Sonntag, 28. Juli 2013

Feta-Grillpäckchen mit Aprikosen, Zitronenmelisse und Rosmarin


Nachdem im letzten Jahr meine Feta-Grillpäckchen mit Erdbeeren auf sehr gemischte Reaktionen gestoßen sind, versuche ich dieses Jahr, Euch mit Aprikosen zu überzeugen ;)


Die Vorbereitung geht ganz fix und mir haben diese Käse-Päckchen noch besser geschmeckt als die mit Erdbeeren. 

Jeweils einen Feta auf ein doppelt genommenes Stück Alufolie legen. Den Käse leicht ölen, pro Seite mit zwei bis drei Blättern Zitronenmelisse, einem halben Stängel Rosmarin, etwas Knoblauch (in feine Scheiben geschnitten, insgesamt etwa 1/2 bis 1 Zehe) und einer halben, in Scheiben geschnittenen Aprikose belegen. Salzen und pfeffern, gut in die Alufolie einpacken und rauf damit auf den Grill :)

Ich hatte nur eine halbe Aprikose pro Käse verwendet, aber das Grillpäckchen kann nach meinem Geschmack definitiv eine ganze Aprikose vertragen. 



Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:

1 Päckchen Feta
etwas Öl
4 - 6 Blätter Zitronenmelisse
1 Zweig Rosmarin
1/2 - 1 Knoblauchzehe
1 Aprikose
Salz
Pfeffer


Donnerstag, 25. Juli 2013

Salziges Schoko-Karamell-Popcorn


Neulich gab es bei uns zu Hause zum ersten Mal "Wohnzimmerkino" für unsere Kleine: Wir haben alle Rollläden runtergelassen, die Lichter ausgeschaltet und es uns zu "Ich - einfach unverbesserlich" auf dem Sofa bequem gemacht. Dazu gab es natürlich Popcorn. Um die fehlende Kino-Atmosphäre wieder auszugleichen, war dieses dafür wesentlich leckerer als das im Kino (ein Rezept für Karamell-Popcorn habe ich aber hier auch schon mal verbloggt). 


Statt des Kino-Karamell-Popcorns gab es bei uns dieses Mal also Schoko-Karamell-Popcorn. Dafür habe ich das Popcorn mit Karamell-Schokolade überzogen. In die Tüte meiner Kleinen kam das Popcorn einfach so - mein Popcorn habe ich zusätzlich etwas gesalzen. 


100 g Popcorn-Mais nach Packungsanweisung zubereiten. 

Währenddessen 200 g Vollmilchschokolade mit Karamellcrispies hacken und im Wasserbad schmelzen. 

Das fertige Popcorn in eine Schüssel geben, und mit etwas Meersalz salzen. Die flüssige Schokolade in dünnem Strahl darauf gießen und mit einem Löffel alles gründlich vermengen, so dass das Popcorn rundherum mit Schokolade ummantelt ist. 

Das Popcorn nun entweder auf Backpapier zum trocknen auslegen oder in der Schüssel immer wieder mit einem Löffel durchmischen, bis die Schokolade getrocknet ist. 

Man kann natürlich statt der Vollmilch-Karamell-Schokolade auch eine andere Sorte verwenden oder die geschmolzene Schokolade z. B. mit Zimtpulver, Vanille oder löslichem Kaffeepulver aromatisieren, bevor man sie über das Popcorn gibt. 




Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:

100 g Popcorn-Mais
Öl für die Zubereitung des Popcorns
200 g Vollmilchschokolade mit Karamellcrispies
etwas Meersalz

Sonntag, 21. Juli 2013

Zucchini-Cupcakes mit weißem Schokoladen-Schmand-Frosting


Warum man Cupcakes in einer bestimmten Geschmacksrichtung backt oder mit einer bestimmten Dekoration verziert, hat ja ganz unterschiedliche Gründe. In diesem Fall lag es einfach an den Papierförmchen: Eine Freundin hat mir die hübschen blau-silbernen Förmchen aus Australien mitgebracht und ich musste sofort an Wasser denken, als ich sie gesehen habe Da stand die Dekoration dann schnell fest :) Der Grund für die Zucchini-Cupcakes ist wiederum ganz simpel: Ich mag Zucchini-Kuchen einfach unheimlich gerne ;) Das Frosting aus Schmand und weißer Schokolade hat wie ich finde sehr gut dazu gepasst. 


Das Rezept ergibt ca. 24 Stück. 

