Donnerstag, 30. Mai 2013

Pasta mit Honig-Senf-Sauce und Ibérico-Schinken


Schon Anfang des Jahres wurde mir die erste erschienene Gourmetbox, die es alle zwei Monate mit neuem Inhalt gibt, zum Testen zur Verfügung gestellt. Damals hatte ich aus dem Inhalt Haselnuss-Kaffee-Schoko-Kuchen mit Rotweinsahne gebacken. Nun habe ich die aktuelle Box für Mai/Juni erhalten. 

Natürlich habe ich wiederum mit den Zutaten aus der Box etwas leckeres gekocht - schließlich geht es hier im Blog hauptsächlich um Rezepte ;) Also nun erst einmal zur Pasta, zur Box erzähle ich Euch weiter unten noch mehr. 


Für dieses Gericht habe ich den Senf sowie den Ibérico-Schinken verwendet. Natürlich könnt Ihr auch eine andere Sorte Senf bzw. Schinken verwenden. 

Das Rezept reicht für ca. vier Personen, ist ratz-fatz fertig uns sehr lecker :) 


1 dicke Bundzwiebel in Ringe schneiden, waschen und trocknen. 

In einem Topf 20 g Butter erhitzen. 30 g Mehl einrühren und anschwitzen. Unter Rühren mit einem Schneebesen mit 300 ml kalter Gemüsebrühe und 400 ml kalter Sahne ablöschen. 

Die Bundzwiebelringe zugeben und aufkochen lassen. 

3 TL Honig sowie 6 TL Senf einrühren und die Sauce für zehn bis 15 Minuten einköcheln lassen. 

Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 


Währenddessen die Pasta nach Packungsanleitung kochen. 

Die Pasta zusammen mit der Sauce anrichten, mit einigen grünen Ringen einer Bundzwiebel sowie 60 g Ibériko-Schinken garnieren. 


Und nun nochmal zurück zur Gourmetbox

Auch die März/April-Box war mir zum probieren angeboten worden. Leider hatte die Box mich aber nicht besonders angesprochen und ich hatte daher auf eine Zusendung verzichtet. 

An dieser Stelle möchte ich kurz erwähnen, dass der Kontakt zum Gourmetbox-Team wirklich ausgesprochen nett ist :) Meine Kritik zur März/April-Box wurde sehr freundlich aufgenommen und ich hatte den Eindruck, dass man sich diese wirklich zu Herzen nimmt. 

Kurz vor Erscheinen der aktuellen Box bekam ich erneut eine Anfrage vom Gourmetbox-Team. Man habe sich der Kritik gestellt und eine hochwertige Box für Mai/Juni zusammengestellt. Das hatte meine Neugier geweckt und ich habe die Box erneut getestet. 

Und ich muss sagen: Die aktuelle Box finde ich wirklich toll :) 

Schon rein vom finanziellen Aspekt lohnt sie die Box. Sie kostet als Einzelbox 24,95 EUR und enthält dieses Mal Produkte im Wert von über 66,00 EUR. 

Gut finde ich, dass auf umweltfreundliche Verpackung geachtet wird. Die Glasprodukte sind in Pappe gewickelt und als Füllmaterial dient Holzwolle. 

Neben den eigentlichen Produkten liegt ein kleines Begleitheft bei, in dem der Boxinhalt nochmals genau vorgestellt wird und in dem einige passende Rezepte abgedruckt sind. 

Sehr nett fand ich auch die handgeschriebenen Grüße des Gourmetbox-Teams auf dem Anschreiben in der Box :)


Nun aber zum Inhalt der Box, den Ihr auch hier noch einmal sehen könnt. 

Den Bio-Senf habe ich ja oben bei der Pasta verwendet und für lecker befunden :) Es ist ein Feigen-Chili-Senf. Er stammt von der Firma Columella - einem Familienunternehmen aus der Nähe von München - und ist eigentlich genau das Richtige für alle Blogger, denn der Senf wird von einer IT-Firma hergestellt ;) Die erste Senfsorte (der Feigen-Chili-Senf, der nun auch der Box beilag) wurde von dieser IT-Firma an ihre Kunden verschenkt. Mittlerweile ist daraus ein eigenständiger Betrieb geworden. 

Ebenfalls aus der Box stammt der hier verwendete Ibérico-Schinken. Dieser stammt vom freilaufenden iberischen Schwein aus Andalusien. Diese Schweinerasse lagert ihr Fett aufgrund einer genetischen Besonderheit anders ein als ihr Artgenossen und wird hauptsächlich mit Eicheln gefüttert. Ich habe zum ersten Mal Schinken vom iberischen Schwein gegessen. Ich fand ihn lecker und man schmeckt sicher auch einen Unterschied zu anderen Schinkensorten - 21,00 EUR pro 60 g wäre er mir aber zugegebenermaßen nicht wert, müsste ich ihn kaufen ;) Aber genau deshalb fand ich es toll, den Schinken in der Box zu finden, denn zum einen hätte ich ihn sonst wohl niemals probiert und zum anderen sind ja genau dafür solche Boxen gut - um Produkte kennenzulernen, die man bisher noch nicht gegessen hat :)

