Donnerstag, 26. Februar 2015

Gastbeitrag zum Blogevent: Pudding-Streuselkuchen

Bevor es am Sonntag die Zusammenfassung zum Blogevent "Gekochte Gefühle - Liebe auf Toast und andere emotionale Köstlichkeiten" gibt, kommt noch ein letztes Rezept als Gastbeitrag! Es stammt von Jana, die uns tollen Streuselkuchen mit Pudding gebacken hat - essbare Kindheitserinnerung :)

Blog-Event: Gekochte Gefühle – Liebe auf Toast und andere emotionale Köstlichkeiten


Und hier kommt Janas Rezept: 

"Gekochte Gefühle, tja wo fängt man da an? Welche Geschichte, welche Erinnerung teilt man? 
In unserer Familie legt man Wert auf gutes Essen und jedes Familienmitglied kann kochen. Dass mein Mann mich regelmäßig bekocht, sorgt im Freundes- und Bekanntenkreis oft für böse Blicke Richtung der Partner. 

Life ist too short for bad food!

Das könnte unter unserem Familienwappen stehen, wenn wir denn eines hätten. 

Doch es sind vor allem die einfachen Dinge, an die ich mich aus meiner Kindheit erinnere. Da wären Omas Schnittchen; Brote mit Aufstrichen und Aufschnitten, kleingeschnitten für die mäkelige Enkelin (mich), dazu Obstschnitze, allen voran Apfel, Mandarinchen und Birne. 

Oder dieser (mittlerweile finde ich ihn furchtbar) Instant Zitronentee, den es immer gab, wenn wir in der Eifel waren. Stilecht in einer rosafarbenen Plastiktasse. In der Eifel machte ich auch, zusammen mit meiner Oma, meine erste Brombeermarmelade mit selbstgepflückten Früchten, welche mich für sämtliche industriell hergestellten süßen Brotaufstriche verdorben hat. 

Oder der Käsekuchen, den mir meine Mutter auf meinen Wunsch hin zu meinen Geburtstagen gebacken hat. 

Oder die langen, entspannten Weihnachtsessen in großer Runde am Tisch, mit Raclette, Fondue und heißem Stein, bei denen viel geredet und gelacht wurde. 

Oder DAS Kartoffelgratin meiner Mutter, welches ich mittlerweile durch sehr viele Versuche geschmacklich erreicht habe. 

Ideen gibt es viele und noch mehr Erinnerungen. 
Es wird jetzt niemanden überraschen, dass auch dieser Beitrag wieder von meinen Großeltern inspiriert ist. Ich erinnere mich an einige verregnete Herbsttage, an denen ich im Wintergarten meiner Großeltern saß und lernte. In den Pausen gab es dann Pudding-Streusel Kuchen, allerdings nicht selbstgemacht, sondern gekauft. 

Schon lange wollte ich den Geschmack meiner Kindheit nachbacken, doch es bot sich leider bis jetzt nie die Möglichkeit. Doch diese Woche war es soweit! Ich setzte den Hefeteig an, kochte den Pudding, bereitete die Streusel zu und konnte es kaum erwarten, bis der Kuchen endlich fertig war. Und dann musste ich aus fototechnischen Gründen doch noch bis zum nächsten Tag warten. 

Und das Warten hat sich gelohnt. Meine Kollegen teilen meine Meinung wohl, denn man sah einige Kollegen mehrfach zum Kuchenblech pilgern. Oder sie zogen sich direkt mit zwei Beutestücken zurück. Ja, ich habe euch gesehen! 


Hefeteig: 
500 g Mehl 
1 Päckchen Trockenhefe 
180 ml warmes Wasser
60 ml geschmolzene Butter 
30 g Zucker 
1 EL Honig 
1 TL Salz 
1 Ei 

Die Trockenhefe mit dem Wasser und einem EL Zucker ansetzen und kurz stehen lassen. Das Ei mit dem Salz, den Honig, der geschmolzenen Butter, dem Zucker und dem Hefewasser vermengen. Danach in 100g-Schritten das Mehl unterrühren. 10 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. 60 Minuten zugedeckt und zugluftgeschützt an einem warmen Ort gehen lassen. 

Pudding: 
8 Eigelb 
4 EL Speisestärke 
120 g Zucker*
2 Vanilleschoten 
800 ml Milch 

Die Milch zusammen mit dem Vanillemark und den ausgeschabten Vanilleschoten aufkochen lassen. In der Zwischenzeit die Eier trennen. Die Eigelb mit dem Zucker und der Speisestärke glatt rühren. Sobald die Milch kocht, diese vom Herd nehmen und die Vanilleschoten rausfischen. Anschließend die Eigelbmischung unterrühren und den Topf wieder auf die Herdplatte stellen. Wieder aufkochen lassen und unter ständigem Rühren 2 - 3 Minuten köcheln lassen. Topf wieder vom Herd nehmen und abkühlen lassen. 

*Man kann auch weniger Zucker nehmen, aber mir hat eine Köchin mal denn Tipp gegeben, den Zuckeranteil zu erhöhen, damit der Pudding fester wird. Und seitdem mache ich es so. Dafür ist im Hefeteig nur wenig Zucker. 

Sobald der Hefeteig eine Stunde gegangen ist, den Teig gründlich ausschlagen. Kurz liegen lassen und dann auf einer mehlierten Fläche auf die Größe eines Backblechs ausrollen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig darauf ausbreiten. Wieder abdecken und für 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. 

Während der Teig das zweite Mal geht, die Streusel vorbereiten und den Ofen auf 200 ° Ober-/Unterhitze vorheizen. 

Streusel: 
300 g Mehl 
250 g Butter 
150 g Zucker 

Mehl und Zucker vermengen und die kalte Butter unterarbeiten, bis der Teig bröselig ist. 

Sobald der Teig ein zweites Mal gegangen ist, mit dem Pudding bestreichen und mit den Streuseln bestreuen. 

Im vorgeheizten Backofen 25 - 30 Minuten backen. 

Abkühlen lassen und mit einer leckeren Tasse Kaffee oder Tee genießen. 



Danke, liebe Jana, für den tollen Kuchen! 

1 Kommentar:

  1. Ooohh, lauter Köstlichkeiten gehen hier ja eine wunderbare Verbindung ein. Das hört sich mehr als lecker an!
    Viele Grüße
    Maria

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