Für die Zucchini-Cupcakes benötigt man 320 g fein geraspelte, entkernte Zucchini. Bei mir waren das im Ganzen drei kleine Zucchini mit insgesamt 620 g. Diese also schälen, die Enden abschneiden, halbieren, die Kerne mit einem Teelöffel herausschaben und die Zucchini fein raspeln. Beiseite stellen. 

150 g weiße Schokolade hacken und ebenfalls Beiseite stellen. 

3 Eier mit 200 g Zucker und 1 gestrichenen TL gemahlener Vanille mehrere Minuten mit dem Handrührgerät zu einer sehr hellen, schaumigen Masse aufschlagen. 170 g gemahlene Mandeln sowie 190 ml geschmacksneutrales Öl zugeben und unterrühren. Dabei nur so lange wie nötig rühren, um die Zutaten zu vermischen. 

340 g Mehl mit 1/2 gehäuften TL Backpulver und 1/2 gehäuften TL Natron mischen und Portionsweise unterrühren. Auch hier wieder nur so lange rühren wie nötig, um die Zutaten zu verbinden. 

Die geraspelte Zucchini sowie die weiße Schokolade zugeben und mit einem Teigschaber unterheben. 


Den Teig bis zur Höhe von ca. 3/4 in Papierförmchen füllen (diese am Besten vorher in ein Muffinbackblech stellen) und im vorgeheizten Ofen - immer nur ein Blech - bei 180 °C Ober-/Unterhitze für 30 bis 35 Minuten backen. Herausnehmen und vollständig abkühlen lassen. 

Sobald das erste Muffinblech im Ofen ist, kann man - sofern man über ein weiteres Muffinblech verfügt - dieses bereits mit Förmchen und Teig befüllen und es im Kühlschrank zwischenlagern, bis der Ofen wieder frei ist. Ansonsten einfach die Teigschüssel in den Kühlschrank stellen. Durch das Kühlen wird die Triebkraft des Backpulvers bzw. Natrons während der Wartezeit etwas gehemmt, denn diese soll ja erst im Ofen ihre volle Wirkung zeigen. Durch die Kühlung brauchen die Cupcakes dann ggf. einen Ticken länger im Ofen - einfach nach der normalen Backzeit eine Stäbchenprobe machen und evtl. noch etwas im Ofen lassen. 


Für das Frosting 300 g weiße Kuvertüre hacken und im Wasserbad schmelzen. Etwas abkühlen lassen. 

130 g weiche Butter mit einer Prise Salz und 1/2 gestrichenen TL gemahlener Vanille schaumig schlagen. 450 g Schmand zugeben und nur so lange wie unbedingt nötig unterrühren. Die abgekühlte, aber noch flüssige Schokolade zugeben und ebenfalls nur so lange wie nötig, damit sich die Zutaten verbinden, unterrühren. 

Sollte das Frosting noch zu weich sein, um es aufzuspritzen, kann man es nochmal kurz in den Kühlschrank stellen. Aber bitte regelmäßig danach sehen und durchrühren, damit es nicht zu fest wird. 


Nun an die Deko - wobei man diese natürlich am Besten schon zuvor vorbereitet. Die Meerjungfrauen und Schiffchen können ja ohnehin nicht verderben ;) Aber auch die Schatztruhen kann man schon am Abend zuvor herstellen. 

Die Meerjungfrauen habe ich aus buntem Karton gebastelt und mit Klebeband auf Schaschlik-Spießen fixiert. Den Spieß später einfach auf die gewünschte Länge kürzen. Der kleine Stern im Haar ist ein Aufkleber, also nicht aus Karton ausgeschnitten. Für die Meerjungfrauen habe ich diese Bastelvorlage verwendet, sie allerdings auf eine Höhe von ca. 4 cm verkleinert. 

Ich denke, wie man kleine Schiffchen faltet, kennt jeder aus seiner Kindheit ;) Man sollte nur darauf achten (zumindest wenn das farbige Papier wie bei mir nur einseitig bedruckt ist), dass die farbige Seite des Papieres bei der ersten Faltung innen liegt. So hat man das Muster später außen am Schiffchen. Die Schiffchen brauchen nicht extra auf den Holzstäbchen festgeklebt werden, man kann sie einfach oben drauf stecken. 