Weiterhin war in der Box eine Flasche "Eat a Rainbow". Dabei handelt es sich laut Verpackung um "konzentriertes Obst und Gemüse". Ich schätze, es wurde passiertes Obst und Gemüse bzw. Saft so lange einreduziert, bis es zähflüssig wurde. Ob dann noch besonders viele Vitamine enthalten sind, sei mal dahingestellt. Ich habe ohnehin eine ganz andere Verwendungsmöglichkeit dafür gefunden: Es lässt sich prima zum Einfärben von Lebensmitteln verwenden :) Es hat etwa die Konsistenz wie Pastenfarbe und ich habe z. B. die Sahne zur Dekoration meiner Schoko-Holunder-Torte damit eingefärbt. Und das ganz ohne Chemie :) Auch Joghurt etc. lässt sich damit super lila einfärben - meine Kleine war begeistert, den plötzlich hatte der Naturjoghurt eine schrillere Farbe als jeder Fruchtzwerg & Co. *g* Zwar ist das Konzentrat natürlich zum aromatisieren von Speisen oder Getränken gedacht, ich schätze jedoch, dass es bei mir auch künftig eher zum einfärben eingesetzt wird - das dann aber mit großer Freude :) Ob einem die 100 ml des Konzentrats allerdings 14,90 EUR wert sind, muss man selbst entscheiden (oder ob man solch ein Konzentrat zum Färben nicht auch selbst herstellen kann). Aber auch hier gilt wieder: Ohne die Box wäre mir dieses Produkt völlig unbekannt geblieben :)

Als nächstes habe ich ein Tütchen Minze-Lemongras-Gewürzsalz aus der Box gezogen. Super! Ich liebe aromatisiertes Salz - ebenso wie Minze :) Beim ersten öffnen war ich einen Moment versucht, instiktiv zum Tee-Ei zu greifen *g* Das Salz hat es dann aber doch aufs Butterbrot geschafft - lecker! Neben Minze und Lemongras wurde das Salz mit Cumin und Zimt aromatisiert. 

Neben Essbarem liegen den Gourmetboxen teilweise auch Küchenhelfer bei. Diesmal war das ein Küchenpinsel. Darüber habe ich mich sehr gefreut, denn ich hätte mir ohnehin einen neuen Pinsel kaufen müssen - das hat sich nun erübrigt :) er Pinsel ist hitzebeständig bis 120 °C und spülmaschinengeeignet. Durch seine gebogene Form kann man ihn auf auf die Arbeitsplatte legen, ohne dass die Borsten diese berühren und alles z.  B. voller Schokolade kleben ;) 

Nun zum Schluss die beiden Produkte in der Box, die mir nicht ganz so gut gefallen haben:

Es waren zwei verschiedene Sorten italienischer Weißwein mit in der Box - jeweils 100 ml, also "Portionsgröße" ;) Ich kenne mich mit Wein kein bisschen aus, aber mir haben beide Weine gut geschmeckt. Das Minus liegt für mich in der Verpackung: Die Weine werden in einer Art "Tetra-Pack" in Flaschenform geliefert, die sich oben aufreißen und direkt ins Glas drücken lassen. Die aktuelle Gourmetbox steht unter dem Motto "Picknick und Grillen" und die Weine in dieser Verpackung sind eben dafür gedacht, sie in den Picknickkorb zu stecken, Gewicht und Bruch zu vermeiden. Ich persönlich packe mir lieber eine Mini-Flasche Wein mit 200 ml ein ;) Im beiliegenden Heft ist zwar erwähnt, dass die Verpackung preisgekrönt sei und zu hundert Prozent aus wiederverwertbaren Komponenten bestehe, aus was genau ergibt sich aber nicht und für mich fühlt es sich irgendwie nach Plastik an - selbst wenn es keines sein sollte ;)

Zu guter Letzt zur Zeitschrift, die in jeder Gourmetbox beiliegt: Wie auch schon in den beiden Vorgängerboxen handelt es sich dabei um die "falstaff". Gut, die Zeitschrift kostet regulär 7,50 EUR, mir persönlich gefällt sie aber nicht besonders - zu überkandidelt ;) besonders, da ich mich weder mit Wein noch mit Kaviar auskenne... Aber das ist sicher Geschmacksache. Ich hätte mir jedenfalls etwas Abwechslung und auch mal eine andere Zeitschrift gewünscht. Natürlich muss man aber auch erwähnen, dass es die Gourmetbox nun erst in der dritten Auflage gibt wohl erst einmal geeignete Partner gefunden werden müssen (wobei andererseits die Gourmetbox vom Bertelsmann-Club herausgegeben wird und man da doch sicher auch gewisse Kontakte hat??).

Insgesamt finde ich die Box aber sehr gelungen. Es waren Produkte in dieser Box, die ich gut gebrauchten konnte, die ich sehr lecker fand, ganz neu entdeckt habe und mir ansonsten wohl nicht gekauft hätte :) Danke auch nochmal an das Gourmetbox-Team für die Box und den netten Kontakt :) 




Und wer es bis hierhin geschafft hat ;) erhält jetzt nochmal alle Zutaten für die Pasta auf einen Blick:

1 dicke Bundzwiebel
20 g Butter
30 g Mehl
300 ml Gemüsebrühe
400 ml Sahne
3 TL Honig
6 TL Senf
Salz
Pfeffer
60 g roher Schinken 
500 g Pasta 

Dienstag, 28. Mai 2013

Foodblogger-Charts: Charlotte´s Diner mit "How much is the fish"




Herzlich Willkommen zu einer weiteren Ausgabe der Foodblogger-Charts!


Um was es geht, könnt Ihr hier nochmal nachlesen.




