abends schlafen gehe. Und es nimmt keinerlei Rücksicht darauf, dass gestern bereits Aschermittwoch war... Und das kleine Küken piept, das kleine Küken piept, das kleine Küken piept. WAAAAAHHHHH! 

Da dachte ich mir, am Besten back ich mir das kleine Küken aus dem Kopf *mitdemfussaufstampf* Okay - geholfen hat es nicht: Jetzt habe ich das kleine Küken im Ohr und im Bauch... Und das kleine Kücken piept, das kleine Küken piept, das kleine Küken piept... 


Für die Dekoration habe ich aus Fondant Augen, Schnäbel und Füße für die Küken gemacht. Leider habe ich es verpasst, Schritt-für-Schritt-Fotos zu machen, aber so schwierig ist es nicht:

Für die Augen werden Kugeln aus weißem Fondant gerollt und flach gedrückt. Für die Pupillen habe ich mit der Rückseite eines Pinsels eine kleine Vertiefung in den Fondant gedrückt, diese ganz leicht angefeuchtet und eine kleine braune Schoko-Crisp-Kugel hineingedrückt.

Für die Schnäbel habe ich orangefarbenen Fondant flach ausgerollt und Rauten ausgeschnitten. Die Rauten habe ich an der kurzen Diagonale entlang mit der Rückseite eines Messers ganz leicht eingekerbt und dann entlang dieser Kerbe geknickt. Damit die Schnäbel während des Trocknens ihre Position halten, habe ich mir aus Alufolie einen kleinen Ständer gebaut, in dem die Schnäbel aufgeklappt liegen und aushärten konnten. Dafür habe ich ein längeres Stück Alufolie in mehrere Lagen genommen und so gefaltet, dass es in etwa so aussah:  _M_ In die Vertiefung des "M" habe ich dann die nach oben hin offenen Schnäbel gelegt. Ich hoffe, das ist so einigermaßen verständlich ;)

Für die Füße habe ich kleine "Eier" aus orangefarbenem Fondant gerollt, diese zwei Mal bis jeweils knapp über die Hälfte eingeschnitten, die äußeren "Zehen" vorsichtig etwas nach außen Beiseite geklappt, so dass ich die mittlere "Zehe" mit den Fingern zurechtformen konnte und den Fuß dann insgesamt in Form gebracht.

Alle Fondant-Teile sollten rechtzeitig vorher (mindestens 24 Stunden) hergestellt werden, damit sie genügend Zeit haben, um komplett zu trocknen und auszuhärten.

Man könnte die Dekoration evtl. auch aus Marzipan machen. Mit Augen und Füßen sollte das kein Problem sein. Bei den Schnäbeln bin ich mir nicht sicher, ob sie dann auch schön "stehen bleiben" wie bei Fondant. Aber ein Versuch wäre es vielleicht wert. Alternativ könnte man ein flaches Dreieck aus Marzipan machen und auflegen. 


Das Rezept ergibt ca. 14 Cupcakes.

Ich habe mal wieder meine Lieblings-Vanille-Cupcakes dafür gebacken. In den Teig habe ich zusätzlich buntes Zucker-Konfetti gemischt, so dass die Cupcakes nach dem Backen bunt gepunktet waren. 

80 g weiche Butter mit 80 g Zucker und dem ausgekratzten Mark einer Vanilleschote sehr schaumig schlagen. 2 Eier (Zimmertemperatur) einzeln unterrühren - jedes Ei mindestens 60 Sekunden. In einer Schüssel 240 g Mehl mit 2 gehäuften TL Backpulver mischen und abwechselnd mit 200 ml Milch (Zimmertemperatur) unterrühren. Dabei mit Mehl beginnen und auch mit Mehl wieder aufhören. Zuletzt 35 g buntes Zucker-Konfetti unterheben.

Den Teig in Papierförmchen (diese am Besten vorher in ein Muffinbackblech stellen) füllen und im vorgeheizten Ofen - jeweils nur ein Blech - bei 180 °C Ober-/Unterhitze für ca. 25 Minuten backen. Herausnehmen und vollständig abkühlen lassen.


Für die Deko 50 g Kokosflocken mit gelber Lebensmittelfarbpaste einfärben. Dafür die Kokosflocken in eine Schüssel geben, etwas Farbpaste dazu und die Kokosflocken (am Besten mit Einweghandschuhen) gründlich durchkneten. Die Kokosflocken in eine flache Schüssel geben.

Aus 150 g Puderzucker, 2 EL Zitronensaft und 1 EL Wasser einen dicken Zuckerguss anrühren.

Nun die Cupcakes einzeln nacheinander jeweils großzügig mit Zuckerguss bestreichen, am Förmchen festhalten und auf der Zuckerguss-Seite in den Kokosflocken wälzen. Beiseite stellen und trocknen lassen.

Zum Schluss die Augen, Schnäbel und Füße der Küken mit geschmolzener weißer Schokolade oder Vanille-Kuchenglasur auf die Cupcakes kleben. Wie viel Schokolade man benötigt, habe ich leider nicht gemessen / gewogen, aber viel ist es nicht.













Im Radio ist ein Trecker. Im Radio ist ein Trecker. Und der macht BRUMM, der Trecker macht BRUMM, der Trecker macht BRUMM und das Küken... 


Oh, oh!


Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:

Für die Cupcakes:
80 g weiche Butter
80 g Zucker
1 Vanilleschote
2 Eier
240 g Mehl
2 gehäufte TL Backpulver
200 ml Milch
35 g buntes Zucker-Konfetti

Für die Deko:
150 g Puderzucker
2 EL Zitronensaft
1 EL Wasser
50 g Kokosflocken
gelbe Lebensmittelfarbpaste
Augen, Schnäbel und Füße aus Fondant oder Marzipan
etwas weiße Schokolade oder Vanille-Kuchenglasur




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