Für die Schatzkisten habe ich "Mignon-Waffeln" verwendet. Von diesen mit einem scharfen Messer vorsichtig die oberste Waffelschicht abtrennen. Das wird später der Deckel der Schatztruhe. Aus Puderzucker und Wasser einen sehr dicken Zuckerguss anrühren. Ich habe den Zuckerguss in eine Dekorflasche gefüllt, um ihn leichter auf die Truhe auftragen zu können als z. B. mit einem Pinsel. Ein Spritzbeutel mit sehr kleiner Lochtülle oder ein Gefrierbeutel, bei dem eine ganz kleine Ecke abgeschnitten wird, dürfte aber genauso gut funktionieren. Für die "Füllung" der Schatztruhe habe ich Mini-Smarties und Bonbons verwendet, die ich in einem Gefrierbeutel mit dem Fleischklopfer in kleine Stücke zertrümmert habe. 

Etwas Zuckerguß auf das Unterteil der Schatzkiste aufspritzen. Darauf einige Bonbon-Splitter und Smarties verteilen. Den oberen Teil der Mignon-Waffel mit Zuckerguß ankleben. Die noch offenen "Lücken" schließen, indem man mit Zuckerguß weitere Bonbonstücke und Mini-Smarties einklebt. 

Die Schatzkisten in einem luftdichten Behälter aufbewahren, bis sie benötigt werden, da die Bonbons an der Luft schnell Feuchtigkeit ziehen. 


Die "Wasserpflanzen" bestehen aus essbaren Schnüren. Ich habe dafür kleine Bündel gebunden, also immer sechs Schnüre mit einem weiteren Stück der Schnur zusammengebunden und dann mit einer (natürlich sauberen) Schere auf verschiedene Längen geschnitten. Das funktioniert am Besten, wenn man die Schnüre nicht schon vorher in kleine Stücke schneidet, sondern lang lässt und immer ein Stück abbindet, dann abschneidet, dann das nächste Stück abbindet etc. 


Das Frosting habe ich vor dem Aufspritzen mit Lebensmittelfarbpaste in blau eingefärbt. Um die verschiedenen Blau-Schattierungen zu bekommen, habe ich die Farbe einfach nicht ganz so gründlich verrührt ;) 

Das Frosting also auf die Cupcakes aufspritzen, die Meerjungfrauen und Schiffchen in die Cupcakes stecken bzw. die Schatztruhen auf das Frosting leben und etwas andrücken. Zuletzt die "Wasserpflanzen" in das Frosting drücken. 





Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:

Für die Cupcakes:
3 kleine Zucchini, insgesamt ca. 620 g (für 320 g geschälte, entfernte und geraspelte Zucchini)
150 g weiße Schokolade
3 Eier
200 g Zucker
1 gestr. TL gemahlene Vanille
170 g gemahlene Mandeln
190 ml geschmacksneutrales Öl
340 g Mehl
1/2 geh. TL Backpulver
1/2 geh. TL Natron

Für das Frosting: 
300 g weiße Kuvertüre
130 g weiche Butter
1 Prise Salz
1/2 gestr. TL gemahlene Vanille
450 g Schmand

Für die Schatztruhen (Menge abhängig von der Anzahl der Truhen):
Mignon-Waffeln
Puderzucker
wenig Wasser
Mini-Smarties
bunte Bonbons

Donnerstag, 18. Juli 2013

Kirsch-Ketchup


Dieses Ketchup-Rezept habe ich meinem Mann zu verdanken - er hat mir eine riesige Menge Kirschen gebracht, die ich irgendwie verarbeiten musste. Nach dem Oreo-Kirsch-Käsekuchen, Kirschmarmelade und jeder Menge eingeweckten Kirschen waren immernoch welche übrig, so dass ich mich für Ketchup entschieden habe. Nach dem Rhabarber-Ketchup (den ich auch dieses Jahr wieder gekocht habe) und dem Himbeer-Brombeer-Tomaten-Ketchup bin ich ein richtiger Fan von selbstgemachtem Ketchup geworden :)

Meine Kirschen waren hellfleischig, so dass auch der Ketchup recht hell wurde. Optisch stelle ich mir den Ketchup aus Kirschen mit rotem Fruchtfleisch noch besser vor. 



Zur Vorbereitung 2 kg frische Kirschen waschen und entsteinen. 400 g rote Zwiebeln schälen und würfeln. 90 g Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. 


Etwas Öl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebeln und den Ingwer darin andünsten. Die Kirschen zugeben. Außerdem mit in den Topf kommen 200 g brauner Zucker 150 ml Balsamico, 350 g passierte Tomaten, die abgeriebene Schale einer Bio-Limette, 1/4 TL Cayennepfeffer, 3 Lorbeerblätter, 2 Zimtstangen sowie 2 1/2 TL Salz. 