Charlottes Koch- und Backleidenschaft, deren Ergebnisse wir auf ihrem BlogCharlotte´s Diner bewundern dürfen, ist sogar ärztlich attestiert! Abhilfe schafft nur eines: Ruhig bleiben und weiteressen – oder in Charlottes Fall weiter kochen, backen und vor allem bloggen, damit auch wir etwas davon haben ;) Charlottes Diner ist ein bunter Mix mit allem, was das Herz begehrt: Leckere Pasta, fruchtige Kuchen, Fleischiges und Fischiges, herzhaft Gebackenes, cremige Suppen, schokoladige Desserts, knackiges Gemüse, und und und... Charlotte lässt einfach keine Wünsche offen :) Letztes Jahr gab es außerdem einen kulinarischen Adventskalender – ganz ausnahmsweise hätte ich deshalb sogar noch ein paar Tage länger auf das Christkind gewartet.


Kostprobe gefällig?




Für Charlotte habe ich einen Meilenstein der Chartgeschichte ausgegraben. Und was Charlotte daraus gemacht hat, schmeckt sogar Fisch-Verweigerern ;) Also dreht Eure Lautsprecher auf, denn hier kommt 




Ich möchte Nina zu erst einmal danken. Nicht nur dafür, dass ich in ihren Foodblogger-Charts dabei sein darf, sondern auch, dass sie schon mehrmals darauf hingewiesen hat, dass die Musikauswahl nicht (immer) dem Geschmack ihrer Gäste entspricht. ;-) "How much is the fish" von Scooter, da musste ich erst einmal schlucken. Ich dachte, dass ich damit so überhaupt nichts verbinden kann - bis mir mein Schullandheimbesuch in der 6. Klasse wieder einfiel. Dort lief das Lied in der abendlichen "Disco" rauf und runter. Dazu gab es neben dem passenden Gruppentanz (den ich lieber schnell wieder vergesse...), leckere Sesam-Cracker in Fischform zur Stärkung. 


Damals kamen die Fischli aus der Tüte, für Nina habe ich sie nun selbst gemacht. Aus den kleinen Goldfischen sind allerdings große Haie geworden. Aber ich bin seitdem ja auch noch gewachsen. ;-) 


Zutaten: 
250g Mehl 
100 ml Wasser
50 ml Olivenöl
1/2 TL Salz
1 Zweig frischer Rosmarin
3 EL Sesam
1 Ei

Zubereitung: 
Rosmarin waschen, Nadeln abzupfen und fein hacken. Mit allen Zutaten außer dem Sesam zu einem glatten Teig verkneten. 30 Minuten kalt stellen. 

Teig dünn ausrollen, ausstechen und auf ein Blech mit Backpapier legen. (Wer mag, kann auch mit einem Teigroller kleine Quadrate ausrollen.) Das Ei verquirlen und die Cracker damit bestreichen, Sesam darüber streuen.  

Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 10-12 Minuten goldbraun backen.

Statt Sesam kann man die Cracker z.B. auch mit Schwarzkümmel, Fleur de Sel oder würzigem Käse verfeinern. 

Liebe Nina, ich möchte mich noch einmal ganz herzlich für die Einladung bedanken. Ich habe mich riesig gefreut, dabei sein zu dürfen!





Danke, liebe Charlotte!


Sonntag, 26. Mai 2013

Schoko-Holunder-Torte mit lieblichem Innenleben


Nachdem meine Schoko-Holunder-Torte zu Ostern leider misslungen war, wollte ich unbedingt einen neuen Versuch für diese Kombination wagen. Gelegenheit dazu hatte ich dann letzte Woche: Mein Mann und ich hatten Hochzeitstag - den sechsten, der auch als Zuckerhochzeit gefeiert wird. Was schenkt man da schöneres als eine mit Liebe gebackene Torte? 

Nun konnte ich meinem Mann zu diesem Tag ja schlecht wieder Schweinepopos auf die Torte setzen, also musste die Dekoration natürlich anders werden. Anstatt mit Blumen habe ich es also mit Torte gesagt: I love you :) 

Die in der Ostertorte misslungene Schicht Schokoladencreme habe ich dieses Mal übrigens einfach weggelassen - ich wollte keine Risiken eingehen ;) Die Torte besteht also aus zwei Schichten Schokobiskuit, gefüllt mit Holunder-Buttercreme und verziert mit Schlagsahne. Die Schrift im Inneren der Torte besteht aus Vanille-Rührkuchen. 


Begonnen wird mit dem Vanillekuchen für den Schriftzug in der Torte. 

Dafür 120 g weiche Butter mit 120 g Zucker und dem ausgekratzten Mark von 1 1/2 Vanilleschoten sehr schaumig schlagen. 3 Eier (Zimmertemperatur) einzeln - jeweils ca. 60 Sekunden - unterrühren. 

In einer Schüssel 360 g Mehl mit 1 Päckchen Backpulver mischen und abwechselnd mit 300 ml Milch (Zimmertemperatur) unter den Teig rühren. Dabei mit Mehl beginnen und auch mit Mehl wieder enden. 

Den Teig in eine gefettete und bemehlte Kastenkuchenform geben und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze für ca. 50 Minuten backen. 

Herausnehmen und vollständig auskühlen lassen, dann den Kuchen auf eine Platte stürzen. 

Der Kuchen wird übrigens nicht vollständig gebracht bzw. es bleiben Reste vom Ausschneiden/-stechen übrig. Daraus könnte man z. B. Cakepops machen oder sie mit einer leckeren Creme als Schichtdessert in Gläser füllen. 


Für die Buttercreme muss vorerst folgender Pudding gekocht werden: 60 g Maisstärke in einer Tasse mit 4 EL Zucker mischen. Von 600 ml Holundersaft einige EL abnehmen, zur Stärkemischung geben und glattrühren. 