Alles gründlich miteinander verrühren, einmal aufkochen lassen, die Hitze reduzieren und den Ketchup auf mittlerer Hitze mit offenem Deckel ca. 25 Minuten köcheln lassen. Dabei ab und zu umrühren. 


Die Lorbeerblätter und die Zimtstangen wieder herausfischen, den Ketchup sehr gründlich pürieren, ggf. mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken und noch heiß randvoll in sterilisierte Gläser füllen. Die verschlossenen Gläser für fünf Minuten auf den Deckel stellen, dann wieder umdrehen und abkühlen lassen. 


Der Kirsch-Ketchup ist wirklich lecker, wobei ich sagen muss, dass mir die Varianten mit Rhabarber und Beeren noch einen Ticken besser schmecken. Für alle, die Kirschen zu verarbeiten haben, lohnt sich dieses Rezept aber auf jeden Fall :)




Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:
2 kg frische Kirschen
400 g rote Zwiebeln
90 g frischer Ingwer
Öl
200 g brauner Zucker
150 ml Balsamico
350 g passierte Tomaten
abgeriebene Schale von 1 Bio-Limette
1/4 TL Cayennepfeffer
3 Lorbeerblätter
2 Zimtstangen
2 1/2 TL Salz


Dienstag, 16. Juli 2013

Foodblogger-Charts: Kleiner Kuriositätenladen mit "Nordisch by nature"



Herzlich Willkommen zur vorerst letzten Ausgabe der Foodblogger-Charts!

Um was es geht, könnt Ihr hier nochmal nachlesen.



Nun ist es also so weit: 
Meine Gastbeitragsreihe endet hier. Zumindest fast - aber das erkläre ich Euch ein anderes Mal ;) 




Ich muss sagen, ich bin ein bisschen wehmütig, denn es hat mir unheimlich Spaß gemacht zu sehen, was Ihr aus den verschiedenen Musiktiteln gemacht habt, die tollen Rezepte zu lesen, die schönen Bilder zu sehen... Jeder meiner Gäste hat seinen Titel einfach super umgesetzt! 



Tausend Dank dafür - ich habe mich riesig gefreut, Euch bei mir zu Gast zu haben :) 






Meinen heutigen Gast werde ich den meisten von Euch eigentlich gar nicht vorstellen brauchen, denn wer kennt nicht den kleinen Laden um die Ecke, in dem es hausgemachte Pasta, leckeren Kuchen, kulinarische Geschenke und mehr in der Auslage zu bestaunen gibt? Der "Kleine Kuriositätenladen" wird seit November 2008 von Steph liebevoll geführt. Er ist nicht nur Top-Anlaufstelle für Schokoladen-Rezepte aller Art (der aufmerksame Leser konnte ein paar davon auch schon auf meinem Blog wiederfinden), sondern auch für Geschenke aus der Küche wie aromatisierte Salze oder verschiedene Sirupe, jedes Jahr in der Adventszeit für leckere Plätzchenrezepte, für Hausmannskost genauso wie internationale Rezepte rund um den Gobus, für Fleischiges und Gemüsiges und natürlich Fischgerichte. Oder einfach nur, um sich die wundervollen Fotos anzusehen. Außerdem erfährt man bei Steph, was man alles in der heimischen Küche selbst herstellen kann: Angefangen vom Hühnerfond und der gekörnten Gemüsebrühe über Gemüsechips bis hin zu Mascarpone und Vanille-Extrakt deluxe. Im Kuriositätenladen ist das Angebot dabei immer frisch, lecker, saisonal und zum in-den-Bildschirm-kriechen. Aber nicht nur wegen der Rezepte ist ein Besuch bei Steph immer lohnenswert – regelmäßig versorgt sie uns auch mit Infos rund um Neuzugänge in ihrem Kochbuchregal, Küchengeräte oder neue Anwendungen zur Rezept-Verwaltung.






Bei Steph war mir sofort klar, dass nur ein Lied in Frage kommt, denn der Titel beschreibt nicht nur viele ihrer Rezepte im Kuriositätenladen und ihren heutigen Gastbeitrag, sondern auch sie selbst: 







Als Nina mich vor einiger Zeit fragte, ob ich bei ihren Foodbloggercharts mitmachen möchte, hab ich sofort und ohne lange zu Überlegen zugesagt - versteht sich schließlich von selbst bei einer so tollen Veranstaltung mitzumachen. 