Den restlichen Holundersaft in einen Topf geben, aufkochen, von der Platte ziehen und die angerührte Stärke mit einem Schneebesen einrühren. Den Pudding nochmals unter Rühren aufkochen, bis er eindickt. Den Pudding vom Herd nehmen und sofort mit einer Schicht Frischhaltefolie belegen, damit sich keine Haut bildet. Der Pudding auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Das kann schon ein paar Stunden dauern - wer möchte kann den Pudding daher bereits am Vorabend kochen. 

Auch die Butter für die Creme (300 g) sollte bereits rechtzeitig aus dem Kühlschrank genommen werden, damit sie auf Zimmertemperatur kommen kann. Wichtig ist, dass Butter und Pudding die gleiche Temperatur haben. 


Nun wird der Biskuit gebacken: Dafür 4 Eier (Größe L) mit 4 EL lauwarmem Wasser, 150 g Zucker und einer Prise Salz acht Minuten lang mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. 

100 g Mehl, 70 g Maisstärke mit 30 g Kakaopulver und 2 leicht gehäuften TL Backpulver mischen, auf die Eimasse sieben und mit einem Löffel vorsichtig und nur so lange wie nötig unterheben. 

Den Teig in einen gefetteten Backrahmen (ca. 19 x 30 cm) füllen und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze für ca. 25 Minuten backen. 

Den Biskuit aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen, den Backrahmen entfernen und vollständig erkalten lassen. 

Damit der Biskuit schön gleichmäßig aufgeht und keine Erhebung in der Mitte bildet, habe ich den Backrahmen mit in Alufolie gewickelten feuchten Küchentüchern umstellt. Wie das genau funktioniert, habe ich hier schon einmal beschrieben. 


Während der Biskuit abkühlt, können aus dem Kastenkuchen - sofern er ebenfalls schon abgekühlt ist - die Buchstaben ausgestochen werden. 

Dafür den Kuchen in breite Scheiben schneiden, die Rinde entfernen und die Buchstaben "I" und "U" sowie Herzen ausstechen. Für das Herz habe ich einen Ausstecher verwendet (leider war er etwas zu klein, ein größeres Herz hätte sicher schöner ausgesehen), die Buchstaben habe ich "frei Schnauze" mit einem scharfen Messer ausgeschnitten, wobei ich den ersten ausgeschnittenen Buchstaben jeweils als Muster/Schablone benutzt habe, damit alle in etwa gleich aussehen. 

Vor dem Zusammenbau der Torte wird außerdem der Schoko-Biskuit einmal quer halbiert und die Buttercreme fertig angerührt: 

Dafür 300 g weiche Butter mit 3-4 EL Puderzucker schaumig rühren. Den Pudding esslöffelweise Unterrühren. 


Nachdem nun alle "Bauteile" vorhanden sind, kann die Torte zusammengesetzt werden: 

Eine Lage des Biskuits auf eine Platte legen und mit dem Backrahmen umstellen. Eine dünne Schicht Buttercreme auftragen. Nun die Buchstaben hintereinander der Länge nach auf die Creme setzen, so dass sich quasi Reihen von "I" bzw. Herzen bzw. "U" ergeben, die so lang sind wie der Biskuit. 

Ihr solltet Euch dabei merken, von welcher Seite her der Schriftzug richtig herum zu lesen ist, so dass später auch die Dekoration außen entsprechend richtig sitzt und vor allem die Torte richtig herum angeschnitten wird ;) 

Einen Teil der Buttercreme in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und um die Buchstaben herumspritzen, so dass diese schon fest sitzen und man sie nicht beim Auftragen der weiteren Creme verschieben kann. 

Nun die restliche Buttercreme auf der Torte verteilen und mit dem zweiten Schokobiskuit belegen. Leicht andrücken und die Torte kühl stellen. 

Für die Verzierung habe ich einfach Schlagsahne verwendet - insgesamt benötigt man drei bis vier Päckchen, die man mit drei bis vier Sahnefest streif schlägt. 

Die Torte also aus der Kühlung holen und den Backrahmen entfernen. Die Torte einmal komplett mit Sahne einstreichen. 

Für das Tupfen-Muster am Rand wird mit einer Lochtülle jeweils eine senkrechte Reihe an Sahnetupfen auf den Rand gespritzt, die dann mit der Rückseite eines Teelöffels zur Seite weggestrichen werden. Dann kommt die nächste Reihe Tupfen, die erneut zur Seite verstrichen wird usw. 

Einen kleinen Teil Sahne habe ich lila eingefärbt und auf der Oberseite ebenfalls ein "I love U" aufgespritzt. Die Konturen der Buchstaben habe ich mit einem Zahnstocher in die Sahne vorgezeichnet und das Herz mit einem Ausstecher in die Sahne gedrückt, dann mit Tupfen aus einer kleinen geschlossenen Sterntülle den Schriftzug  nachgezeichnet bzw. ausgefüllt. 