Gespannt war ich allerdings schon ein wenig, welches Lied sich Nina für mich überlegt hat, hab aber einmal kräftig ausgeatmet, als sie mir Nordisch by Nature zuwies. "Ein anderes hätte auch gar nicht gepasst" - Recht hat sie ;o)

Also, welches Rezept passt am besten zu diesem Lied? Welches ist Nordisch by Nature? Der erste Gedanke war: "Fischbrötchen!", aber das war dann doch zu wenig und dem Anlass nicht angemessen. Ein Brötchen aufschneiden und ein Blatt Salat, in paar Zwiebelringe und nen Matjes rauflegen ist soooo spektakulär ja nun auch nicht, da musste schon n büschen mehr her. 


... Nordisch, uh uh uhhh! Nordisch by nature! ...

Also auf jeden Fall Fisch und weil ich in Hamburg wohne, eine Hamburger Spezialität, Hamburger Aalsuppe vielleicht? Spässchen, ich will ja nicht, dass Ihr wegen mir fluchtartig Ninas Blog verlasst ;o)

Ich darf und möchte Euch heute also eine meiner absoluten Leibspeisen, die Luxusausgabe der Finkenwerder Scholle präsentieren, oder anders ausgedrückt, eine Finkenwerder/Büsumer Co-Produktion.  


Die klassische Finkenwerder Scholle besteht aus der kross gebratenen Scholle und einer Speckstippe, dazu gibt's meist Bratkartoffeln oder einen Speck-Kartoffelsalat. In der Büsumer Variante wird der Speck durch Krabben ersetzt - bietet sich ja auch an, wenn die Krabbenkutter direkt vor der Haustür liegen...
Da ich die Kombination von Speck und Krabben so gerne mag und dieser Gastbeitrag schließlich auch etwas besonderes werden sollte, hab ich die Finkenwerder Variante also kurzerhand mit ein paar frisch gepulten Krabben gepimpt - für mich ein absolutes Festessen, das es nur ganz selten bei uns gibt.




Zutaten für 4 Personen

4 Schollen, küchenfertig zubereitet

Salz und Pfeffer

Mehl 

Butterschmalz
Krabben-Speckstippe
1 Zwiebel, fein gewürfelt
200 g durchwachsener Speck im Stück (mit Schwarte) 
100 g frisches Nordseekrabbenfleisch (Granat)
2 EL glatte Petersilie, fein gehackt 

Außerdem
kleine, neue Kartoffeln 
Butterschmalz
Salz und Pfeffer



Zubereitung
Die Kartoffeln schälen und Salzwasser gar kochen. Das Wasser abgießen und die Kartoffeln auf der ausgeschalteten Herdplatte gründlich ausdampfen lassen. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Kartoffeln bei mittlerer Hitze von allen Seiten goldbraun braten. 

In der Zwischenzeit die Schollen unter fließendem Wasser gründlich abspülen und mit Küchenpapier trockentupfen. Für die Speckstippe die Schwarte des Specks abschneiden und beiseite legen. Die Zwiebeln in feine Würfel und den Speck in feine Streifen schneiden und beides bei mittlerer Hitze in einer Pfanne goldbraun braten. Beiseite stellen. 


In einer zweiten Pfanne die Speckschwarte bei mittlerer Hitze langsam auslassen. Die Schollen mit Salz und Pfeffer würzen und beidseitig in Mehl wenden. Überschüssiges Mehl abklopfen und die Schollen im heißen Speckfett mit der hellen Seite nach unten bei mittlerer Hitze goldbraun braten, evtl. noch etwas Butteschmalz dazugeben. 


Je nach Größe der Scholle, nach 4-5 Minuten wenden und nochmals auf der dunklen Seite ca. 3-4 Minuten braten.


Die Pfanne mit dem Speck wieder erwärmen und direkt vor dem Servieren die Krabben und die Petersilie dazugeben. Die Krabben sollen nur erwärmt werden, aber nicht durchgaren, da sie sonst trocken werden.  


Die goldbraun gebratenen Schollen mit der weißen Seite nach oben auf Tellern anrichten, etwas von der Speckstippe darauf geben und die gebratenen Kartoffeln dazu reichen.





Danke, liebe Steph!

Sonntag, 14. Juli 2013

Erdbeer-Bowle mit Limetten, Zitronengras und Minze


Leider ist die gute alte Bowle ja etwas aus der Mode gekommen. Warum eigentlich? Ich mag Bowle jedenfalls unheimlich gerne - gerade im Sommer, wenn man lange draußen sitzen kann fühlt sich so ein Glas Bowle irgendwie nach Urlaub an :) 


Eine der Grundlagen dieser Bowle ist ein Limetten-Zitronengras-Sirup, den ich mir bei Frl. Klein (hier ein Gastbeitrag bei Luzia Pimpinella) abgeschaut habe. 