Und wie immer alle Zutaten auf einen Blick:

Für den Vanillekuchen:
120 g weiche Butter
120 g Zucker
1 1/2 Vanilleschoten
3 Eier
360 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
300 ml Milch 

Für die Buttercreme:
600 ml Holundersaft
60 g Maisstärke
4 EL Zucker 
300 g weiche Butter
3 - 4 EL Puderzucker 

Für den Schokobiskuit:
4 Eier (Größe L)
4 EL lauwarmes Wasser
150 g Zucker
1 Prise Salz
100 g Mehl
70 g Maisstärke
30 g Kakaopulver
2 gleich geh. TL Backpulver

Für die Dekoration:
3 - 4 Päckchen Sahne á 200 g
3 - 4 Päckchen Sahnefest
ggf. Lebensmittelfarbpaste, Kakao etc. zum Einfärben für den Schriftzug

Donnerstag, 23. Mai 2013

Abgelichtet: Seligenstadt


Kennt Ihr das kleine Städtchen Seligenstadt? 

Es liegt direkt am Main und hat eine wunderschöne historische Altstadt! 

Falls Ihr mal in die Gegend kommt, ist Seligenstadt auf jeden Fall einen Besuch wert. Neben den hübschen Fachwerkhäusern in der Altstadt gibt es dort allerlei nette kleine Lädchen - Blumen, Feinkost, Küchenzubehör, Geschirr... - zu entdecken. 

Wer sich für die Geschichte der Stadt interessiert, kann auf der Homepage von Seligenstadt mehr erfahren. 

Wir waren dieses Jahr dort auf Hochzeit eingeladen und ich habe bei dieser Gelegenheit ein paar Bilder in der Altstadt gemacht...




























Dienstag, 21. Mai 2013

Foodblogger-Charts: Grain de Sel - Salzkorn mit "Milk and toast and honey"



Herzlich Willkommen zu einer weiteren Ausgabe der Foodblogger-Charts!


Um was es geht, könnt Ihr hier nochmal nachlesen.




Auf grain de sel - Salzkorn berichtet uns Micha seit Juni 2011 von ihrer „Gartenküche“. Aber was sich so bescheiden anhört, ist mehr als ein schlichter Food-Blog. „grain de sel“ ist viel mehr: Hier gibt es nicht nur wundervolle Rezepte – selbstgebackenes Brot aus alten Getreidesorten, wärmende Suppen, frisches Gemüse, hausgemachte Pasta, deftige Fleischgerichte, knackige Salate, französische Tartes in süß und herzhaft… – sondern einfach Wohlfühlgarantie. Michas Blog liest sich wie ein Buch, in das man sich stundenlang vertiefen kann, sie erzählt über die Sitten der Jäger in Frankreichs Dörfern, von Märchen über Granatäpfel, bringt uns das Flechten von Hefezöpfen bei, teilt Kindheitserinnerungen mit uns, zitiert ab und an mal Gedichte, versorgt uns mit Reisebildern aus fremden Welten und spricht über Aromen wie eine Poetin („...die sich zusammenfügen, als wären sie – und nur sie – so von Anbeginn der Zeit füreinander bestimmt.“). Dazwischen gibt es immer wieder Fotos aus ihrer „neuen“ Heimat Frankreich, die dazu führen, dass selbst jemand wie ich, der noch nie in Frankreich war, sich ein bisschen verliebt ... in romantische Häuserfassaden, in kleine Gässchen, in frisch gewaschene Wäsche, die im Wind trocknet, in Früchte tragende Granatapfelbäume, in kleine Marktstände mit frischem Obst und Gemüse, in weinüberrankte alte Gemäuer und in endlose Lavendelfelder.



Kostprobe gefällig?







Micha hat ihren Titel wörtlich genommen. Das Naheligenste ist schließlich oft das Beste! 





Ninas Idee die Pop-Geschichte nach *kulinarischen Songs* durchzuzstreifen, fand ich sofort super. Da gabs auch gar kein weiteres Nachdenken, als sie mich als Mitstreiter mit in ihre Blogger-Charts berufen hat; ich habe mich sehr gefreut, dass sie an mich gedacht hat. Eine kulinarische Musikbox - das ist einfach ein toller Einfall, Nina!

Außerdem war die einzige Vorgabe ihr ausgewählter Song - gegen den man sogar hätte Veto einlegen können - und ab da durfte man, wie man wollte. SO mag ich das.

Roxette höre ich nur im Radio, aber mit Butter, Toast und Honig ist die Brücke sofort für mich geschlagen. Ich habe meine Freiheit genutzt, die Steilvorlage wahrzunehmen, endlichendlich das Hokkaido-Brot zu backen, von dem mir vor Jahren Miriam bereits vorgeschwärmt hat - und das seinerzeits wiederum seine Kreise gezogen hat. Wie solls anders sein: ausgehend von Petra. Fast kann man von einem alten Blogbuster reden…

Eigentlich muß ich mich nämlich sehr aufraffen, so Dinge wie Brioche oder Croissants zu backen - die können die Fränzis einfach zu gut. Aber mit Nina habe ich die Gelegenheit am Schopf gepackt, in die langaufgeschobene Richtung zu backen: ein Toast. Oder zumindest fast. Ein Milchbrot. Aber nicht irgendein Milchbrot, sondern eine Milchbrot das wuschige Hefehaare hat.

Und ich habe den Test gemacht. Schmeckt absolut supi mit Butter und Honig! 


Zutaten für eine 750g Form (18 x 8 x 8):

270g Mehl 550 (m: T65)
30g Mehl 405 (m: T45)
12g frische Hefe
15g Milchpulver
40g Zucker
5g Salz
1 kleines Ei
125g Milch
80g Sahne


Zubereitung:

Alle Zutaten außer dem Salz in die Schüssel der Küchenmaschine geben und 4 Minuten auf Stufe kneten, dann das Salz einrieseln lassen und 8-12 Minuten auf Stufe 3 kneten, bis ein glatter elastischer Teig entsteht, der sich zuerst von den Wänden löst und dann auch beginnt, sich vom Boden der Schüssel zu lösen (länger kneten als üblich). Den Teig in eine sauberen, leicht geölten Schüssel auf das doppelte Volumen aufgehen lassen (Original etwa 1 Stunde, bei mir mit weniger Hefe gut 1 1/2 Stunden).

Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und entgasen. In vier Stücke teilen (m: 3), diese grob rund formen und abgedeckt 20 Minuten ruhen lassen.

Jedes Teigstück zu einem länglichen Band auswellen (Breite etwa Kastenformbreite) und aufrollen. Die 4 Rollen (m: 3) hintereinander in die gebutterte Kastenform setzen und abgedeckt gehen lassen, bis die Form etwa 2/3 gefüllt ist (m: bei mir sehr gut über die Form - etwa 1 1/2 Stunden).

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Die Oberfläche mit Eiwasch oder Milch bepinseln und das Brot im Backofen auf zweitunterstem Rost etwa 40 Minuten backen.







Danke, liebe Micha!










Sonntag, 19. Mai 2013

Zitronen-Limetten-Schmand-Creme


Ich liebe Rezepte, die so wenig nach Resteverwertung aussehen :) Aber genau das war hier der Fall: Ich hatte noch Zitronen und Limetten im Haus, die dringend verarbeitet werden mussten. Nach einem Blick in die Frühlings-Ausgabe der "Sweet Dreams" habe ich mich für dieses Dessert entschieden, da ich auch alle weiteren Zutaten ohnehin im Kühlschrank hatte. Eigentlich wird die Creme nur mit Zitronen hergestellt, ich habe Zitronen und Limetten gemischt. 


Das Schichtdessert war auch prinzipiell wirklich lecker, allerdings fand ich das Verhältnis zwischen Zitronen- und Schmandcreme nicht ganz passend. Das ist sicher Geschmacksache, aber meiner Meinung nach war es einfach zuviel Zitronencreme. Ich würde daher entweder die Menge an Zitronencreme etwas reduzieren oder die Menge an Schmandcreme eben entsprechend erhöhen. 

Bei der Zubereitung der Zitronen-Limetten-Creme ist mir dann direkt noch ein Fehler unterlaufen: Anstatt die  Gesamtzuckermenge wie im Rezept angegeben auf Zitronen- und Schmandcreme zu verteilen, habe ich  versehentlich den kompletten Zucker in die Zitronencreme gerührt, also 40 g mehr als vorgesehen. Aber ich muss sagen, ich fand die Creme dennoch keineswegs zu süß. 

Ich habe Euch unten nun aber die Mengenangaben wie im Originalrezept angegeben notiert. Falls jemand das Rezept ausprobieren möchte, kann er so selbst entscheiden, ob er ggf. das Mengenverhältnis ändert oder ebenfalls mehr Zucker in die Zitronencreme gibt ;)




Das Rezept reicht für sechs Dessertportionen. 

2 Zitronen und 1 Limette halbieren und auspressen. Vom Saft 150 ml abmessen und zusammen mit 125 g Zucker unter Rühren in einem Topf erhitzen. 

20 g Maisstärke zusammen mit 1 Ei, 2 Eigelb und 2 EL kaltem Wasser mit dem Pürierstab mixen. 

Den heißen Zitronensaft mit dem Schneebesen langsam unter die Eimasse schlagen. Die komplette Masse zurück in den Topf geben und unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen aufkochen lassen, bis die Creme eindickt. Den Topf von der Platte ziehen. 75 g gewürfelte Butter mit dem Schneebesen kräftig unterrühren. Die Masse unter gelegentlichem Rühren abkühlen lassen. 



Für die Schmandcreme 200 g Schmand mit 100 g Joghurt und 40 g Zucker verrühren. 

150 g Sahne mit einem Päckchen Sahnefest steif schlagen und unterheben. 



Beide Cremes abwechselnd in Dessertgläser schichten. Vor dem Servieren mindestens zwei Stunden kaltstellen. 



Und nochmals alle Zutaten auf einen Blick:

Für die Zitronen-Limetten-Creme: 
2 Zitronen
1 Limette
125 g Zucker
20 g Maisstärke
1 Ei
2 Eigelb
2 EL kaltes Wasser
75 g Butter

Für die Schmandcreme: 
200 g Schmand
100 g Joghurt
40 g Zucker
150 g Sahne
1 Päckchen Sahnefest


Donnerstag, 16. Mai 2013

Pasta mit Tomaten-Kokos-Sauce und Mini-Hackbällchen


Und mal wieder ein Pastarezept - hier gibt es auf Wunsch meiner Kleinen im Moment ständig Spaghetti mit wechselnden Saucen. Und ich habe dagegen auch nichts einzuwenden ;) Um die "normale" Tomatensauce etwas aufzupeppen gab es sie neulich in Kombination mit Kokos. Dazu habe ich Mini-Hackbällchen gemacht. 


Die Sauce reicht für 8 Portionen, schmeckt aber auch am nächsten Tag aufgewärmt noch lecker :) 

Als erstes solltet Ihr die Tomaten zum köcheln bringen, denn eine Tomatensauce schmeckt immer besser, je länger sie vor sich hinköchelt. Da ich nicht sooo viel Zeit hatte, habe ich die Tomaten zumindest so lange köcheln lassen, bis ich die Hackbällchen soweit vorbereitet hatte. 