Für den Sirup 5 Limetten auspressen. Es sollten etwa 200 bis 250 ml Saft dabei herauskommen. 

160 g Zitronengras in Stücke schneiden und andrücken (dafür kann man z. B. einen Fleischklopfer zur Hilfe nehmen). 

Das Zitronengras zusammen mit dem Limettensaft und 160 g Rohr-Rohzucker in einen Topf geben, aufkochen und acht Minuten lang köcheln lassen. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen und durch ein Sieb gießen. 


500 g frische Erdbeeren waschen, den Strunk entfernen und vierteln. 1 Bio-Limette waschen, trocknen und in Scheiben schneiden. 18 frische große Minzblätter (oder eben entsprechend mehr kleine Blätter) waschen, trocken schütteln und in den Händen etwas zerdrücken. 

Die Minzblätter, die Limettenscheiben, die Erdbeeren, den Zitronengras-Limetten-Sirup und 100 ml weißen Rum zusammen in ein Bowle-Gefäß geben, durchmischen und mehrere Stunden durchziehen lassen. 

Vor dem Servieren mit 0,75 l Prosecco und 0,5 l Mineralwasser aufgießen. 


Für die Kinder hatte ich übrigens eine schnelle alkoholfreie Variante gemacht (leider ohne Mengenangaben). Dafür habe ich ebenfalls Erdbeeren klein geschnitten und zusammen mit einigen Limettenscheiben, Minzblättern, etwas Limettensaft und etwas Rohr-Rohzucker durchziehen lassen. Später habe ich die Kinder-Bowle mit Mineralwasser und Zitronenlimonade aufgegossen. 





Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:

6 Limetten (mindestens eine davon Bio)
160 g Zitronengras
160 g Rohr-Rohzucker
500 g Erdbeeren
18 große Minzblätter
100 ml weißer Rum 
0,75 l Prosecco
0,5 l Mineralwasser 

Donnerstag, 11. Juli 2013

Oreo-Kirsch-Käsekuchen mit weißer Schokolade


Alle, die fleißig Kalorien zählen sollten die Augen nun gaaaanz fest zudrücken, denn dieser Kuchen hat es in sich - allerdings auch geschmacklich, denn er ist sooo lecker! Ein Boden aus Oreo-Keks-Krümeln, belegt mit Oreo-Keksen, fischen Kirschen und einer Creme aus Frischkäse und weißer Schokolade!
 

Das Rezept ist für eine 24-cm-Springform ausgelegt.

Für den Krümelboden 24 Oreo-Kekse halbieren und die Creme mit einem Messer entfernen. Die Kekse in einen Gefrierbeutel geben und mit Hilfe eines Nudelholzes zu feinen Krümeln zerdrücken. 

125 g Butter schmelzen. Die Oreo-Krümel zur flüssigen Butter geben und gründlich vermischen. Die Masse auf dem Boden einer Springform verteilen und einen kleinen Rand damit formen. In den Kühlschrank stellen. 
 

Für die Creme 250 g weiße Schokolade hacken und im Wasserbad schmelzen. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen. 

80 g weiche Butter mit 1 1/2 EL Puderzucker schaumig schlagen. 350 g Frischkäse (ich nehme Philadelphia) unterrühren - auf niedriger Stufe und nur sehr kurz. Die abgekühlte, aber noch flüssige Schokolade zugeben und unterrühren - wiederum nur so lange, wie nötig, damit sich die Zutaten verbinden. 

Ein klein wenig der Creme auf den Oreo-Boden streichen. Den Boden mit acht ganzen Oreo-Keksen belegen und die restliche Creme darauf verteilen. Glattstreichen. 
 

200 g Kirschen quer halbieren und den Kern entfernen. Bei einigen Kirschen kann auch der Stiel noch dran bleiben, ich finde das sieht ganz hübsch aus :) Die Kirschen mit der Schnittkante einige Minuten auf ein Küchenpapier legen, so dass der Saft etwas abtrocknen kann und sich nicht später auf der Creme sammelt. Die Kirschen nun in die Creme drücken und den Kuchen mehrere Stunden oder über Nacht im Kühlschrank komplett fest werden lassen.
 