Also 500 g passierte Tomaten und 400 g Tomatenstücke in Püree (Dose) in einen Topf geben, 1 Zimtstange und 1 Lorbeerblatt dazu, aufkochen, die Temperatur reduzieren und vor sich hinköcheln lassen. 

Nun an die Hackbällchen: Dafür 500 g Hackfleisch mit 1 Ei, 4 EL Semmelbröseln und 2 EL Kokosflocken gründlich vermengen. Mit Salz und Pfefer abschmecken. 

In einer weiten Schüssel 2 EL Mehl mit 2 EL Kokosflocken mischen. Aus dem Hackfleisch kleine Kugeln formen, nacheinander in die Schüssel geben und in der Mehl-Kokos-Mischung schwenken, bis die Bällchen komplett damit bedeckt sind. 




Öl in einer Pfanne erhitzen, die Hackbällchen hineingeben (evtl. überschüssiges Mehl bitte in der Schüssel lassen) und rundherum braten. 

Währenddessen 200 ml Kokoscreme (aus 90 % Kokosnussfruchtfleisch) sowie den Saft 1/2 Limette und 2 EL Kokosflocken zu den Tomaten geben und unterrühren. Mit Salz, Cayennepfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. 

Die Hackbällchen können - wie auf meinen Fotos - auf der Sauce serviert werden, man kann sie aber natürlich auch mit der Sauce mischen. 






Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:

Für die Sauce: 
500 g passierte Tomaten
400 g Tomatenstücke in Püree (Dose)
1 Zimtstange
1 Lorbeerblatt

200 ml Kokoscreme (in Tetrapack)
Saft von 1/2 Limette
2 EL Kokosflocken
Salz
Cayennepfeffer
Zucker

Für die Mini-Hackbällchen: 

500 g Hack
1 Ei
4 EL Semmelbrösel
2 + 2 EL Kokosflocken
2 EL Mehl
Salz
Pfeffer



Dienstag, 14. Mai 2013

Foodblogger-Charts: Moeys Kitchen mit "Mmm mmm mmm mmm"



Herzlich Willkommen zu einer weiteren Ausgabe der Foodblogger-Charts!


Um was es geht, könnt Ihr hier nochmal nachlesen.









Majas Blogmoey´s kitchen lese und liebe ich bereits seit Beginn, denn wir haben etwa zur gleichen Zeit mit dem Bloggen begonnen und kannten uns vorher schon aus dem Forum der großen grünen Kochseite. Verliebt habe ich mich in Majas Blog natürlich unter anderem wegen der Cupcake-Rezepte. Aber mein Herz ist ja groß und so passen auch noch Majas Kuchen und Desserts, ihre hausgemachten Pastagerichte, ihre süßen wie herzhaften Tartes und Quiches, ihre deftigen Fleischgerichte, ihr selbstgemachtes Eis, ihre saisonalen Gemüserezepte und ihre leckeren Frühstücksideen mit hinein. In meinem Bücherregal wiederum ist zwar nicht mehr wirklich viel Platz, dennoch landen nach Majas regelmäßigen Buchvorstellungen immer wieder neue Koch- und Backbücher auf meiner Wunschliste. Einige von Majas Rezepten könnt Ihr übrigens auch in einem Büchlein nachlesen: Zu dem Buch Cupcakes & Muffins hat sie die Cupcake-Rezepte beigesteuert und das Vorwort geschrieben :)


Bei dem Titel, den ich für Maja ausgesucht habe, muss man zugegebenermaßen etwas um die Ecke denken, um ihn mit Essen in Verbindung zu bringen. Zum einen ist es einer der Titel der – wie ich im Einleitungsbeitrag bereits erwähnt hatte – überhaupt nichts mit Essen oder ähnlichem zu tun hat, sondern man allein den Titel darauf beziehen kann, zum anderen ist der Titel selbst ebenfalls nicht direkt kulinarisch. Dennoch sind die Worte des Titels nunmal genau das, was mir jedes Mal durch den Kopf geht, sobald ich auf Majas Blog klicke: 






"Was für eine Ehre!" - war mein erster Gedanke, als mich die liebe Nina vor ein paar Monaten angeschrieben hat um zu fragen, ob ich bei ihren Foodblogger-Charts mitmachen möchte. Na klar möchte ich!



Mein zweiter Gedanke galt dann dem Lied. Was wird sie mir zuteilen? Kenne ich das überhaupt? Wie verwandelt man ein Lied in einen kulinarischen Gastbeitrag?

Doch dann die Erleichterung - Nina hatte sich für mich das wunderbare "Mmm Mmm Mmm Mmm" von den Crash Test Dummies ausgesucht. Wie toll ist das denn bitte? Wir gehen hier auch rein nach dem Titel und verwandeln diesen in ein "Mhhhmmmm". Der Ausspruch für was unglaublich Leckeres.

Ich kenne das Lied natürlich noch aus meiner Teeniezeit, liebe die Melodie und das Musikvideo, allerdings wird das Ganze als One Hit Wonder abgestempelt. Außerdem streitet man sehr über den Inhalt, geht es darin doch um traumatisierte Kinder, wobei es einem schlechter als dem anderen geht… Deswegen habe ich mich für die Foodbloggercharts natürlich rein auf den Titel bezogen, den man eben auch kulinarisch anwenden kann.

Woran denkt ihr zuerst, wenn euch das Wasser im Mund zusammen läuft und ihr euch ein solches "Mmmmm" entlocken könnt? Ich denke dabei zuerst an Schokolade, Cheesecake, Cremes oder fruchtige Desserts.
Und wisst ihr was? Das kann man alles in ein einziges Highlight packen, ein vierfaches "Mmmmm" eben, "Mmm Mmm Mmm Mmm"!

Die Idee für meinen Beitrag kam mir dann tatsächlich erst vor drei Wochen, nämlich als ich in der Hummingbird Bakery in London war und dieses unglaubliche Stückchen fruchtig-cremig-schokoladige Cheesecake-Köstlichkeit probiert habe. Man schwebt danach im absoluten Zuckerhimmel! Und daran möchte ich euch natürlich teilhaben lassen.

Deswegen gibt es jetzt hier das Rezept für die wunderbaren Cheesecake-Brownies mit Himbeer-Sahne aus dem englischen Buch "The Hummingbird Bakery Cookbook", die auch ganz wunderbar in Ninas zuckersüßen Blog passen. Am besten schmecken sie, wenn man den Kuchenboden schon am Vortag backt und über Nacht in den Kühlschrank stellt.




Cheesecake-Brownies mit Himbeer-Sahne
für 12 mächtige Stücke

Für den Brownie-Teig:
200 g Zartbitter-Schokolade (70 % Kakaoanteil)
200 g Butter
150 g Zucker
3 Eier
100 g Mehl

Für den Cheesecake-Belag:
400 g Doppelrahm-Frischkäse, Raumtemperatur
150 g Puderzucker, gesiebt
Mark von 1 Vanilleschote
2 Eier

Für die Himbeer-Sahne:
300 g Schlagsahne
100 g Puderzucker, gesiebt
150 g TK-Himbeeren, sanft aufgetaut und noch leicht angefroren
125 g (1 Schälchen) frische Himbeeren für die Deko, gewaschen und verlesen


Den Backofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Eine 5 cm hohe Backform oder einen Bräter mit den Maßen 33 x 23 cm an Boden und Seiten mit Backpapier auslegen.

Zuerst den Brownie-Teig vorbereiten:
Dafür die Schokolade in Stücke brechen und in einen kleinen Topf geben. Bei niedriger Temperatur unter gelegentlichem Rühren sanft schmelzen lassen, bis keine Stückchen mehr in der Masse enthalten sind. Danach zur Seite stellen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit Butter und Zucker in der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät zu einer hellen Creme aufschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und die Maße dickcremig ist.

Jedes der drei Eier einzeln gründlich unter die Butter-Zucker-Mischung rühren und kräftig durchmixen, bis eine dickschaumige, helle Creme entstanden ist.
Als nächstes das Mehl bei niedriger Rührgeschwindigkeit unterrühren. Kurz auf die höchste Stufe schalten, bis alles gut vermengt ist. Ganz zum Schluss die noch flüssige Schokolade kurz und kräftig unterrühren.

Den Brownie-Teig in die vorbereitete Backform geben und mit einem Teigschaber gleichmäßig glatt streichen.

Die Form zur Seite stellen.

Als nächstes die Cheesecake-Masse zubereiten:
Den Frischkäse zusammen mit dem Puderzucker und dem Vanillemark in eine Rührschüssel geben und mit dem Handmixer oder einem Schneebesen nur kurz vorsichtig glatt rühren. Wichtig ist, dass man die Masse nicht überschlägt, weil der Frischkäse sonst flüssig wird. Die beiden Eier einzeln unterrühren und wieder darauf achten die ganze Masse nicht zu kräftig zu verrühren, aber dennoch so lange rühren, bis eine cremige und luftige, homogene Creme entsteht.

Die Cheesecake-Creme auf den vorbereiteten Brownie-Teig gießen und wieder glatt streichen oder die Form vorsichtig hin und her rütteln, bis sich die Creme gleichmäßig verteilt.

Die Backform jetzt auf die mittlere Schiene in den vorbereiteten Ofen schieben und das ganze etwa 40 Minuten lang backen. Der Cheesecake kann in der Mitte noch etwas weich sein, an den Rändern aber leicht gebräunt. Nicht zu lange backen.

Danach die Form aus dem Ofen nehmen und den Kuchen erst bei Raumtemperatur vollständig auskühlen lassen, dann mit Frischhaltefolie oder Alufolie bedecken und mindestens 2 Stunden, besser über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Zum Schluss wird noch die Himbeer-Sahne gemacht:
Sahne, Puderzucker und noch leicht gefrorene TK-Himbeeren (Auftauflüssigkeit abgegossen) zusammen in eine große Rührschüssel geben und mit dem Ballonbesen der Küchenmaschine oder den Quirlen des Handmixers bei mittlerer bis hoher Geschwindigkeit bis zur gewünschten cremigen Konsistenz steif schlagen. Bei mir war es nicht ganz so steif wie geschlagene Schlagsahne, aber dennoch fest und gut verstreichbar.

Den Kuchen vorsichtig mit Hilfe des überstehenden Backpapiers aus der Form heben und auf ein Arbeitsbrett setzen. Die Himbeer-Sahne mit Hilfe einer Palette oder eines Teigschabers gleichmäßig auf dem Cheesecake verstreichen.

Den Kuchen mit Hilfe eines großen Messers in 12 Stücke zerteilen. Das Messer nach jedem Schnitt kurz in heißes Wasser tauschen oder mit einem Küchenpapier abwischen.

Die einzelnen Stücke mit den frischen Himbeeren garnieren und servieren.
Die fertigen und mit Creme bestrichenen Brownies halten sich gut eingepackt etwa einen Tag im Kühlschrank.






Danke, liebe Maja!

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