Den Kuchen vom Boden der Springform zu bekommen, ist leider durch den Krümelteig etwas knifflig, denn er hängt sich ziemlich am Boden fest. Da ich eine Springform mit Glasboden habe, der ganz flach ist und natürlich auch keine empfindliche Beschichtung hat, bin ich jeweils - nachdem ich ein Stück des Kuchens abgeschnitten hatte - mit einem scharfen Messer unter dem Kuchenstück entlang gefahren, um es vom Boden zu lösen. Wer ansonsten gute Tipps hat, wie man einen Krümelboden gut aus einer Springform bekommt: Immer her damit ;) 



Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:

Für den Krümelboden:
24 Oreo-Keks
125 g Butter

Für die Creme:
250 g weiße Schokolade
80 g weiche Butter
1 1/2 EL Puderzucker
350 g Frischkäse (z. B. Philadelphia)

Außerdem: 
8 Oreo-Kekse
200 g frische Kirschen

Dienstag, 9. Juli 2013

Foodblogger-Charts: Feines Gemüse mit "Las Ketchup (Asereje)"





Herzlich Willkommen zu einer weiteren Ausgabe der Foodblogger-Charts!


Um was es geht, könnt Ihr hier nochmal nachlesen.





Wie der Name schon vermuten lässt, wird auf Christinas BlogFeines Gemüse seit Mai 2011 vegetarisch gekocht und gebacken. Aber selbst als „Fleischesser“ vermisst man rein gar nichts. Im Gegenteil: Christinas Rezepte und Bilder machen Hunger auf mehr! Man findet hier Gerichte für alle Lebenslagen: Hauptgerichte, Pasta, Salate, Desserts, schnelle Feierabendrezepte, Gebäck, Kuchen, Geschenke aus der Küche... Immer saisonal, immer mit dem gewissen Etwas und immer fantastisch bebildert. Schon fast weltberühmt ist Christina unter den Food-Bloggern für ihren legendären Rhabarber-Tomaten-Ketchup, der letzten Sommer seinen Siegeszug durch alle Blogs hingelegt hat.


Kostprobe gefällig?





Bei Christina fiel mir die Wahl des Titels natürlich nicht schwer – die Hymne zu Ehren der Rhabarber-Tomaten-Ketchup-Königin ;) 






Als die liebe Nina mit ihrer Foodblogger-Charts-Idee auf mich zukam, war ich sofort Feuer und Flamme. Weniger gut zurecht kam ich mit dem Song, den sie mir zugeteilt hat: Las Ketchup – Asereje. Klar, ich hätte ein Veto einlegen dürfen, aber wo kämen wir denn da hin, wenn wir immer gleich aufgeben und uns keinen Herausforderungen stellen würden? – Nirgends, eben. 


Erstmal musste ich in meinem Kopf kramen, wann genau die Damen dieses Meisterwerk veröffentlicht haben. Naja, so 3 oder 4 Jahre liegt es wohl zurück – dachte ich mir. Hahaha, aber von wegen, ich bin wieder mal in das schwarze Retroloch gefallen und habe mich gründlich vertippt. Von 2002 ist es, und liegt damit (man möchte fast sagen: glücklicherweise) schon über ein Jahrzehnt zurück.

Gut, das hat nun mit meinem Rezept nicht viel zu tun, aber ich wollte es erwähnen. Natürlich hätte es nahe gelegen, ein Ketchup-Rezept zu verbloggen. Aber das wäre dann doch zu plump gewesen, oder? Was anderes fiel mir dann aber auch nicht direkt ein. Irgendwann kam sie dann doch, die Erleuchtung: Sommersong, Sommergefühle, Sommerparty, Sommersonne – dazu passen Cocktails natürlich wie die Faust aufs Auge. Und weil Cocktails trinken ja jeder kann (ich besonders gut), stellte ich mich vor die Herausforderung, meinen absoluten Liebling in eine süße – aber alkoholfreie – Form zu gießen. Et voilà: Mojito-Scones.


Mal was anderes – und die schmecken, richtig gut sogar. Wie alle Scones aber natürlich am besten frisch aus dem Ofen. Mit ein bisschen Butter, mehr benötigt ihr gar nicht für das kleine Stück Cocktailglück so zwischendurch.


Mojito-Scones

für ca. 6 Stück
Zutaten
315 g Mehl 
2 TL Weinsteinbackpulver 
1/2 TL Salz
75 g Rohrzucker
2 EL geriebene Limettenschale
1 1/2 TL getrocknete Minze (oder frische, dann aber weniger nehmen, die ist intensiver)
115 g kalte Butter
2 EL Limettensaft
75 ml Buttermilch 



Zubereitung

Den Ofen auf 200 °C (Ober- / Unterhitze) vorheizen.

Mehl, Backpulver, Salz, Zucker und Limettenschale kurz miteinander verrühren. 
Die Butter in Stücken zur der Mischung geben und kurz mit den Händen verkneten, so dass eine krümelige Masse entsteht. Dann Limettensaft, anschließend Buttermilch zugeben – am besten immer so peu à peu, damit der Teig nicht zu flüssig wird. Er sollte relativ kompakt und glatt bleiben und darf nicht an den Händen kleben. 

Den Teig nun auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech legen und mit den Händen schön flach (ca. 1,5 cm hoch) und rund formen. Anschließend mit einem Messer in 6 bis 8 Stücke teilen und ab in den Ofen damit: Nun dauert es noch ungefähr 20 Minuten, bis ihr wunderbare, knusprige Scones mit dem gewissen Hauch Exotik habt. 

Nach Wunsch noch mit einer Glasur aus Puderzucker und Limettensaft verzieren.





Danke, liebe Christina!




Sonntag, 7. Juli 2013

Halloumi-Spieße mit Pflaumen und Zucchini


Und endlich wieder ein Grillrezept - wo doch jetzt der Sommer zurück ist :) 

Ich liiiiiebe ja Käse vom Grill! Egal ob Feta aus dem Alu-Päckchen, Grillkäse am Stück oder oder wie hier in Form von Spießchen :) Außer dem Käse stecken Pflaumen, Zucchini und Tomaten auf den Spießen, die ich vor dem Grillen einige Stunden mariniert habe. 


Für acht Spießchen 1 1/2 Päckchen Halloumi (à 250 g) in Stücke schneiden; 2 Pflaumen waschen und achteln; 1 Zucchini waschen, mit dem Sparschäler in Streifen schneiden und mindestens 10 Minuten in kaltes Salzwasser legen (so lassen sie sich später besser biegen). Außerdem 8 Cocktail-Tomaten waschen und trocknen. 

Die Zutaten bunt auf die Spieße stechen. Die Zucchinistreifen habe ich dafür wellenartig gefaltet. Pro Spieß habe ich drei Stück Halloumi, zwei Stück Pflaume, zwei Scheiben Zucchini und eine Cocktail-Tomate verwendet. 

Die Spieße nebeneinander in eine große, flache Schale legen. 


Für die Marinade 1 bis 2 Knoblauchzehen schälen und fein reiben, 1 kleine Zwiebel häuten und in Ringe oder halbe Ringe schneiden. 

150 ml Öl, 50 ml Essig (hierfür kann man auch toll aromatisierten Essig verwenden), 1 TL Honig, 1 TL Dijon-Senf, den Knoblauch und die Zwiebel vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. 

Die Marinade über die Spieße gießen und einige Stunden ziehen lassen. Dabei die Spieße ab und zu wenden oder mit Hilfe eines Pinsels oder Löffels die Oberseite der Spieße nochmals mit der Marinade übergießen. 



Die Spieße dann aus der Marinade nehmen, ggf. Zwiebelstücke entfernen und rauf auf den Grill - lecker! 



Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:

Für die Spieße:
1 1/2 Päckchen Halloumi (á 250 g)
2 Pflaumen
1 Zucchini
8 Cocktail-Tomaten 

Für die Marinade:
1 - 2 Knoblauchzehen
1 kleine Zwiebel 
150 ml Öl
50 ml (ggf. aromatisierten) Essig
1 TL Honig
1 TL Dijon-Senf
Salz
Pfeffer 

Donnerstag, 4. Juli 2013

Fremdgebloggt: Erdbeer-Schokoladen-Cupcakes mit Garten-Dekoration



Heute ist hier der große Tag der Geständnisse, denn ich habe gleich mehrere davon zu machen: 

1. Ich bin fremd gegangen.
Aber:
2. Ich bereue nichts.
Und:
3. Ich werde es wieder tun.

Was ich Euch damit sagen möchte? 

Ab sofort könnt Ihr  mehr oder weniger regelmäßig (voraussichtlich ein oder zwei Mal im Monat) Rezepte von mir auf dem Blog von "bookatable" entdecken. 

Meinen Einstand feiere ich dort mit den Erdbeer-Schokoladen-Cupcakes, die Ihr oben auf dem Foto seht. Das Rezept dazu sowie die Anleitung für die kleinen Garten-Dekorationen findet Ihr hier. 





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